Zersplitterte Welt (der „verrohten“ Gesindel)

Neuer Kommentar im VDVC-Forum: ‚Darstellungen von fiktionalem Glücksspiel in Videospielen sind jetzt schon länger durch die Bank erfahrungsgemäß, egal ob „großes“ oder kleines Glücksspiel, frei ab 12. Auch Wetten dürften davon nicht diskriminiert werden.
Die USK war hier früher „liberaler“, die PEGI strenger – dann alles harmonisiert.

Für Glücksspiel-Mechaniken im Bereich der Monetarisierung sehe ich in Deutschland momentan immer noch gar keine Handhabe. Wenn dann müsste es wohl eine Ausweitung des Glücksspiel-Begriffes geben, und damit eine eigene Gesetzgebung – so wie in Euerm Nachbarland Belgien https://www.bbc.com/news/newsbeat-49674333
Weshalb daraus bei 2K jetzt aber so eine große Sache gemacht wird verstehe ich auch nicht wirklich. Bereits Anfang Oktober 2012 kritisierte ich den Verkauf von gold- oder silberfarbenen Schmuck nach dem jeweiligen Gold- oder Silberpreis usw. in deren Basketball. Das halte ich tendenziell immer noch für wesentlich verwerflicher, also den Wert eines virtuellen Produktes nach seiner Farbe zu bemessen (im Sinne von Angebot und Nachfrage) – für mich eigentlich weiterhin unvorstellbar. Vielleicht tritt da kein Suchteffekt ein, aber das fragwürdige Produkt bleibt trotzdem bestehen und kostet sogar noch wesentlich mehr Geld.
Das gibt es mit der Farbe rot zwar auch im Zusammenhang mit der Aidshilfe (etwa bei Apple), hat dort aber einen Charity-Hintergrund.

Ähnliches war beim Eishockey-Sport Anfang des Jahrzehnts zu beobachten: Eishockey wurde in Deutschland früher für jugendfrei erklärt. Die PEGI sah bis 2011 auch hier ein „ab 16“. Zunächst war das unklar, aber mittlerweile ist auch dort alles gleich harmonisiert (ab 12), wobei eine damals neu eingeführte Prügelmechanik von EA wohl nur der Anlass gewesen ist. Und anhand eines dort vorhandenen Titels ist das auch eindeutig zu belegen, wenn man sich da durchblättert: https://pegi.info/search-pegi?q=nhl

(…)

Nein, ich denke schon dass die Einschätzung richtig ist – vor allem eine Distanz zum Medium, so wie früher der Fall, ist heute nicht mehr feststellbar. Wobei Ressentiments ja eindeutig auch Games-affine AutorInnen haben können.
Das hat im Diskurs aber ganz bestimmte politische Gründe: wer eine Mitschuld von Games (über)betont, läuft in der aktuellen Diskussion Gefahr einer Trump-Argumentationsstruktur zu folgen, wenn schon nicht Schusswaffen das Wort zu reden. Die Moral ist dort einfach nicht mehr zu Hause, der Vorwurf deshalb in der Defensive.
Und fallen, wie in dem Fall offenbar, legal erworbene Waffen weg, funktionieren Maßnahmen gegen das „Darknet“ auch nicht: die Öffentlichkeit weiß zwar kaum was das ist, aber dafür hat es mit den „Algorithmen“ von Google & Co. schon länger ein neues Feindbild. Würden Teile der Politik also sagen nur mehr das von Suchmaschinen erfasste Netz nicht sperren lassen zu wollen (was auch immer das konkret helfen könnte), aber halt als populistische Maßnahme wäre das eben opportun, dann würde diese „Sicherheit“ auch wieder nur mit Hilfe von Konzernen wie Google oder Microsoft „erkauft“ werden können, deren Macht stärken. Und das würde die Öffentlichkeit schließlich auch wieder verstehen, das heißt deshalb in der Politik genau niemand wollen (geschweige denn dass es rechtlich, technisch und logistisch, also von der Infrastruktur her, nicht durchführbar wäre).
Wesentlicher ist da schon die Sozialisierung des Täters, ob etwa Verbindungen zu Gruppen mit extremistischen Tendenzen die daneben in der Öffentlichkeit stehen, existieren (wie etwa der „AfD“, Pegida oder den „Identitären“). Zunächst las ich etwa nur, der Täter sei „Neonazi“ gewesen – Beleg für eine dementsprechende Organisation fand ich keine. Jetzt sieht es ganz so aus als ob der Täter mit dem typischen „Verlierer“kreis und dessen was in der Öffentlichkeit gemeinhin mit „GamerGate“ identifiziert wird assoziiert werden könnte, wobei die Argumentation – gerade im Journalismus – ja nicht jene ist, dass das wirklich „Gamer“ (mehr) seien, sondern eine (nur mehr) rückständige Gruppe und sich das Publikum des Mediums über deren Sexismen und Rassismen hinaus längst verbreitert hätte. Also weder Games noch „Gamer“ dürfte das so längerfristig schaden, nur: eine Gesellschaft sollte wirklich wissen was es aus ihr macht, wenn in ihr ständig dann jene welche tatsächlich „verloren“ haben zu ihren Sündenböcken erklärt werden, also all jene die vielleicht ebenfalls noch „jung“, aber dafür keineswegs „stark, schön und erfolgreich“ sind, wirklich Hilfe in ihren Leben benötigen würden etc. Abgesehen einer vorgeblich „anständigen“, in Wahrheit vielleicht aber doch eher wirklich randständigen Definition von „Hass“, Liebe und Meinungsfreiheit.‘

