„Aufreger“

Kommentar: ‚Das Problem ist immer wieder eher was hier ständig unter „Sex“ oder „echter Erotik“ überhaupt so verstanden wird, nämlich funktionierende Körper in einem Gleichklang befindlich – alles andere politisch unerwünscht ist, ausgegrenzt wird, als einseitig

oder gleich Übergriff gilt. Zum Subjekt-Objekt-Verhältnis scheinbar gar kein Nachdenken einsetzen mag (!).
Die Geschlechtlichkeit des Menschen ist jedenfalls so vielfältig, dass sie eigentlich gar nicht auf bestimmte Handlungen oder Darstellungen beschränkt werden könnte – die dann wieder mit Zynismen und Lächerlich-Machen bedacht/überfrachtet werden könnten (!), oder ethisch einwandfrei als „problematisch“ problematisiert werden.
Und wenn dann jemand wie Herr Nolan „Krieg“ selbst jenen erfolgreich als „Spannung“ verkaufen kann, die sich sonst für gewöhnlich über jede noch so kleine Gewaltdarstellung als Bejahung empören, dann hat diese Gesellschaft ein Problem im Zusammenleben – mit Empathie, Aufklärung, menschlichen Grundbedürfnissen usw.‘

Veröffentlicht unter "Kritik", Allgemein, Alltäglichkeiten, Almrausch-Urteile, Almrauschen, Alternative Lebensweisen, Amerika, Arbeitswelt und Realismen, Ästhetische Belange, Österreich, BärInnendienste, Biologismus, Chauvis, Denkanstöße, Der Mayer ging zur Presse..., Deutschland, Die Welt wird auf der Erde verteidigt, Freiheiten, Kapitalistische Verschärfungen, Post vom Mayer, Retrospektiven, Wirtschaft und Kulturelles, Wort zum Alltag | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Ich sehe nichts als Zahlenspiele…

Kommentar: ‚Vielleicht geben ja auch Berufswünsche einen Anhalt: aus der Soziologie höre ich jedenfalls, dass nur in meiner Generation (30+) ein besonderes Interesse an Medien bestanden hätte. Jüngere seien vielmehr an physisch-real produktiver Arbeit interessiert und oft naturverbunden.
Das Aufkommen der sozialen Medien hätte demnach auch einen negativen Effekt gehabt und ebenfalls Medienverdrossenheit hervorgerufen.

In den 70-90er Jahren waren Videospiele eine Novität – heute dürften sie eher beiläufig wahrgenommen werden. Sie sind heutzutage überall zu finden – auf praktisch jedem „Smart“-Gerät (Telefon und TV): das Staunen darüber ist (trotz Entwicklungen wie in der VR) vielfach vorbei – sie gelten wohl eher als selbstverständlich, wobei sie gleichzeitig viel wahrscheinlicher als „nicht so wichtig“ und womöglich selbst gedankenloser Zeitvertreib gesehen werden. Videospiele dienen damit jedenfalls nicht (mehr) zur Identifikation, sind nicht mehr sehr empfindungsstiftend und führen gefühlt auch nicht mehr zu den Generationskonflikten der Nullerjahre in den Beziehungen zu Erwachsenen – mit höchst ungewissem Ausgang für zukünftige „Gamer“-Generationen, deshalb finde ich diese Statistiken auch so fragwürdig: sie fragen eher nicht danach wie das Spielen emotional beurteilt wird, sondern quantifizieren es nur (illusionieren mit ihrer angenommenen Verbreitung UND Verbreiterung des Publikums)… Und Zahlen sind halt doch wenig aussagekräftig.‘

Veröffentlicht unter Allgemein, Alltäglichkeiten, Almrauschen, Alternative Lebensweisen, Arbeitswelt und Realismen, Ästhetische Belange, BärInnendienste, Denkanstöße, Deutschland, Die Welt wird auf der Erde verteidigt, In eigener Sache, Kapitalistische Verschärfungen, Post vom Mayer, Retrospektiven, Wirtschaft und Kulturelles, Wort zum Alltag | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Zu Harald Lesch

Kommentar: ‚Kinderaugen, Schiller… Dazu vermutlich noch der übliche Naturalismus: das ist sowieso einer der fürchterlichsten (Gegen-)“Aufklärer“ die es in Deutschland überhaupt gibt – ist hier aber vermutlich nicht erwünscht zu sagen.‘

