„Dragon Age – Inquisition“: kein versprochener Soundtrack bei Konsolen-Upgrade

Wer bei „Dragon Age – Inquisition“ das „Deluxe“-Upgrade nachträglich erwirbt bekommt seit Release den dazugehörigen Soundtrack nicht. Zumindest auf offenbar beiden Konsolen.

Monate des (weiteren) Wartens waren vergeblich: auf solche Anliegen wird im digitalen Handel einfach nicht reagiert, da werden keinerlei Korrekturen auf Konten oder Marktplätzen vorgenommen. Der traurige Anlass ist jedoch ein anderer, denn momentan dürfte Electronic Arts bei „Mass Effect – Andromeda“ zu exakt gleichen Preisen dasselbe „Spiel“ nochmal treiben: ja, sogar die Item-Politik kopiert „Andromeda“ von „Inquisition“.

Kommentar bei Sony: ‚Nein. Selbst zweieinhalb Jahre später funktioniert das auch mit der GOTY auf der Xbox One noch immer nicht.
Hinzu kommt, dass die „Deluxe“ dort zusätzlich weiterhin für 30 Euro angeboten wird – obwohl mit der GOTY (vor einiger Zeit für 9 Euro erworben) bereits sämtliche Inhalte verfügbar sind. Dabei habe ich seit Weihnachten 2014 sogar die Ursprungsversion schon digital.
Und steht in der Beschreibung des Upgrades ausdrücklich drin: „Nimm mit dem digitalen Soundtrack die Welt von Thedas überallhin mit.“
Im Netz findet sich keinerlei Antwort diesbezüglich, geschweige denn eine Lösung für das Problem: wobei ich mit diesem Posting hier auch noch verhöhnt werden dürfte, entweder weil ich mit der Reaktion auf eine Frage aus dem Jänner 2015 gegen irgendwelche „Regeln“ verstoßen hätte, oder den Konkurrenzkonzern Microsoft erwähnt…
Ich nehme an, dass es aktuell bei „Mass Effect – Andromeda“ übrigens ganz ähnlich sein wird, denn auch dort wird der Soundtrack auf diese Weise angeboten.‘

Nachtrag: Sony scheint den Comment nicht einmal durch seine hauseigene Prüfung zu lassen…

Von wegen

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Neues zum immerwährenden Problem der PC-Spiele

Auf Amazon.de, anlässlich der Veröffentlichung von „Syberia 3“: ‚Den Titel bereits an einen Account gebunden zu haben, wenn Dateien schon „vorbereitet“ werden – was das Produkt (mit oder ohne „CD“) erst wertlos macht -, aber trotzdem noch zurückschicken? Also trotz verbrauchtem Code?
Kann mir nicht vorstellen, dass Amazon.de ein solches Verhalten akzeptiert. Oder?
Falls doch ist die Legitimität von Warehouse-Deals zur Unmenge solcher Titel (heutzutage die weit überwiegende Zahl größerer PC-Spiele) umso interessanter, wenn diese vorher nicht entbunden wurden oder keine Konten mit verkauft werden ^^