Zusätzlich problematisiert wurde in der Vergangenheit etwa auch Werbung für Glücksspiel(-Unternehmen), etwa 2010 bei „FIFA 11“. Nachlese zu „NBA 2K13“ 2012

Nachtrag 13. Oktober (vdvc.de). Replik: ‚(…)

Na ja, einen Headline-Diskurs wie er in den letzten Stunden zu beobachten war – nachdem ich kurz Google Search für „Innenminister Videospiele“ bemüht hatte – hätte es noch vor zehn Jahren so sicher nicht einmal gegeben. 1. ZEIT: https://www.zeit.de/politik/deutschland/2019-10/terroranschlag-halle-seehofer-games-killerspiele „Die Kritik kommt schnell, laut und von allen Seiten.“ 2. Handelsblatt: https://www.handelsblatt.com/technik/it-internet/computerspielbranche-gamer-szene-widerspricht-seehofers-kritik-nach-attentat-in-halle/25111962.html 3. ZDF: https://www.zdf.de/nachrichten/heute/debatte-ueber–gamerszene–aufregung-ueber-minister-seehofer-100.html

Das Narrativ bemüht schließlich auch das aktuelle Weiße Haus und es kann ethisch einfach nicht mehr reüssieren, wenn sich gleichzeitig seit Jahr und Tag – bis hin zur Bundeszentrale für politische Bildung – doch bemüht wird zwischen „guten“ und bösen Videospielern zu „differenzieren“. Eine Gesamtsituation verbessert hat das zwar nicht unbedingt – eher im Gegenteil wenn einzelnen Gruppen denen ihrerseits „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ vorgeworfen wird stets in aus meiner Sicht absolut menschenverachtender Weise begegnet wird -, aber Pauschalurteile, auch gegen Shooter, können das nicht mehr bieten. Das funktioniert nicht mehr (wird auch Seehofer einsehen).

Sorgen würde ich mir eher um neue Vorhaben zu Netzsperren machen (Zensursula reloaded quasi) – oder was soll der „Kampf“ bedeuten, welcher hier gegen unter anderem etwa ein Forum (?) angeregt wird, wo auch immer ausgetragen werden soll? https://www.tagesspiegel.de/politik/tatverdaechtiger-aus-halle-menschen-toeten-und-sich-selbst-leidtun/25104378.html Nicht kontrollierbare Strukturen, gewissermaßen „sozialethisch desorientierende“ Orte der Kommunikation quasi „austrocknen“ zu wollen, stillzulegen, was auch immer -‚

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Twitch (Amazon) Prime erstmals mit Epic-Key für ein eigenes Spieleangebot

Für die Vollversion von „The Walking Dead – Michonne“ ist dieses Monat zum ersten Mal nicht der hauseigene Twitch-Client zu bemühen, sondern jener des Epic Games Store (EGS). Ob der EGS-Key eine Ausnahme bleiben wird und etwa mit der Insolvenz von Telltale vor nunmehr anderthalb Jahren zusammenhängt, oder Twitch die eigene Bereitstellung von Spielen nicht mehr als zielführend erachtet, wird sich zeigen.