Veröffentlicht unter "Kritik", Allgemein, Almrausch-Urteile, Alternative Lebensweisen, Arbeitswelt und Realismen, Biologismus, Chauvis, Denkanstöße, Deutschland, Freiheiten, In eigener Sache, Post vom Mayer, Wirtschaft und Kulturelles | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Gamescom 2017 (und „House Party“)

Kommentar: ‚Positiv ist zumindest, dass die Kanzlerin demnächst die deutsche Messe eröffnen wird – was auch immer sie dort (nicht) zu verlautbaren gedenkt. Vertrauen in die Regierung besitze ich zwar ebenfalls keines, aber das brauche ich in Österreich nicht wirklich zu haben ^^ Mir wird schon erzählt, dass hierzulande über die Eröffnung berichtet wird und das hat das Gaming in jedem Fall aufgewertet, das heißt europaweit (!).
Zu Zeiten von Herrn Graff (an vorderster Front bei der SZ) hätte es da einen Riesenaufschrei gegeben – allein dass dieser ausbleiben dürfte ist schon ein Fortschritt, selbst wenn der restliche (jüngere) Journalismus nicht gerade erfreulich ist und kryptokonservativ für gewöhnlich die üblichen Ressentiments bedient (in seinem Marsch durch die Institutionen).

(…)

„Mir ist es jedenfalls recht, wenn vereinzelte Inhalte/Medien auf dem Index stehen oder gar verboten sind. Whatever? Bei Videospielen fällt mir jedenfalls kein kommerzielles Spiel ein, dass diesen Status zu Recht hat. Bei Filmen müsste ich auch sehr lange überlegen.“
Ist das nicht ein Widerspruch in sich 😉 Welche vereinzelten Inhalte/Medien wären das dann: mir wäre es jedenfalls lieber würde endlich die Intention überprüft werden – so ähnlich wie es im Buch- und Musiksektor auch läuft.

(…)

Ja, würde (stattdessen) der jeweilige Hintergrund einer Produktion beleuchtet werden wäre das auch aus meiner Sicht eine wesentliche Verbesserung: da spielt sich dann zwar vielleicht ein Handel als Sittenwacht auf (Stichwort Selbstzensur als Marketing-Tool), aber das was der (deutsche) Staat tut (in Sachen Indizierung und Verbot) wäre dann weitgehend trotzdem nur eine einschlägige Absicht… Das jedenfalls wäre mir lieber. Alles andere bleibt Ressentiment gegen visuelle Medien. Bildersturm.

Ein Land der „Dichter und Denker“ mag das Plakative zwar nicht mögen, doch braucht es nicht gleichzeitig selbst an einer plakativen Beurteilung festhalten und könnte auch dort in die Tiefe gehen – nicht stereotyp oberflächliche Darstellungen wie Anatomie aussortieren.

(…)
Oder welcher „kritische“ Aktivismus/Journalismus hat sich je um Spiele wie „IS Defense“ oder „Prison Architect“ gekümmert – um allein zwei Titel von hier zu nennen -, nur weil ihre potentiell problematischen Inhalte nicht so plakativ sind und etwas Recherche erfordern würden, sich zur Vermittlung von Werten *moralisch* nicht so gut fürs boulevardeske Clickbaiting eignen…
P.S.: vor Anomie sollte sich eigentlich kein Staat fürchten brauchen. Werte und Normen in den aus Individuen bestehenden Gesellschaften selbst entstehen (etwa durch Bildung), das heißt auch ohne dass diese vorher ausformuliert worden wären. Das wäre eigentlich auch ein Grund für den Unterschied zwischen Recht und Gerechtigkeit, ein Grund weshalb Justitia blind ist etc.‘

„House Party“, 19. August: ‚(…)

Von solchen Inhalten in „House Party“ zu lesen überrascht mich jetzt doch etwas. Wüsste gar nicht wie das dort gehen sollte…
Meinen Recherchen zufolge besteht der Titel eher aus einer Aneinanderreihung von Beleidigungen gegenüber dem (angenommen männlichen?) Spieler, aber dabei doch gänzlich OHNE in Richtung der Female Domination-Nische aus dem BDSM-Bereich zu gehen. Mich erinnerte das was ich gesehen habe eher an übliche US-Sitcoms aus dem Fernsehen: oberflächliche Figuren und häusliche Situationen – gepaart mit den politisch und sozial sonst ja eigentlich höchst erwünschten Bildern „starker Frauen“. Das hatte zwar im Ansatz auch Al Lowe (Leisure Suit Larry) damals zu bieten, zwar nicht die bürgerlichen Lebensumstände – Larry war irgendwie obdachlos -, hatte in den Achtziger/Neunzigern aber mehr Klasse gehabt – entfernte es deshalb von meiner Wunschliste.