Steamworks ist zwar „nur“ eine DRM-Maßnahme, der Unterschied zum „richtigen“ Steam hat sich mir diesbezüglich jedoch noch nicht erschlossen: alle Spiele die damit geschützt werden befinden sich meiner Einschätzung nach am Ende des Freischalt-Prozesses auf einem Konto so als ob sie auf Steam selbst erworben worden wären. KeinE (nicht vorhandener) DatenTräger entscheidet/entscheiden das, sondern der beigelegte Code. Dass „Syberia 3“ dermaßen aggressiv geschützt wird, dürfte daran liegen, dass es sich nach „Silence“ wieder um ein AAA-Adventure handelt – das noch dazu für alle aktuellen Konsolen, ja sogar die Switch, erscheinen soll.
Das Stammpublikum der Franchise dürfte jedoch weiterhin am PC zu finden sein, deshalb die ganzen Vorsichtsmaßnahmen. Die Vorwürfe diesbezüglich sind aber auch insgesamt fragwürdig zu nennen: würden es die PC/Mac-Betriebssysteme der Piraterie nicht gar so einfach machen, hätte sich dieses plattformzentrierte DRM auch nicht durchgesetzt – zumal Valve bislang nichts dafür tat den PC-Markt an die Konsolen anzupassen, das heißt zu homogenisieren oder auch nur qualitativ einigermaßen zu standardisieren. Allein schon die erschreckend mangelhafte Unterstützung für den Steam Controller spricht davon Bände.
Wobei mit dem grauen Markt selbst im digitalen Handel am PC da das nächste Problem bereits längst vorhanden ist. Schließlich haben sich aus reiner Bequemlichkeit am PC keine BDs durchgesetzt, sondern eben Streams (zumindest im eigenen Haushalt – siehe auch Steam Link) oder halt Downloads: sich dann noch darüber beschweren, dass Spiele auf keinen DVDs Platz finden – oder auch nur mit ausgeliefert werden -, ist letzten Endes kaum mehr ernst zu nehmen. Für eine digitale SammlerInnenausgabe werden 10 Euro Aufpreis verlangt – insgesamt könnte sich über die Gratis-Goodies auf der beigelegten Disc sogar gefreut werden ^^‘

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Zu Ubisoft in Berlin

Kommentar: ‚Es stimmt zumindest (positiv), dass sich der Senat damit beschäftigt hat.

Und ja, politische Förderungen von Videospielen sind in Deutschland (auch) eine Realität – im mehr oder weniger krassen Unterschied zu Österreich und deren Stellung als „Jugendkultur“ hierzulande. Bleibt die Frage ob später dann beim Bundes-Computerspielpreis irgendwann mal auch ein Titel von dort als „nationale“ Errungenschaft berücksichtigt werden wird, oder ob diese Games weiterhin als „internationale Spiele“ dann tendenziell ausgegrenzt werden sollen – in kommerzielle Alternativpreise zeremoniell fadenscheinig ausgelagert.
Wegen mangelhaftem pädagogischem Wert und so. Schließlich dienen die Ubisoft-Fabriken erfahrungsgemäß zunächst leider sowieso eher als Zulieferer für Montréal, als dass dort eigene Projekte verwirklicht werden würden.‘

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Kommentar zu den Inhalten von Videospielen

Im VDVC-Forum: ‚Grundsätzlich sind das keine „Editionen“ sondern alles verschiedene Spiele, das heißt Fortsetzungen etc. – sogar dann wenn ein Release parallel erfolgt, wie zuletzt etwa auch bei „Fire Emblem“.
Höchstens bei der „Super Mario“-Franchise, siehe „Super Mario Maker“, kann aufgrund des relativ hohen Abstraktionsgrades von Wiederholungen ausgegangen werden, aber auch dort würde ich seriöser Weise sehr vorsichtig sein: es ist ein traditionell schlichtes Kennzeichen von Ignoranz gegenüber dem Medium Videospiel aufgrund einer Ablehnung vermeintlich minderwertiger Klischees und einer mehr oder weniger dezidierten Genrefeindlichkeit so zu tun als gäbe es etwa zwischen „Doom“ und „Doom3“ keinen Unterschied – siehe wiederum Bernd Graff 2004 in der SZ (und meine Dissertation dazu): die Unterschiede sind nicht nur narrativ und ästhetisch meist groß, sondern auch vom Gameplay her – sofern sich mit dem Begriff angefreundet werden mag – vom Spielgefühl ganz zu schweigen.‘

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Zu CD Projekt und „Cyberpunk“ als Wortschöpfung