Sinn macht das Vorgehen in Anbetracht der jüngsten Entwicklungen auf jeden Fall.

Auch wiederholt sich das Twitch-Angebot nunmehr: „Serial Cleaner“ war bereits bei der Amazon-Spieleflut zum Prime-Day im Juli letzten Jahres dabei. Ähnliches gab es schon letztes Jahr an Weihnachten bei Microsoft, der Xbox 360 und „Lara Croft and the Guardian of Light“ zu beobachten: Nachlese – wobei die von der Videospielpresse medial nicht aufgenommene Vorgangsweise der Konzerne diesbezüglich auf die Vermutung eines kürzeren Gedächtnisses im Publikum des Social Media-Zeitalters hindeuten dürfte.

Der Twitch Prime-Service ist ein (verstecktes) Zusatzangebot von Amazon Prime (unbezahlte Werbung).

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Aphorismus der Woche #9

‚Der Tag an dem ich jemanden aus dem Videospieljournalismus sagen höre, dass ein Titel zu Unrecht „Lorbeeren eingeheimst“ hätte, werde ich garantiert rot in einem meiner Kalender anstreichen.‘

Ich wäre ja bereits froh, würden nicht ständig dieselben Werturteile dahingehend geäußert werden was jeweils „gut“ oder „schlecht“ (gewesen) wäre, nicht andauernd die gleichen öffentlichen oder veröffentlichten Meinungen und Wahrnehmungen verbreitet werden. Selbst bei vormals unpolitischen Publikationen wie aus dem Computec-Verlag, der „PC Games“.

Echt frustrierend andauernd komplett anderer „Meinung“ zu sein – noch bei den kleinsten Details nicht bereit zu sein jene „Werte“ zu vertreten die dort kommuniziert werden wollen, oder deren nunmehrige Verachtung für dieses und jenes zu teilen.

Mittlerweile ist es fast schon so, vor allem bezogen auf das Videospieljahr 2018 – das ich allgemein für katastrophal halte -, dass ich die „Schwarzen Schafe“ mein „Best of“ nennen könnte und Worst-of-Listen zu meinen Empfehlungen erklären müsste. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Kann ich wirklich immer so „falsch“ liegen? Ich denke nicht.

