Fulda lässt „Battle Royale“ beschlagnahmen

Ähnlich wie Bernhard Wicki mit dem deutschen Segment von „Der längste Tag“ hatte er dereinst bei der fragwürdigen Hollywood-Studioproduktion „Tora Tora Tora“, als Ersatzmann für Akira Kurosawa, internationale Lorbeeren einheimsen können. Gegen Ende seiner Karriere und kurz vor seinem Tod beschäftigte sich der fortan überall als renommiert geltende Regisseur Kinji Fukasaku jedoch im wahrsten Sinne des Wortes „sozialkritisch“ mit dem japanischen Bildungssystem und dessen psychologischen Auswirkungen: „Battle Royale“ zählt dabei zu jenen unzähligen Medientiteln welchen schon seit vielen Jahren von der BPjM eine strafrechtliche Relevanz für Deutschland attestiert worden ist, die aber bislang von deutschen Gerichten weiterhin unbehelligt blieben – entweder aus Mangel an Zeit, hoffentlich anderen Präferenzen, oder halt wegen Gründen fehlender technischer Ausstattung (wie wohl bei vielen Videospielen der Fall). Das Amtsgericht Fulda hat dieser Situation nun im negativen Sinn ein Ende bereitet – nicht ohne damit selbst von der menschenverachtenden Leistungsgesellschaft in Deutschland zu zeugen, bei äußerst diskriminierenden Kunstbegriffen gerade so einen Film noch vollständig aus dem Verkehr gezogen sehen zu wollen…

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