P.S.: vor Jahren spielte ich glaub ich sogar mal einen Prototypen davon, falls das möglich sein kann – und schon bei diesem war der sexuelle Ausdruck denkbarst gering.‘

Frage 1/2: ‚Die letzten von Electronic Arts (EA) produzierten Titel ohne USK-Kennzeichen waren 2012 „Syndicate“ und Anfang 2013 ohne Anpassungen das letze „Army of TWO“-Spiel, „The Devil’s Cartel“ (internationale Version).
Das 2011 auch in einer eigenen USK-Fassung von EA herausgegebene „Bulletstorm“ wurde kürzlich von Gearbox Software in seiner internationalen Version auch in Deutschland neu publiziert und ist nicht mehr indiziert.
Zufall, Glücksfall, oder heißt das, dass EA nun keine Spiele mehr entwickeln oder veröffentlichen wird, die möglicherweise die deutschen Indizierungskriterien erfüllen – beziehungsweise orientiert sich EA jetzt schon im Entwicklungsprozess daran?
Und falls ja: ist dies als ethische Entscheidung zu betrachten, in Hinblick auf eine verbesserte Öffentlichkeitarbeit und die angenommene, verbreiterte Akzeptanz von digitalen Spielen in der Gesellschaft, oder könnte etwa eine erhöhte Rechtssicherheit in diesem empfindlichen Bereich des Jugendschutzes und Strafrechts in Deutschland (zum Beispiel durch Schaffung einer die Branche repräsentierenden, entlastenden JuristInnenkommission) auch eine Rückkehr zu potentiell jugendgefährdenden Inhalten bedeuten?‘

Frage 2/2: ‚War eine Änderung der Indizierungskriterien in Hinblick auf sexualisierte Gewalt/Darstellung von Minderjährigen ausschlaggebend dafür, dass „Senran Kagura – Peach Beach Splash“ gegenüber seinen Vorgängern bei der USK von den OLJB strenger bewertet wird, dem Titel am Ende des Jugendschutz-Kennzeichnungsprozesses eine Jugendfreigabe verweigert wurde (Jugendbeeinträchtigung festgestellt worden ist)?

Oder waren dafür eher spielimmanente, das heißt besondere Gründe verantwortlich, die unabhängig (von der BPjM) in den dafür zuständigen Gremien gesehen wurden?
Und wird es in Zukunft womöglich eine Politikänderung in Sachen Transparenz (bei der Entscheidungsfindung) geben können, sodass die Öffentlichkeit unter Umständen auch erfährt wer in solchen Fällen appelliert hat (und letztlich berücksichtigt wurde)?‘

Veröffentlicht unter "Kritik", Allgemein, Almrausch-Urteile, Alternative Lebensweisen, Amerika, Arbeitswelt und Realismen, Ästhetische Belange, BärInnendienste, Denkanstöße, Deutschland, Freiheiten, In eigener Sache, Kapitalistische Verschärfungen, Retrospektiven, Wirtschaft und Kulturelles | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Markt und Verdrängung, jugendfrei und „jugendverbieten“

Kommentar im VDVC-Forum: ‚(…)

Das USK-6 für einen Visual Novel-Genremix auf der PS4 fällt da etwa ein (thematisierte Censored Gaming ebenfalls in einem eigenen Video), wo eine (zensierte) Züchtigungsszene etc. – im krassen Unterschied zur PEGI – nicht berücksichtigt wurde. Schließlich bekam das erste „Idolmaster“ im Westen von der USK sogar eine „0“ spendiert (wurde mit „ohne Altersbeschränkung“ versehen).
Da irritierte es mich am meisten, warum ausgerechnet dort der Vorwurf der Posendarstellung nicht greifen sollte: die jüngste Figur dort ist im Original gerade einmal elf Jahre alt (!), jede einzelne wird im Menü extra inszeniert. Die Problematik um Glamour mit Kindern etc. wird ausgehend von Schönheitswettbewerben in den USA im Westen seit Jahren (in Literatur und Öffentlichkeit) diskutiert, es existiert sogar ein eigener englischsprachiger Wkipedia-Artikel darüber https://en.wikipedia.org/wiki/Sexualization_in_child_beauty_pageants So absurd der Vorwurf der Pädophilie bei den problematisierten Titeln ist, so fragwürdig sind diese positiven Entscheide in Sachen Kinderschutz/Vorbildwirkung wo die nunmehrige Regelung zur Posendarstellung scheinbar überhaupt keine Anwendung findet.

