„So spielen Schwerter zwar eine Rolle…“ Altes Neues vom Zweiten Deutschen Fernsehen…

„Frontal 21“ äußert sich ein weiteres Mal über seine eigene Berichterstattung, diesmal mit deutlich weniger Verspätung: zumal auf „bloße Schmähungen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens und schlichte Beschimpfungen des Beitrags … an dieser Stelle nicht“ eingegangen werden möchte. So so.
Weil die Einstellung der Sendungsleitung zu „Erwachsenenspielen“ vulgo „Killerspielen“ (also jenen wo „Schwerter“ eine Rolle spielen?) hinlänglich bekannt ist, und über diesen Beitrag zu Browser-Games demnach noch nur noch „Kinderspiele“ dran glauben sollten. Weil „League of Legends“ auch ein ebensolches Kinderspiel wäre? Bereits in einer früheren ORF-Sendung kam dabei die Schwester von Christian Pfeiffer als Aktivistin vor.
Immerhin wurde sie da „nur“ als „Internetsuchtexpertin“ oder so ausgewiesen, was ich mir ja noch irgendwo einreden lasse, und nicht gleich zur „Computerspielexpertin“ erklärt, obwohl sie sich Titel lediglich vorführen lässt. So als ob die bloße Kenntnis von Buchdeckeln Expertisen zu Literatur ausdrücken würde, von divergierendem Geschmack und Empfinden bei ebensolchen Fragen ganz zu schweigen – und nein: das ist leider keine Polemik oder gar ein Zynismus meinerseits, sondern die traurige Realität solchen Rundfunks. Nur halt eine Realität welcher sich da nicht gestellt werden möchte. Ebenso wie dahingehend was „Gewalt“ alles sein kann oder auch nicht – ob virtuell oder moralisch. Die eigentliche Unvorstellbarkeit in dieser Berichterstattung. Einer Berichterstattung die leider auch keine Fiktion ist. Jedenfalls so wie ich sie wahrnehme – anscheinend falsch, den aus diesen Kreisen kann erfahrungsgemäß selbst ein Konstruktivismus zu einem einseitigen Vorwurf werden.

Weiterhin nicht thematisiert wird wie Kinder in diesen „Kinderspielen“ überhaupt Geld ausgeben könnten. Welche Kinder verfügen über eigene Kreditkarten? Wo obliegt bei Eltern eine Verantwortung bei einer Bereitstellung von deren finanziellen Mitteln? Was wäre mit anderem potentiellen „Spielzeug“ so? Dürfte das auch nichts kosten? Wie verharmlost das ZDF demnach die Benutzung von etwa Mobiltelefonen durch Minderjährige? Über welche Sozialität wird diese nicht in Frage gestellt? Wäre das keineswegs „fragwürdig“ – oder: welche „Kritik“ allein kommt über dieses investigative Boulevard, oder ist es doch mit öffentlich-rechtliche „Qualität“ (2011 und 2012), und wieso sollte dort wo moralisches Unrecht zu Recht wird, Widerstand nicht auch zu einer Pflicht werden. Selbst bei öffentlichem „Recht“?
Da braucht natürlich gar niemand mehr auf Fragen in der Industrie zu sprechen kommen, etwa das F2P-Modell in der Branche betreffend: wie sollen derlei Gratisspiele (sonst) finanziert werden? Ob für Kinder oder SeniorInnen bestimmt. Welche bösen Machenschaften eines Verbrechenssyndikates möchten sich damit ihren Unterhalt erwirtschaften etc.
Ja wie wird öffentlich-rechtlicher Rundfunk so eigentlich bereitgestellt, usw.

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