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Zur „Suche nach dem Bösen“

Kommentar im VDVC-Forum: ‚Manch ältere werden sich vielleicht noch daran erinnern wie RTL (1) dereinst über eine Videospielmesse in Deutschland berichtete – Stichwort Geruchsbelästigung. Insofern ist der Artikel einerseits schon erhellend, andererseits das offensichtlich zur Schau gestellte, mangelhafte Kulturverständnis doch wieder ziemlich erschreckend: da ist er nämlich einmal mehr, der alte Vorwurf der Spekulation mit niederen Instinkten, jene vorgebliche Kapitalismuskritik welche bei der Wahrnehmung von visuellen Medien bereits spätestens seit den Adenauer-Fifties zu beobachten ist. Und sehr verwunderlich, oder auch nicht: wieso wird da die ARD-Sportschau (Fortnite) angegriffen, was zum Sport- und Gewaltbegriff dort gesagt, aber nichts zur Tätigkeit des Autors beim ZDF (seit 2007) verlautbart. Ein Schelm…
Und ein Troma, ein Lloyd Kaufman, wären demnach analog – und ja, ich bestehe weiterhin auf diese Analogien – auch Firmen und Leute welche dem Ansehen des Mediums Film (oder zumindest Video als Ausdrucksform) massiv geschadet hätten, wenn er die Produktion von „Harvester“ mehrmals nennt, zumindest eines der ersten „Mortal Kombat“ und „Manhunt“ genau damit meint. Mich als Textarbeiter beschäftigt ja komplett gegenteilig vielmehr die Frage weshalb sich große Firmen von heute bei ihren Millionenbudgets und zunehmend schwieriger gewordenen, sowie immer langwieriger und mit Myriaden an Zulieferungen stets umständlicher werdenden Entwicklungsprozessen bei Videospielen als Service oft nicht einmal mehr in der Lage sehen Inhalte fertig zu stellen, welche auch nur etwas „angriffig“ erscheinen – sondern über Marketing-Maßnahmen wie Trailer lange vor Veröffentlichung zurückgepfiffen, „Street Fighter V“ fällt mir diesbezüglich spontan ein, wenn sich irgendjemand demonstrativ auf den Schlips getreten fühlt (im Sinne gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit). Andere sich selbst nach Veröffentlichung noch bemüßigt fühlen „Publikumswünschen“ gerecht zu werden („Mass Effect 3“, Nolan North statt Peter Dinklage in „Destiny“ und bald sogar absurd unpassende NPCs in „Fallout 76“). Oder weshalb seit „Destiny“ 2014 der Trend zu beobachten ist, dass amerikanische „Gewaltspiele“ für den nordamerikanischen Markt sowieso gleich auf ein Teen-Rating „spekulieren“ (etwa „Overwatch“, „Anthem“ und wieder „Fortnite“). Schließlich, mein absolutes persönliches Lieblingsthema, weshalb es eine Firma wie Nintendo mit „Splatoon“ geschafft hat Shooter-Mechaniken medial zu transportieren die überhaupt gleich keineswegs als „Gewalt“ gelten. Also: was tut diese Branche da bloß alles um öffentlichen Negativwahrnehmungen zuvorzukommen, oder um diese nachträglich zu „berichtigen“ – und mit welchen „Auswirkungen“, Folgen für die Integrität und die Glaubwürdigkeit des Mediums jenseits von auf der (politischen) Betroffenheitsklaviatur spielenden „Indies“, Serious- und Not-Games.‘

Fremder Text. P. S. in eigener Sache: da ich nach Facebook nun auch von Twitter blockiert werde, wird eine weitere öffentliche Verteilung meiner Beiträge zukünftig vermutlich gar nicht mehr gelingen. Glücklich also wer den Weg trotzdem hierher gefunden hat.

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Null „Verständnis“.

Kommentar: ‚Wenn ich der Meinung wäre, dass ich erst etwas „verstehen“ bräuchte, „Bilder sortieren“ können, bevor ich mich darauf oder darüber freue, würde ich umgehend jegliches Interesse an dieser Materie verlieren. Der Artikel fasst deshalb unfreiwillig ganz gut zusammen was mich an dieser Wahrnehmung von Videospielen so sehr stört – zusammen mit den sozialen Dynamiken welche mit ihr einhergehen.‘

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Genugtuungen

Repliken: ‚Wenn jemand

Stunden nachdem ein Vorwurf publik wurde aber schon die Arbeit einstellt, w.o.-gibt wie wir im Tennis sagen, hat das jedoch weniger mit dem Vorwurf selbst, oder der „Wahrheit“ zu tun, als vielmehr mit den sozialen Abhängigkeiten in welche sich diese Gesellschaft so begeben hat. Einem Panoptikum, praktisch einer Anstalt öffentlicher Genugtuung – mit bestimmten Körpern auf jeweils beiden Seiten, gleichen Interessen und „moralischen Kompassen“.
Alle drei Faktoren halte ich dabei für ähnlich verabscheuungswürdig und zutiefst menschenverachtend, alle drei konstruieren eine jeweils fremde Menschengruppe (Geschlechtsgenossen zum Fremdschämen usw.), meinen gleichzeitig über „alle“ oder eine „Mitte“ sprechen zu können, obwohl es nur ein Milieu ist –

(…)

