Neue Replik zu „Professor Cho“

Auf „Stigma Videospiele“: ‚(…)
Dennoch ist es so, dass bei etwa integrierter Grafik gewaltdarstellende Videospiele Computer schneller heiß laufen lassen – da genau diese für gewöhnlich grafisch aufwendiger sind. Und das zu behaupten ist aus meiner Sicht sogar sehr plausibel – „SimCity“ ein äußerst schlechtes Beispiel, weil gerade das zusammen mit den Sims und ein paar deutschen Titeln noch als AAA eine krasse Ausnahme von sozusagen dem „Gewaltalltag“ darstellt. Da könnte ich auch gleich „Dear Esther“ nennen oder ebenfalls auf Uralttitel ausweichen, welche diese Anforderungen nicht (mehr) stellen. Das ist halt eine systematische Forschung und auch ein „World of Warcraft“ kann bereits (oder immer noch) ein besonders umweltverschmutzendes Spiel sein – ganz einfach auch weil es kein sparsames ist.
Ich habe auch nirgendwo gelesen, dass der „Professor“ behaupten würde, dass die Spiele WEGEN der Gewalt UND ihrer Hitzeentwicklung „schädlich“ wären: diese Berichterstattung scheint mir das bloß unterstellen zu wollen.

Wie oft habe ich von meiner Universität etwa von „Studien“ gelesen, welche gerade bei der Kurzstudienflut lästig angestellt zu werden scheinen, und wo es etwa um „Akzeptanz“ von XY oder Sozialverhalten wie „Freundschaft“ und Bluthochdruck ging, „Auswirkungen“ dabei, weil die Grundannahmen von Justiziibalität, Kulturalität und Sozialität dabei halt weniger in Frage gestellt werden – obwohl sie vielleicht nicht weniger hirnrissig sind, ganz im Gegenteil: wo kein Mensch weiß was Kategorien wie „Freundschaft“ oder „Liebe“ überhaupt sein sollen. Nur auch bei „Gewalt“ werden diese Schönheitskonzeptionen, diese Eingriffe eines rational-objektiven Wissensbereichs in einen ästhetisch-subjektiven Imaginationsbereich (stillschweigend) hingenommen. Sogar akzeptiert und gefördert, nicht zuletzt weil die Studienpläne das auch fordern.
Und nur wenn so jemand wie dieser „Professor“ mal kommt, wird dieser als vermeintlicher Idiot zum Gespött und sorgt für (journalistisches) Gelächter. Obwohl er anderen Sozialwissenschaften vielleicht indirekt nur einen Spiegel vorhält. Für deren eigene Arbeit. Also ich würde dabei weit eher ein wissenschaftstheoretisches Defizit bei Äußerungen wie „These widerlegt“ konstatieren…

Weitere Replik vom 23. Mai: ‚Als „beleidigend“ empfinde ich persönlich eher, wenn auf Widerspruch zu wissenschaftstheoretischen Äußerungen wie „These widerlegt“ gleich so reagiert wird. Es tut mir leid, aber ich kann die „These“, welche da schon als „widerlegt“ betrachtet wird, aus dieser Berichterstattung beim besten Willen nicht erkennen. Das erlaubte ich mir zu äußern und war sozusagen meine „Kritik“ hier.
Dass, wie es oben heißt, „gewaltdarstellende Videospiele für den Körper schädlicher sind“ ergibt sich für mich schon aus der von mir beschriebenen Situation am Markt, wenn sie sich auf Emissionen etc. beziehen soll. Nun kann man, wie indirekt schon hingewiesen wurde, über die Auswirkungen von Elektrosmog natürlich auch ideologisch streiten, aber das war nicht mein Einwand. Ich kann an dieser Äußerung von „Professor Cho“ nicht einmal ein einziges Problem erkennen: sie würde für mich auch stimmen würde sie sich etwa auf Satellitenreceiver von Sky beziehen, da auch dort beim Pay-TV – von Sport angefangen – selbst tagsüber aus Deutschland mit einiger Begründung viel „Gewalt“ gesendet wird.
Und ich finde eine solche Reaktion einfach nur ausgrenzend – nach welcher „Gesinnung“ auch immer…‘

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