Zum heutigen (Re-)Release von „Resident Evil 3“ (1999-2000/2020)

Comment: ‚When the original „Resident Evil 3“ came out, I was in a time of transition: from a PC gamer to a console aficionado. Yet I remember back then, everyone was at least anticipating „Code Veronica“. Not particularly fond of playing „Resident Evil 3“.

Back in 1999, „Resident Evil 3“ was already an afterthought to the original PlayStation generation. And even 21 years later Capcom may very well be aware of that: as impressive the engine and the visuals are, the set design and the production values are overall quite low and repetitive. It’s in many ways a less complex extension of part 2, exaggerated by new „decision“ elements. Describing it being more „action“ than „horror“ doesn’t give it justice: at heart, „Resident Evil 3“ is no different than „Resident Evil 2“. It’s just more linear and straight-forward, and „less puzzles“ means it’s also not as detailed and fleshed-out.
In 2020, everyone should really know when buying „Resident Evil 3“, they’re also buying „Resistance“. Like it or not, but „Resistance“ is there for a reason.‘
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Leserbrief an die GameStar

„Alltag eines Spieletesters“: ‚Hallo GameStar!

Für „Kopfschütteln“ sorgt bei mir der Umgang mit konkreten Details im Artikel „Worüber ich mich bei Presse-Events ärgere“ (Peter Bathge, „GameStar 04/2020“ 91f.): keine Idee eigener moralischer Überlegenheit, kein Verweis auf ein persönliches Schamgefühl und kein „Dekadenz“-Vorwurf (91) helfen dabei, wenn der Name von Firmen und Konzernen, welche für die Vorstellung von Titeln etwa in Luxushotels einladen, erst nicht genannt werden.
Ob „das Review-Event einer populären Shooter-Serie“ (91), oder für „die MMO-Version einer weltweit bekannten Rollenspielserie“ (92). Wie bitte?
Was soll das alles gewesen sein? Eingangs (91), als es noch nicht um dieses Detail ging, wird Zenimax erwähnt: ist auch an dieser Stelle (92) Bethesda mit „Fallout 76“ gemeint?

Selbst als es darum ging eine PR-Veranstaltung eigentlich zu loben, findet sich folgende Bildunterschrift: „Unvergesslich: Bei der Ankündigung eines AAA-Spiels einen Tag vor Start der gamescom spielte an der Event-Location eine Band und es gab passend zum Spielszenario Whiskey und Zigarren für alle Anwesenden. Ach ja, das Spiel erschien letztlich mit haufenweise Bugs. Leider waren da schon alle nüchtern und es gab mittelmäßige Wertungen.“ (92) Zu sehen ist im Bild eine Jazzband. ??? Selbst der Riddler könnte sich ein solches Rätsel nicht schlimmer ausmalen!
Die einzige Ausnahme stellt „Battlefied 4“ (93) dar, vermutlich da die Darstellung des Events kein (abschließend positives oder negatives) Werturteil enthält. Was soll dafür der ganze Rest? Was denkt Ihr Euch dabei?

Einmal ist von einem „Spiel mit China-Szenario“ (??) die Rede (92), dann (93) wieder von einem „Action-Adventure mit großer Filmlizenz“ (?). Der ganze Text liest sich so als ginge es andauernd um indizierte Spiele, deren Nennung womöglich einer öffentlich unerlaubten Werbung gleichkäme.
Stattdessen will es sich der (freie?) Autor, die gesamte Redaktion und/oder gleich Euer Verlag Webedia nicht mit AnzeigenkundInnen verscherzen, keine „guten Beziehungen“ gefährden oder fürchtet um ganz andere „rechtliche“ Probleme in dieser Hinsicht – nämlich was den Ruf der betroffenen Unternehmen angeht. Schlimm genug wenn sogenannte „Influencer“, welche ihre Kontakte und PR-Vergünstigungen auch nicht transparent kommunizieren, davon „seit einigen Jahren“ (91) mit betroffen sind, aber Aufgabe der Presse wäre es im Gegenteil eigentlich die Öffentlichkeit über diese Vorgänge und Machenschaften zu informieren und nicht sich selbst, mit Hilfe des eigenen Gewissens und dem persönlichen moralischen Kompass darüber zu empören, die Zustände selbst aber nach allen Regeln der journalistischen Kunst aufgrund ökonomischer Zwänge zu verschleiern und die Basis wie Titel dermaßen öffentlich zugänglich gemacht werden sollen dementsprechend noch zu schützen.
Ja, einseitige Schuldzuweisungen sind meist völlig unnötig, allein diese Interpretation stimmt: wenn die deutsche PR, so der Tenor des Artikels, um so vieles besser wäre als die US-amerikanische, könnte schließlich auch die deutsche Branchenvertretung um eine Stellungnahme gebeten werden, könnten Verhältnisse darüber differenziert dargestellt werden usw. Doch nicht so.
„Es sind solche Events, die der Spielepresse in Teilen einen schlechten Ruf und den Vorwurf der Bestechlichkeit eingebracht haben.“ (92) Nein: es sind solche Artikel, welche nichts dazu beitragen Korruption zu verhindern, wenn durch den Verzicht auf Namensnennungen Manipulationsversuche erst gedeckt werden. Wer nur bereit ist sich selbst für besser als gewisse Zustände zu halten, aber nicht Klartext zu schreiben, sollte besser gleich schweigen!