Woher wollen Sie bitte wissen was wie oft „passiert“. Worauf beruht bloß wieder diese „Meinung“, auf Basis welcher absurd-lächerlichen „Daten“. Der ganzen Welt als Labor? In

diesem steten Tonfall vorgeblicher Rationalität, Abgeklärtheit und „Reflektion“.
Woher stammt diese Selbstüberschätzung, stammen diese Kenntnisse?
Und bestimmen nicht nur welches Verhalten, welche Interessen, Bedürfnisse von „Männern“ legitim wären, sondern in dieser bipolaren Geschlechterwelt mit ihrem dermaßen konstruierten Kampf – gerade auch jene von „Frauen“
Eine moralische Gewalt die auch immer beide Seiten betrifft: jene die, wie Sie es beschreiben, nicht wüssten was „normal“ wäre, genauso wie jene die Opfer von Übergriffen werden. Und wer profitiert letzten Endes von den Clicks und Comments bei sämtlichen Artikeln über Gewalt und (sexuellen) Identitäten? Da Aufklärung darum wüsste und sie nicht bekämpft praktisch nur finstere Zeiten‘

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Zur Games-Subventionierung

Wieder im VDVC-Forum. Replik: ‚Ich denke die Kritik der Autorin geht an dieser Realität von Videospielen in Deutschland ohnedies komplett vorbei – was gerade auf der diesjährigen Gamescom (wieder) deutlich wurde: Yager sollte in Berlin ja irgendwann mal „Dead Island 2“ umsetzen – was aber jedenfalls irgendwie nicht funktioniert hat – setzt dafür offenbar lieber ihr eigenes (F2P?-)Ding durch. Wobei die kommerziellen (AAA-)Produktionen, welche da im Auge sind, im Land aus meiner Sicht überhaupt nicht entwickelt werden – in dieser Generation insgesamt auf der Welt aufgrund einer wohl unerwarteten Kostenexplosion schon überschaubar wurden (ein Trend der weiterhin anhalten dürfte). Und Videospiele als Service, wie sie anscheinend halt auch Yager erneut plant, halte ich ohnehin für keine Kandidaten dafür… Hinzu kommt im EU-Raum hoffentlich immer noch die europäische Ebene. Siehe CD Projekt (Red): „Blood & Wine“ wurde zwischen 2014 und 2017 dort etwa mit 150.000 Euro subventioniert https://ec.europa.eu/programmes/creative-europe/projects/ce-project-details/#project/565503-CREA-1-2015-1-PL-MED-DEVVG „Cyberpunk 2077“ taucht in der Datenbank (noch) nicht auf. Darüber kann schon mal nachgedacht werden meine ich, zumal sich große Spiele mit diesen Summen sowieso nicht finanzieren lassen. Ob andere, wie Quantic Dream in Paris unter der Ägide von Sony, oder Blue Byte nach der Übernahme durch Ubisoft, auch öffentliche Gelder kassiert haben, kann ich ebenfalls nicht sagen.
Die Frage bleibt was sich bezahlt lassen werden soll: das „Produkt“, oder der Standort? Und wenn Konzerne wie Sony vor ein paar Jahren „Shenmue 3“ bewerben, aber nicht bereit sind zu bezahlen – das lieber die „Crowd“ machen lassen – ergeben sich bei der Finanzierung von Videospielen noch ganz andere Probleme. Von einem „Star Citizen“ zu reden fange ich da gar nicht erst an.
Ich denke es sollten in erster Linie Inhalte gefördert werden, bei denen ein öffentliches Interesse besteht – und halte es bei diesem Sendungsbewusstsein da (ausnahmsweise) mit Gerd Bacher: unterscheide diesbezüglich strikt zwischen „public broadcasting“, und „commercial broadcasting“.

Nachtrag: nur um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen – bei „Trüberbrook“ bestand dieses öffentliche Interesse in jedem Fall, da das Spiel ein Deutschland abbildet wie es so noch in keinem anderen Videospiel davor zu sehen war. Ähnliches gilt für den Filmbereich: den Schulfilm, der kaum mehr als eine Aktualisierung der „Lümmel von der ersten Bank“ darstellt, hätte ich auch nicht gefördert. Genau das meinte ich mit meiner Kritik an den EU-Förderungen.Nachlese

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