FPS gegen Golf, „ain’t got time to feel pain“, oder: die „Abstumpfung“ fürs Eiswasser

Studie misst Desensibilisierung für Schmerzen nach der Rezeption von Videospielen darüber wie lange jemand bereit ist seine Hand in kaltes Wasser zu halten.
Beim Standard wird sich dazu gefragt: „Wenn man sich psychisch auf eine Stresssituation vorbereitet, kommt auch der Körper besser damit zurecht.“ Leider schränkt der Wilhelm seine einmalig tolle Erkenntnis (wieder) ein, er möchte weder „klugscheißen“ noch „sicher keine Forscher diskreditieren“.
Vielleicht sollte er jedoch gerade Letzteres mal, denn bekanntlich betreffen solche Mess-Paradigmen nicht nur Vorstellungen von Desensibilisierungen, sondern gerade auch Aggression in Normalwissenschaft, Chili-Schoten und so.
Ich habe mich bei meiner Uni etwa extra für ein Programm angemeldet um sehen zu können wie viele solcher Untersuchungen eigentlich durchgeführt werden – auf der Ebene von Graduierten. Und was soll ich sagen: allein aus Graz bekomme ich fast täglich Hinweise auf „Studien“ die etwa die „Auswirkung“ von „Freundschaften“ auf ein Verhalten des Herzens (!) kardiologisch (!?) herausfinden wollen, etc. Arbeiten die nicht einmal den Anschein von Medizin wecken, sondern allein in der Psychologie eine akademische Notabilität vorweisen. Und dann noch bei Videospielen gesellschaftliche „Gefahren“ negativ ausweisen sollen – gegen den Geschmack und das Empfinden anderer Menschen, was eine selbstherrliche Kulturkritik schließlich wohl bereit ist aufzunehmen welche darüber aus der Ferne entscheidet was für (diese) Menschen selbstbestimmt wäre und was nicht. Bei „Sucker Punch“ und Co.
Immerhin ist das provokante Begleitfoto ausnahmsweise ebenfalls echt gelungen: „Russian believers lower a young girl into ice cold water to mark the upcoming Epiphany in northwestern Moscow, Tuesday, Jan. 18, 2011.“ Das Bild zeigt ein entsetztes Kind das bei Schnee nackt ins Wasser gehalten wird. Mal sehen wie lange die Dokumentation dort so zu sehen bleibt –

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