Jürgen Mayer, aus Österreich‘

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Aus aktuellem Anlass…

… Leider! „No Russian“ in „Modern Warfare 2“.

Kommentar vom 12. November 2009. 21. Juni 2011.

26. März 2010 (GamePolitics gabs damals auch noch)

Aktueller Kommentar auf Steam (nicht öffentlich): „2009 Reloaded. Damals schrieb ich nach Zahlen (auch) noch in Großbuchstaben*.
Was habe ich mich damals monatelang, ach was: jahrelang (!) darüber aufgeregt. Und nein: die haben seitdem nichts dazugelernt. Nicht das geringste – scheint ein Alleinstellungsmerkmal bei denen zu sein, nur dass dafür keine Konkurrenz existiert: es handelt sich vielmehr um eine Eigenschaft (Haltung) welche die Wahrnehmung des gesamten Mediums weiterhin bestimmt: kein Bruch mit Genre-Konventionen wird verziehen, oder auch nur ansatzweise verstanden. Alles sei Spekulation (mit niederen Instinkten).
Nur bleibt so etwas heutzutage (deshalb) sowieso schon aus: mich würde bereits wundern, wenn das Original für diese Neuveröffentlichung unangetastet blieb. Entgegen dem Trend bei japanischen Spielen.“

7. November 2009, 19. Jänner 2011. Ach ja, mein kurzlebiges Pseudonym „Der Abartige“ gab es im März 2010 auch noch (daraus entwickelte sich dann irgendwann dieser Blog): ‚“Der Abartige“ sprach schon wieder‘ vom 28. März 2010.

Explizit zur deutschen Version: 7. November 2009.

„Wer erzeugt wo welche Kultur?“ vom 20. November 2009. Ein Text der mir noch sehr gut in Erinnerung geblieben ist.

Und die Schwesternzeitschrift GamePRO war und ist ja auch um nichts besser als die GameStar: 8. Juni 2011. Unvergessen blieb mir (leider!) ebenso der damalige zweite GameStar-Chefredakteur Michael Trier, (noch so) eine Art ehemaliger Volker Panzer der Videospielwelt.

Schließlich eine Replik vom 3. Mai 2011 auf Christian Schmidt, einem der notorischsten Autoren von damals, ging später zum ersten Games-„Gaming“ (Novomatic-Industriesprech, der Name einer Firma aus diesem Bereich lautet im phonetischen O-Ton „Austrian Gaming Industries GmbH“ und diese Branche beschäftigt etwa ebenfalls „Game Developer“) BigPoint und ist heute bei InnoGames, den Verantwortlichen für unter anderem das Machwerk „Forge of Empires“, im Ernst für unter anderem die Monetarisierung zuständig. Das habe ich mir nicht etwa ausgedacht weil heute 1. April wäre, sondern diesen eigentlich unsäglichen Herrn wies mir bereits vor ungefähr halb so langer Zeit LinkedIn als professionellen Marketing-Experten (und ehemaligen Journalisten!) aus, dieser Umstand wurde in der deutschen Videospielpresse soweit ich weiß aber auch zu keinem Zeitpunkt je „kritisch“ thematisiert – „alle kennen“ sich dort ja und kommentieren „persönliche Entscheidungen“ halt nicht. Da können Werturteile noch so eindeutig durch Fakten belegt werden können, und eben keine „üble Nachrede“ darstellen: die ansonsten gegen „Fake News“ so gerne vorgebrachten „Fakten“ zählen bei diesen Seilschaften dann alle einfach nicht. Von der Glaubwürdigkeit jeder gegenwärtigen „Kritik“ an Monetarisierungen und (Darstellungen von) Glücksspiel in Videospielen ganz zu schweigen.

Wer schon so über „Hochkultur“ redet… Als gelernter Österreicher kenne ich dazu ja ein passendes Sprichwort: „nach oben…, nach unten…“ – ist von seiner Herkunft und Identität her aber wohl ebenfalls kein(Österreich)er.

Noch mehr im Archiv hier und dort.

