(Kontroll-)Rundgang bei Webedia

Zu Video: ‚So viel unverschämtes Eigenlob geballt wahrgenommen, wie auf dieser DVD – in diesen Videos -, habe ich noch nicht dürfen. Wer beurteilt denn was die besten Eigenproduktionen gewesen wären – hat das etwa auch mit Klicks zu tun? Oder doch nur mit irgendwelchen Umfragen im eigenen Publikum: dieses Video ist einfach beleidigend – so habt ihr einen Kunden auf absehbare Zeit jedenfalls garantiert wieder verloren.
Warum soll Beliebtheit ein Indikator für Güte sein, und und und. Oder wird dieser Kommentar auch „ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht“…‘

„Mobbing“ und „Schikane“? Wenn aus „manchen“ Läden „Psychoterror“ etc. wird. „Vereinzelt (…)“: ‚Es geht im „bezahlbaren“ (sic!) „Qualitätsjournalismus“ scheinbar immer noch ein Stück niveauloser und reißerischer – schlicht populistischer, „sinnbefreiter“. Jedenfalls solange das alles noch, jede Verkürzung oder Übertreibung, unter dem Deckmantel „sozialer Gerechtigkeit“ laufen kann. Und wer in erster Linie mit Twitter-Hashtags denkt, stimmt naturgemäß (weiterhin, ja sogar noch immer mehr) zu.‘

„Verschlimmbessert“? Frequentiert? Wenn, ganz in übelster „Digital Foundry“-PC-Manier, eine höhere Bildwiederholrate eine signifikante Verschlechtertung darstellen würde, aber massenhaft entfernter Inhalt scheinbar kein Problem ist. Mit einem Tipp für „Final Fantasy XV“ (zur Abwechslung mal konstruktiv): ‚Diese saisonalen Sonderinhalte! Nicht alles was in MMOs Sinn macht sollte auch in Singleplayer-Spiele übernommen werden: im Karneval kann ich mich stundenlang vergnügen – ich bin noch nicht durch damit, Aschermittwoch nächste Woche hin oder her. Immerhin funktioniert er noch mit 1.04 (offline oder bei zu wenig Speicherplatz für 1.05)
Gerade deshalb erinnert mich diese Politik sehr wohl wirklich an Konami und P.T.: so einen schönen Inhalt einfach wieder zu entfernen – zumindest bis nächstes Jahr… In „Final Fantasy XIII-2“ war das ein permanent zugänglicher Bezahl-DLC (der mit Sazh).‘

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USK gibt „Cinderella Girls Viewing Revolution“ völlig frei

Via Gematsu: so unterschiedlich können Wahrnehmungen und Interpretationen bei Jugendschutz und potentiell strafrechtlicher Relevanz (in Deutschland) sein. Ein paar Bilder mehr toned-down, und die Ästhetik spielt offensichtlich überhaupt keine negative Rolle mehr – kann vermutlich sogar erfolgreich gegenteilig verkauft werden. Während letztes Jahr binnen kürzester Zeit gleich zwei sexualisierte sexuelle Titel abgelehnt wurden, bei der BPjM zumindest als „jugendgefährdend“ oder „Jugendpornografie“ diskutiert werden könnten, reagierten die OLJB jetzt, als ihnen wohl zum ersten Mal ein „The Idolmaster“-Spiel vorgelegt wurde – noch dazu in VR -, komplett anders: jugendfrei, ohne Altersbeschränkung, „ab 0 freigegeben“. Der sexuelle Gehalt dieses Spiels wird demnach scheinbar gar nicht gesehen (!). Oder in welchem Verfahren wurde das nun wieder beschlossen? Egal:

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Ideologie spielen

Kommentar (via dem VDVC-Forum): ‚Sehr guter Beitrag. Leider entspricht das auch haargenau meinen Erlebnissen hier in Österreich – jenseits der pseudokritischen Twitterblasen trendiger und technikaffiner Hipster.
Trauriger Weise erzählt die Branche und ihr angeschlossener, „freier Journalismus“ das glatte Gegenteil davon: dort dominiert das Narrativ wonach Games längst in der vielzitierten „Mitte der Gesellschaft“ angekommen wären – diese nunmehr (auch) spielen würde. Die Verbreiterung selbst es „bewirkt“ hätte, dass Videospiele als Popanz in der Wahrnehmung verschwunden seien.
Doch auch meiner Erfahrung nach ist gerade das, diese Einstellung, ein politisch nicht zu unterschätzender, schlichter und illusionär-repräsentativer Mythos. Eine oberflächliche Vereinfachung – reduziert auf vermeintliche Zahlen: auf das Sentiment diese(s) Spiele(n) überhaupt nicht mit Computerspielen zu assoziieren, sondern darunter ja etwas GANZ anderes zu verstehen – was dieser Bericht schon nebenbei deutlich macht, wird dort statistisch gar nicht eingegangen.
Es dominiert diese tendenziell doch neoliberale Erfolgsgeschichte, wonach Vorurteile längst überwunden worden wären – inklusivere Spiele schließlich ebenfalls inhaltlich zu mehr Diversität und damit zu einer gestiegenen Akzeptanz des Mediums geführt hätten. Wobei ein normatives Begriffsdenken in Richtung „Hochkultur“ das Medium in letzter Konsequenz sogar als neues „Leitmedium“ fantasiert: Mechanismen der Anpassung, Konformität, quasi als kreative „Leitung“. Auch eine Form der Medienmanipulation.‘

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1963-2016

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Kommentar zu SPON

Im VDVC-Forum: ‚So weit so stimmt nicht. Ein Sadist ist per Definition eine Person die sich am Leiden anderer erfreut.
Im Wissen darum, dass es sich bei den fiktionalen Gewaltdarstellungen in Videospielen um Imaginationen handelt kann so jemand keine Freude daran haben – eine Freude an Gewaltdarstellungen sollte deshalb noch zwingend andere Gründe aufweisen.
Außer so ein Autor hält das Videospiel-Publikum für komplett bekloppt (Weiterleitung an ein negatives Menschenbild), oder weiß eben selbst nicht was Sadismus bedeutet: solche Behauptungen sind jedoch leider üblich, siehe – analog zu „Sadismus“ bei Gewaltdarstellungen – auch den Vorwurf des „Voyeurismus“ bei sexuellen Inhalten. Aus voyeuristischer Sicht ist erlaubter, bewusster und selbstbestimmter sexueller Ausdruck genauso völlig uninteressant, sondern immer nur das Verbotene von Interesse – letztlich also ein Übergriff. Höchstens traditionelle, komplexe Strukturen wie patriarchale Verfügungsgewalt können da sonst noch eine Rolle spielen (zum Beispiel in der Prostitution).
Aus kulturhistorischer Sicht sind diese gewöhnlich moralisierenden Behauptungen völlig falsch. Sie verkennen auch jeden libertinen Charakter und neigen dazu diesen zu verharmlosen, der früher mit Ständen und Klassismen zu tun hatte (abgesehen von Geschlechterrollen und anderen Identitäten aus dem Kolonialismus und der Sklaverei), wenn Bilder abgelehnt oder negativ als Gefahr imaginiert werden. Die Bilder sind jedoch nicht das Problem, sondern die Realität davor oder dahinter.
Sadismus wird sich bei Videospielen vielmehr im Multiplayer äußern, auch Gewaltfantasien werden dort tatsächlich eine Rolle spielen (wenn etwa bei Gewalthandlungen wie Quälen oder Erniedrigungen in Form von in der Spielmechanik durchaus auch vorgesehenen Taunts sich hinter dem Avatar eine reale Person vorgestellt wird) – bis hin zu wiederholten Belästigungen. Das kann dann aber auch bei „FIFA“ sein, wenn jemand andere mit ständigen Pausen gängelt, und ist dann schon eher unabhängig vom dargestellten Inhalt.‘

