Vor Vorstellung dritter Xbox

Nur wenige US-BeobachterInnen der Branche, wie Michael Pachter oder Stephen Totilo, werden in gut anderthalb Stunden wohl vor Ort sein, wenn Microsoft das Geheimnis lüftet was sich am Microsoft-Campus in Redmond in dem eigens dafür aufgebauten Zelt letztlich alles verbergen soll.
In den zwölf Jahren seit seinem Eintritt gelang es dem Konzern jedenfalls gehörig Staub aufzuwirbeln und erstmals seit dem Zusammenbruch der ersten Videospielindustrie 1983 zumindest in Nordamerika die japanische Dominanz dieses Marktes zu brechen.
Die Eroberung Japans dürfte Microsoft jedoch spätestens mit dem Einläuten des bislang lediglich unter dem Codenamen „Durango“ sicher gekannten Gerätes aufgegeben haben. Ich erwarte mir aus Japan eigentlich nur mehr Unterstützung durch Hideo Kojima, zumal Kojima Productions nunmehr auch in Los Angeles ein Studio hat und zu Konsolenversionen nächster „Metal Gear“-Spiele nach der Vorstellung der vierten PlayStation bei Sony bislang auffallend geschwiegen.
Doch Microsoft hat auch aus Europa und selbst den USA, anders als Sony, nicht viele Leute die ihnen abseits von Pflicht-Genre-Titeln wie Rennspielen (Project Gotham Racing 5) treu Spiele liefern würden: schon längst überfällig ist dahingehend eigentlich nur Remedy mit „Max Payne“-Autor Sam Lake und höchstwahrscheinlich einem weiteren Spiel aus dem Universum des fiktiven, durch Stephen King inspirierten Schriftstellers „Alan Wake“. Positive Überraschungen wie von einem Valve erwarte ich mir persönlich vom heutigen Abend jedenfalls keine, negativ könnte eher ein Always-On-Konzept auffallen – wozu auch Pachter zuletzt umschwenkte.

Dass die Konsole letztlich den Namen des zentralen Raumschiffes aus „Halo 4“ tragen wird erscheint plausibel, zumal nicht etwa das neue „Call of Duty“ oder „Battlefield“, sondern 343 mit „Halo 5“ die einstündige Präsentation für Microsoft doch eigennützig eröffnen sollte: „Kriegsspiele“ auf „Infnity“ gewänne so zukünftig noch eine ganz andere Bedeutung. Ob „Ghosts“ UND „Battlefield 4“ in einer solchen Veranstaltung gemeinsam gut gehen kann wird sich dabei überhaupt erst zeigen müssen…
Das größte Fragezeichen ist für mich jedoch Electronic Arts: EA hat mit ziemlicher Gewissheit einen umfangreicheren Deal mit Microsoft abgeschlossen, aber noch immer keine offizielle Nachfolge für ihren alten CEO gefunden. Und obwohl der Name des Briten Peter Moore seit März demnach kaum mehr genannt wird würde ich mir gerade sehr wünschen ihn heute Abend für EA bei Microsoft auf der Bühne zu sehen, und wenn nicht heute dann wenigstens in knapp drei Wochen zur E3…

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