Neuer Kommentar zu „Call of Duty“

Bei den seit heute neuen Video-Rezensionen des Standard, inklusive österreichischem Nasal. Ach! Heimat bist Du großer Töchter 🙂 ‚Ich glaub nicht dass sich da grundlegend je etwas ändern wird. Auch bei dem was Sledgehammer oder Raven womöglich eigenständig dafür machen: vorher wird Activision die Franchise sang und klanglos verschwinden lassen – so wie die Heroes nach deren
Überfrachtung. Mit Skylanders wird es übrigens nicht anders sein – die Furcht durch zuviel Änderung auch nur irgendeine der konservativ-männlichen Kundschaft zu vergraulen ist wohl einfach zu groß. Und dafür dieser Teil bereits erstaunlich innovativ gewesen: mir gefällt die Farbgebung und das futuristische Design anders als bei „Battlefield 2142“ weiterhin gar nicht. Da können mir vorerst auch die neuen Entscheidungen gestohlen bleiben und ich bleib so lieber bei „Medal of Honor“ dran, zumal es mir dramaturgisch ähnlich wie in der Grimmelshausen-Oper 2010 zugeht
„Call of Duty“ hat sich von den ersten Teilen zwar schon sehr weit entfernt, aber anders als bei „Medal of Honor“ geht es immer noch nicht um Menschen, sondern um grelle Referenzen.‘

Ich stimme darin enthaltenen – wohl vermeintlich hippen – Bemerkungen wie „sinnbefreit“ übrigens ausnahmsweise insofern zu, als dass ich die Integration eines Zombie-Modus auch in dieses Treyarch-„Call of Duty“ nur mehr kommerziell deuten kann. Anders habe ich absolut kein Verständnis mehr dafür, denn dieses Gimmick von einst das jetzt zu einem groß erwarteten Feature wurde passt doch einfach nicht zum Rest des Spiels. Zumal sie neuerdings anscheinend sogar noch ein Mini-„Left 4 Dead“ eingebaut haben.
Ich hoffe Activision versucht wenigstens die Zombies von „Call of Duty“ alle zwei Jahre zu lösen und spendiert ihnen alsbald ein eigenes Spin-Off.‘

Replique: ‚Nein. Das hat einfach ideologische Gründe – als Mainstream-Publikation können Spieleanzeigen hier auch gar nie so eine große Rolle spielen wie in der Gaming-Presse. Das was EA bei „Medal of Honor“ mit seinen Soldaten tut wird aus politischen Gründen
abgelehnt, als rassistisch begriffen etc. Noch weit eher für kriegsverherrlichend gehalten als so ein „Call of Duty“. Da hilft es auch nichts, dass nach Vergleichen 2010 Electronic Arts heuer für „Warfighter“ tatsächlich einen Kooperationsvertrag mit dem Nachfolge-Film zu „The Hurt Locker“ von Kathryn Bigelow an Land ziehen konnte: durch die gesamte, aber vor allem deutschsprachige Medienwissenschaft, zieht sich eine Tendenz den Ernst traditionellen Videospielen auszutreiben und in „Serious Games“ als kontrollierbaren Lernumgebungen zu verlagern. Pathos vermeidend. Ein Grundtenor in meiner nach 7-jähriger Arbeit heute für die Uni Graz fertiggestellten Dissertation. Es ist ein Kulturkampf der auch weit innerhalb der Branche ausgetragen wird.‘

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