Aufklärerisch motivierte Replik vom 20. Dezember: ‚Das nichts gefunden wurde liegt vielleicht daran, dass ich mit „Definition“ keine medizinische oder psychologische Bestimmung meinte, sondern eine literaturhistorische. Natur- und Sozialwissenschaften übernehmen den Begriff dann ja auch eher unsachgemäß, neben etwa dem Journalismus oder der Politik – das wäre auch eigentlich mein Vorwurf gewesen: soviel zu „die Wissenschaft“.
Genauso wie „Masochismus“ auf einen österreichischen Schriftsteller verweist, geht „Sadismus“ auf einen französischen zurück. Deshalb wird sich, um „Sadismus“ zu verstehen, mit Leben und Werk dieses einen Autors beschäftigt werden müssen – spitzfindig würde ich das nicht nennen, eher ordentlich um Fakten-bezogen gegen moralisierenden Populismus und hier Medienressentiments überhaupt auftreten zu können. Vernunftbegabt.
Und für „Schadenfreude“ ist die Feststellung von „Schaden“ sehr wohl eine sprachliche Voraussetzung, deshalb reicht „Schadenfreude“ mittlerweile auch weit über das Deutsche hinaus – für „Sadismus“ ist Freude am Leid linguistisch aber nicht notwendig. Das ist richtig, doch wird jemand der De Sade liest in letzter Konsequenz schnell feststellen, dass es im libertinen Weltbild letztlich genau darum ging – sich deshalb zu „entladen“ (womit eine männliche Ejakulation gemeint war): was aus dieser Interpretation gemacht wird ist aber offen zu lassen. Ein konstruktivistisches Weltbild ändert daran nichts: ich wüsste zudem keineswegs was ein nicht-konstruktivistisches Weltbild daran auszusetzen hätte. Da trifft sich eine analytische Herangehensweise aus meiner Sicht eher, sogar gegensätzliche Perspektiven: „Relativismus“ und „Konstruktivismus“ ändern als triviale Schmähungen nichts an den Beziehungen in, oder der Erzeugung von Welt.
Und Literatur bleibt in jedem Fall Literatur. Wobei sich bei den angeblich sadistischen Games etwa schon die Frage aufdrängt, wie sexuell die darin gezeigten oder (in einem behaviouristischen Sinn ausführbaren) Gewaltdarstellungen, die Konstitution „gewalttätiger“ Videospiele, überhaupt (nicht) sind. Was stimmt ist, dass sich damit niemand zufrieden geben braucht: das heißt ob nach der Lektüre von „Venus im Pelz“ jemand jedoch klüger ist was „Masochismus“ anbelangt, wage ich da schon zu bezweifeln, eher (noch mehr) gelangweilt.

Nachtrag: es ist ganz ähnlich wie bei „Vandalismus“ sogar im Recht. Was als „Vandalismus“ gilt und was nicht, wird der dortigen Geschichte und Tradition (früherer Rechtsprechung) geschuldet sein – trotzdem bleibt, zumindest für mich, interessant was die historischen „Vandalen“ eigentlich angestellt haben.‘

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Wann wird „Dead Rising 4“ indiziert?

Nachlese. Repliken und Kommentare: ‚(…)
Dann gäbe es von der Industrie praktisch keine regelmässig produzierten Spiele mehr die von Indizierung bedroht wären, und müsste auch die gesamte Franchise (anders als bei Gears of War) revidiert werden. Nein. Das halte ich weiterhin für ausgeschlossen.
Wahrscheinlicher ist vielmehr, dass einfach kein Antrag gestellt wurde und die mangelhafte Verbreitung einer Boxed-Version gegen eine Eilindizierung sprach, denn von Xbox LIVE oder dem Windows 10-Store ist es in Deutschland sowieso ausgeschlossen.
Existiert überhaupt eine verpackte PC-Version? Laut OGDB und Amazon.com ja nicht. Ich nehme deshalb an die kommt erst mit Steam-DRM, analog zu „Quantum Break“.

