Kommentare zur USK – im „Stigma Videospiele“-Forum

Kommentare: ‚Aus meiner Sicht gibt es eher zu wenig „Gewalt“ in Videospielen.
Es gibt auch kaum (mehr) Videospiele welche ausdrücklich Gewalt thematisieren würden – was aus meiner Sicht im Gegenteil sogar wichtig wäre: von einem „Manhunt 3“ fehlt jede Spur, ein „Condemned 3“ ist noch immer nicht angekündigt – selbst „Dead Rising 2“ scheint sich nicht sonderlich gut verkauft zu haben.
Die meiste „Gewalt“ in Videospielen ist doch so funktional, dass sie allein über die Visualisierung noch zu empören vermag: und da macht sich auch die USK schuldig, wenn bei USK-0-Titeln wie „Super Mario 64“ etwa behauptet wird dort wäre gar keine Gewalt vorhanden.
Letztlich sagen reden über „Gewalt“ so auch immer mehr über die Sprechenden als über Videospiele aus -‚

Zu einem Artikel auf Consolewars: ‚(…) Das sind doch alles Äußerungen welche ein angepasstes Verhalten der Industrie legitimieren sollen, Machtverhältnisse aufrecht erhalten – bloß nichts zu sehr in Frage stellen.
Nach allem was dort bereits vorgefallen ist dürfte die Industrie beim Computerspielpreis schonmal gar nicht mehr mitmachen – allein was sich der Ring gegen „Dragon Age: Origins“ zu sagen geleistet hat. Das ist so als ob er den Haneke wegen der mordenden Kinder aus dem „Weißen Band“ rügen würde. Einen kulturellen Eklat müssten solche Äußerungen verursachen – im Gegenteil ist man vielleicht noch bemüht zu beruhigen, rechtfertigen. Und verlängert diese widerlichen Eingriffe, Vergriffe (im Ton) bei Fiktionen noch.

Da wird sich die ganze Zeit an Fiktionen vergriffen und niemand scheint sich daran besonders zu stören, alle wollen das noch – so oder so – legitimieren. Mit Jugendschutz etc.
Wo ist da ein Gewissen? Wo eine moralische Verantwortung?

Die Probleme mit dem Jugendschutz und System beim Strafrecht, der Spielpresse in Deutschland, beginnen in den (Chef-)Redaktionen und oberen Etage einer Industrie, welche sich einerseits mit einer wohlwollenden Pädagogik noch verbrüdert hat, anstatt sich von einer Sichtweise auf Spiele als von für eine (Medien-)Pädagogik besonders interessantes Medium zu distanzieren. Beim deutschen Filmpreis fragt zum Beispiel niemand danach. Da gibt es wenn dann eigene Pädagogik-Preise. Hier ist es nicht einmal umgekehrt, nicht einmal so dass es einen eigenen Nicht-Pädagogikpreis wenigstens gäbe. Beim Staat.

Was bei diesen USK-Specials auch immer gründlich vermieden wird ist ein Blick ins Ausland. Bei der Gamestar ist mir das einmal ganz besonders aufgefallen: die haben mal ein USK-Special gemacht und dann noch ein zweites Extra, extra nur um zu zeigen dass es woanders (angeblich) noch schlimmer wäre, also in Deutschland so übel die Lage schon nicht ist. So manipuliert man sein eigenes Publikum. Und dann soll sich so noch gegen die ganzen „Spielkritiker“ (wieder) abgegrenzt werden -‚

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