* Es gab einmal eine Zeit in meinem Leben, da bildete ich mir offenbar ein ich wäre der zweite Ernst Jandl:

Update 3. April: Link zu „Atari Casino“ eingefügt… Der neuesten Verschmelzung von Videospiel und Glücksspiel, Virtualität und realem Geld. Aus einer Mail von gestern: „Atari Casino is coming soon! Play online with cryptocurrency, including upcoming Atari Token.“

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Ungarn-Verharmlosung

Kommentar: ‚Die ungarische Justizministerin hat das gestern bei der Deutschen Welle komplett anders dargestellt. Danach gäbe es weiterhin Schranken und hätte auch die Nationalversammlung noch eine Funktion: nun kenne ich die ungarische Verfassung nicht genug um

das beurteilen zu können, sehe aber auch nicht wie sich diese oberflächliche „Ausschaltung des Parlaments“ von der scheinbar längst vergessenen Aufregung um das Mediengesetz in der Nachbetrachtung vorerst, das heißt in der Krise, unterscheiden wird: nur ungern erinnere ich daran dass der von mir eigentlich sehr geschätzte Vorgänger von Zensursula Viktor Orbán bereits vor fünf Jahren im Scherz (!) als Diktator „begrüßt“ hatte. Und Lendvai-Kommentare erklären Ungarn ebenfalls nicht
Während Orbán-Fans wie rechte (Online-)Zeitungen in Deutschland, etwa die Junge Freiheit, tagtäglich ganz ungeniert eine fremdenfeindliche Meldung nach der anderen schieben, so tun als sei weiterhin keineswegs das Virus, sondern die Migrationsbewegungen bedrohlich.‘

Replik: ‚Hätte zwar nicht gedacht, dass ich je einmal den Kurzi verteidigen würde, aber selbst wenn sich dieser als „nicht-links“ begreift glaube ich kaum, dass er so etwas gutheißen wird. Auch „im Stillen“ dem keineswegs applaudieren.

Diese Polemik ist einfach daneben und disqualifiziert sich von selbst.
Dabei hoffentlich bekannt, dass etwa antisemitische Soros-Karikaturen gerade auch gegen Kurz verwendet wurden. Und Fidesz weiter aus der EVP suspendiert ist – die Situation innerhalb der Fraktion zweifellos schwierig ist. Insofern die Zurückhaltung von Kurz sogar in doppelter Hinsicht mehr als verständlich sein kann.

Ich wüsste gerne viel mehr über die Situation in Ungarn, nur lerne ich hier davon offenbar ganz sicher nichts: warum Orbán seine Macht sichern will ist mir schon klar, wie die Redaktion verlinken lässt, aber nicht was dort eigentlich so vor sich geht. Ich denke dort im Gegenteil schon länger überhaupt nicht mehr durchzublicken – das ist nicht verharmlosend.‘

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Zu Daniela Ludwig und Marlene Mortler

Kommentar (auf Facebook, nicht öffentlich): „Ich glaube eher viele der betroffenen Menschen werden in sechs Monaten nicht mehr leben: durch verunreinigtes Besteck und die allgemein unsterile Situation auf der Straße. Der springende Punkt: die konservative Vorgängerin der aktuellen Drogenbeauftragten hat Schutzräume immer politisch bekämpft, jetzt „erledigt“ das sozusagen in absolut zynischer und menschenverachtender Weise Covid-19. Und das ist jedenfalls eine Seuche. Darüber hinaus betrifft diese (Not-)Lage auch (andere) Obdachlose und Hilfesuchende, eigentlich Schutzbefohlene.“ Bericht der WELT.

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Zu (den Unterschieden von) „Bright Memory“…

Comment: ‚It’s not made clear that this is a „demo“ in the first place… Absolutely ridiculous.
It says „early access owners“ and in „early access“ it certainly is no more. You have to dig deeper to find other sentences like „all Bright Memory owners“, and have to rely on that.
(…)
I’m a huge fan of GOG, but I even doubt it got the RTX patch for example. According to this silent thread https://www.gog.com/forum/bright_memory/rtx_ray_tracing_patch_soon_on_gog Communication is really bad there.
Some big DLC packages, like the one for „Not Tonight“ for example, were released at a much later date on GOG, and when „Descent – Underground“ was removed, it was not only removed from the store but also from my library. I’ve never heard something like that to occur on Steam.

In general, product delivery is (still) quite different on GOG: unlike Steam, I guess there’s no mechanism to automatically add products at a later date due to technical restraints. In my experience they’re only giving out lengthy 100% discount codes, but you have to buy a product yourself (again). To me this seems like a downside to GOG’s „DRM free“ nature.‘

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Zu Beamdog

Cashcow Neverwinter Nights 1 (2002). Comment: ‚It has something to do with the release of „Dark Dreams of Furiae“.

I actually bought the bundle (Digital Deluxe Edition) but now I can buy the base game (Enhanced Edition) again.
In the shop, only the older DLCs are linked to my account anymore. I’m furious about that: last year, they additonally released a console version with some of the DLC available on PC. I thought I would get any additional modules here on GOG for free, because that was a 65$ package (regional pricing) too.

Naive and stupid as I am, I bought the one for Switch too and thought that was it. But no, Beamdog obviously decided to cash in on additional modules.
I always defended that company. Not anymore!‘

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