(…)
Das muss nicht immer so sein. Kommt darauf an wie engagiert/interessiert der Publisher/Distributor ist. „Criminal Girls 2“ und das Videospiel zu „Valkyrie Drive“ sind afaik bislang auch nicht indiziert worden, trotzdem gab es keine Neuprüfungen – war bei den beiden „Onechanbara“-Teilen 2009 bereits ähnlich: eine USK-Prüfung ist immer noch auch ein kommerzielles Hindernis, das heißt eine Frage von Kosten/Nutzen – dann die PR, usw. usf.

Ergänzung: ‚Ich nehme deshalb an die kommt erst mit Steam-DRM, analog zu „Quantum Break“.‘ Schrieb das deshalb, da wohl auch die BPjM den PC-Markt in Deutschland, was die Verbreitung anbelangt, für einflussreicher hält als jenen für die Xbox One. Die enormen Marktanteile zugunsten von Sony dort hat Microsoft nämlich bislang nicht aufholen können – vielleicht stellen sie also erst dann einen Eilantrag ^^
Wobei einzelne Jugendämter oder Privatpersonen mir allgemein wesentlich weniger Indizierungsanträge zu stellen scheinen als früher noch der Fall. Der negative Eindruck den auch viele JugendschüterInnen vom offenen Internet haben dürfte dem Rechtsmittel für physikalische Medienprodukte nicht zuträglich gewesen sein, während der digitale Markt/Handel ohnehin – also trotz EU-Mitgliedschaft von Deutschland – streng reguliert ist.‘

18. Dezember: ‚(…)
Die DRM-Lösungen sind zwar unterschiedlich, aber das Prinzip „Geo-Lock“ hat dort keinen Platz. Und wird diesen auch in Zukunft nicht haben.
(…) Es ist bei Sony (PS3 und PS4) prinzipiell sogar möglich mehrere Konten gleichzeitig zu betreiben – bis auf die beiden tragbaren Geräteplattformen (PSP und Vita). IP-Sperren werden erfahrungsgemäß schon seit dem letzten Jahrzehnt nur auf Video gelegt, keinem Games-Content.
Microsoft bietet seit 2013 sogar einen uniformierten Store an. Zusammen mit der x86- und Windows-Konformität (siehe Windows 10 auf Xbox One) haben die Konsolen leider nur viele Unarten vom PC übernommen – wie Installationen.
Hinzu kommt, dass in dieser Generation verstärkt auch kleinere Titel auf Discs erscheinen und diese prinzipiell weiterhin alle ohne Internetanbindung verwendbar sein müssen…

So existieren meinem Eindruck nach momentan sogar mehr Indie-Titel komplett auf Discs für Konsolen, als es sie für Windows, Mac und Co. mit dem PC-DRM gibt (und mögllicherweise leeren, oder für Mac-User wie mich sogar noch vor der Installation nutzlosen Datenträgern).
Da gab es, trotz dem digitalen Handel, gewissermaßen also sogar einen Backlash – einfach weil das Publikum es fordert. Nach dem PR-Desaster für Microsoft im Sommer 2013, das damals ein PC-ähnliches DRM auf Konsolen einführen wollte, sind Sorgen unbegründet – von fünf Jahren kann da keine Rede sein. Im Gegenteil glaube ich wird sogar der PC in Hinkunft etwas besser ohne (zusätzliches) DRM beliefert werden.

Das Problem auf Konsolen ist eher Guthaben für die jeweiligen Geschäfte zu bekommen, also als Ausländer an die Währung zu gelangen. Und das ist auch keineswegs „illegal“, nur weil es etwa AGBs widerspricht – oft nicht einmal das explizit -, schon gar nicht wenn an den PC und den grauen Markt dort gedacht wird. (…)‘

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Amerika entscheidet sich wirklich erst am 19. Dezember

Change.org

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