Kommentar: ‚So etwas ist ungeheuerlich. Noch dazu bei einem Unternehmen das bezüglich anderer politischer Angelegenheiten, etwa in Sachen DRM und gegen unlauteren DLC, für tatsächliche Offenheit einsteht.
Leider ist es nur so, dass die gekaufte Spiel-Marke für nicht viel mehr taugt als gegebenenfalls eben mit derlei sprachlicher Gewalt das Wort „Cyberpunk“ irgendwo als „Eigentum“ durchzudrücken – andere Werke des Genres, wie etwa Gibson’s „Neuromancer“, sind wesentlich bekannter und literarisch ungleich gehaltvoller. Das konnte schon bei der Ankündigung des Titels vor mittlerweile bereits fünf Jahren vorausgeahnt werden – dazwischen liegt jedoch der große Erfolg von „The Witcher III“, GOG.com wird auch immer mehr ausgebaut, und CD Projekt hätte derlei „Maßnahmen“ demnach wohl eigentlich gar nicht mehr nötig, um sich abzusichern: die sollten einfach (wieder) ein gutes Spiel machen.

Hinzu kommt, dass der Ausdruck „Punk“ – nicht als reaktionäre Beschimpfung auf Personen angewendet – für Freiheitswerte und Vielfalt, sowie gegen gesellschaftliche Normierung steht: als ideell sozialer Inhalt wird ein „Cyberpunk“ demnach hoffentlich ertragen können, dass es zwei oder mehr davon gibt… Aber genau das scheint hier das neoliberale „Vorwärtsdenken“, ideologisch dieser „Fortschritt“, einmal wieder nicht bedacht zu haben.‘

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Kommentar zur Politik von Microsoft

Bei „Emulatoren (…) verboten“: ‚Zeit wirds, denn das hat wohl eher mit unzähligen fragwürdiger GBA-Veröffentlichungen am Windows Phone vor einiger Zeit zu tun gehabt – was der Artikel naturgemäß verschweigt, einmal mehr zugunsten irgendeines Geek-Anbieters: wie „der Universal Emulator von NESBox“ – sicher trifft es auch Unschuldige, aber die schwarzen Schafe in der Branche sollten trotzdem nicht ständig unter den Teppich gekehrt werden – bloß weil diese journalistisch genehme Twitter-Prominenz auch existiert.
Nintendo scheint da endlich reagiert zu haben.
Und dabei bleibt wohl sogar noch offen was mit den ganzen Streams von urheberrechtlich geschützten Filmen und Serien über Apps mittels Universal Windows Platform (auch auf der Xbox One) geschieht: vor ein paar Monaten konnte, zumindest hier in Österreich, praktisch jeder neue Streifen der gerade im Kino lief zeitgleich dort gesichtet werden und Microsoft kümmerten diese unfassbaren Missstände scheinbar gar nicht, während die Industrie ansonsten drakonische Maßnahmen gegen derlei Verbreitung unternimmt. Für diese PC-isierung und Software-„Offenheit“ bevorzuge ich jedenfalls keine Konsolen, sondern für Qualität und Sicherheit.‘

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Neue Beleidigung bei David Jaffe (und Sony…)

Hinweis im VDVC-Forum: ‚(…)

Diese Bezeichnung findet sich ganz aktuell übrigens auch im neuen „Spiel“ von David Jaffe („God of War“, „Calling All Cars!“, „Twisted Metal“), „Drawn to Death“: „Ich bin ein primitiver Vollpfosten und deshalb möchte ich dieses Tutorial jetzt beenden, weil ich mich für einen Top-Egoshooter halte, obwohl ich genau weiß, dass dies darauf hinausläuft, dass ich in einer Lache aus Blut und Fäkalien liegend meine miesen Entscheidungen (etwa meine Partnerin beim Abschlussball) bereuen werde, aber S***** drauf – ich bin cool, also schafft mich (…)“

Derlei Beleidigungen sind also keineswegs Breitenmedien-exklusiv. Und eine „kreative“ Übersetzung erledigt dann wohl den deutschen Rest, wobei: der Titel ist ein Third-Person-Shooter…
Habe übrigens soeben einen (unzensierten) Beweis-Screenshot, den ich erst gestern gemacht habe, davon auf mein Facebook-Profil geladen und freigeschaltet: https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10207173645694482&l=426aa2e547

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