Der Marketing-Repräsentant deutet vielmehr an, dass bei „Peach Beach Splash“ zum Schluss lediglich ein Charakter (und nicht etwa die gesamte Figurendarstellung) problematisiert worden seien.
Vielmehr bleibt weiterhin unklar welche „strafbewährten“ Inhalte bei der Posendarstellung da überhaupt gemeint sein könnten (!). Und bislang kam es ja auch zu keiner Entsprechung (Indizierung, Feststellung tatsächlich strafrechtlicher Relevanz durch die Behörde etc.)
Wahrscheinlicher ist, dass die USK damit darauf reagiert (und unverhältnismäßig abwiegt) dass – was das Alter angeht – wesentlich mehr Titel mit (zumindest im Original) teilweise minderjährigen Figuren auf den hiesigen Markt drängen (nicht zuletzt wegen der zunehmenden Digitalisierung und partiellen Ausdünnung des physischen Retail).
Mich wundert eher wieso in diesen Zusammenhängen nicht über Gewalt gesprochen wird, aber etwa „Unsittlichkeit“: normalerweise gehören als Begriffspaar „Sexualisierung“ und „Gewalt“ zusammen – und das hat fast ausschließlich mit Vorstellungen erwünschter Gesundheit zu tun, um diese (Gewalt – Missbrauch, Ausbeutung oder Übergriffe) etwa von gesunder Sexualität zu unterscheiden. Tatsächlich wird da stattdessen aber „nur“ von „Unsittlichkeit“ gesprochen, wobei die im medialen Diskurs verwendeten Begriffe wie „Objektifizierung“ nicht zur Anwendung kommen weil sie ganz einfach keine rechtliche Grundlage haben.
Und „Unsittlichkeit“ weist in der heutigen Zeit, im krassen Unterschied zum Vorwurf der „Gewalt“, eine eigentlich äußerst schwache Bedeutung auf.

Die ideellen Vorbehalte im Hintergrund scheinen zwar klar zu sein, doch auch ich arbeite beruflich mittlerweile an der Erschließung von Medien (vor allem populärer Kultur): empirische Arbeit mit kulturellen Erzeugnissen kann nur das beurteilen was vorhanden ist und gegebenenfalls auf dieser Basis Bezüge herstellen (das unterscheidet sie nicht von technischer oder naturwissenschaftlicher Arbeit) – ich kann nicht mit zweierlei Maß messen, das Misstrauen nicht zu meinem Lehrmeister machen.
Möglicherweise liegt es ja an der USK-Arbeit selbst: dass dort Leuten wenn dann immer nur etwas selektiv Vorbereitetes vorgeführt wird, eine eigene Beschäftigung der EntscheidungsträgerInnen mit ihrem Gegenstand aber ausbleibt.‘ Nachlese

Veröffentlicht unter "Kritik", Allgemein, Alltäglichkeiten, Almrausch-Urteile, Almrauschen, Alternative Lebensweisen, Amerika, Arbeitswelt und Realismen, Ästhetische Belange, Österreich, BärInnendienste, Biologismus, Chauvis, Denkanstöße, Der Mayer ging zur Presse..., Deutschland, Die Welt wird auf der Erde verteidigt, Freiheiten, In eigener Sache, Kapitalistische Verschärfungen, Post vom Mayer, Retrospektiven, Wie die deutschsprachige Wikipedia arbeitet, Wirtschaft und Kulturelles, Wort zum Alltag | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Zum (nicht-)öffentlichen Sterben in der Videospiel-Branche

Neuer Kommentar samt Replik zur Manipulation: ‚“Details über Corey Gaspurs Tod gibt es nicht.“ Soviel zur industriellen Transparenz, hier wohl unter dem Deckmantel von Pietät und Persönlichkeitsrechten – man stelle sich vor in einer anderen Kultur/Kreativindustrie würde mit dem Tod ähnlich wichtiger Persönlichkeiten so umgegangen werden: mit Leuten wie Bernd Eichinger oder Douglas Adams früher.
Nur weil sie sich nicht als Personen des öffentlichen Lebens begreifen oder begriffen haben.
Diese Verhalten und diese Einstellungen sind annähernd gleichbedeutend als würde damit kommuniziert werden, dass sie sowieso austauschbar sind/waren und ihre in Teams gebildeten „Produkte“ halt keinen singulären oder individuellen Ausdruck darstellen.

Ausschließlich an Schönwetter-Tagen wieder selbstgefällig über Spiele als Kunst referieren, zugegeben: eigentlich eh nur wenn es um die sogenannten „Indies“ geht…

Aber bei manchen populären, wie Iwata damals, ihren Tod hernach noch für sentimentales Marketing missbrauchen – weil es die Öffentlichkeitsarbeit von Hollywood sonst in den „sozialen Medien“ (etwa bei Robin Williams) ja genau so vorgemacht hat. Abscheulich.

Eine solche Todesmeldung ist deshalb ähnlich zynisch wie wenn einfach bekanntgegeben werden würde, dass eine Führungspersönlichkeit in leitender Position ausgetauscht worden ist – genau so wie es bei BioWare, Naughty Dog und Co. in letzter Zeit ja auch oft der Fall war – und genau so muss es für denkende Menschen rüberkommen, die noch imstande sind emotionalisierte Hypokrisie zu reflektieren und personelle Turbulenzen zu erkennen (über die übliche „everything is fine with us, and deplorable are all the others“-Mentalität in den mehr oder weniger hermetisch geschlossenen, aber angeblich ja so weltoffenen Zirkeln auf Twitter und Co. hinwegzusehen).

„(…) bisher wurden häufig die Todesumstände von Größen in der Gaming-Branche bekannt gegeben (in der Regel schwere Krankheit)“ – kann mich nicht erinnern.
Eben auch bei Iwata wurde die Krebserkrankung mit allen Regeln der Kunst verschleiert – bis er sich immer rarer machte und plötzlich tot war.
Einzige Ausnahme: Apple. Auch dort wurde der Gesundheitszustand von Jobs jahrelang beschönigt, vermutlich um den Aktienkurs nicht zu belasten.‘

Veröffentlicht unter Almrausch-Urteile, Amerika, Arbeitswelt und Realismen, Ästhetische Belange, BärInnendienste, Denkanstöße, Der Mayer ging zur Presse..., Freiheiten, Kapitalistische Verschärfungen, Wirtschaft und Kulturelles | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Zu „Ronja Räubertochter“ (Film/Miniserie)

Kommentar: ‚Ernsthaft? Nackte Frauen als Vögel, oder wie hier zu lesen ist auch behaarte Penisse, sind das sicher nicht – schon gar nicht für zwei schutzlose „Kinderaugen“. Psychoanalytische Versatzstücke sind Kindern grundsätzlich keineswegs zumutbar, sondern fallen weit eher schon unter sexualisierte Gewalt. Es ist überaus fraglich ob sich die Kreativen hier überhaupt an Kinder richten – auf jeden Fall haben sie es damit dann deutlich übertrieben – und die FSK-Freigabe ist wieder mal ein schlechter Scherz.
Die Serie stammt eher aus einer Zeit wo sich der „mediale Erziehungsstil“ dem Machtgefälle zwischen Kindern und Erwachsenen nicht sehr bewusst gewesen ist und damit eher unverantwortlich umgegangen wurde. Mich hat die Fernsehserie (1986) in meiner Kindheit jedenfalls schon schwer verstört, wobei sich die frühere Filmauswertung (1984) davon inhaltlich und ästhetisch – falls überhaupt das – nur geringfügig unterscheiden dürfte.
Amazon.de tut sich und Kindern überhaupt keinen Gefallen, wenn hier selbst ein Vampirfilm wie „Tanz der Vampire“ von Roman Polanski als „Kinderfilm“ ausgewiesen wird: fehlt eigentlich nur „Aguirre, der Zorn Gottes“ mit Klaus Kinski im Kinderprogramm – ist schließlich auch FSK-12.‘

Veröffentlicht unter Allgemein, Arbeitswelt und Realismen, Ästhetische Belange, Österreich, BärInnendienste, Deutschland, Freiheiten, Kapitalistische Verschärfungen, Retrospektiven | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen