Kommentar bei „Windmühlen? Zum Angriff!!!“

Zu „Call of Duty“ und „Spec Ops: The Line“: ‚Ich kann beim besten Willen nicht erkennen, wo sich das Gameplay abseits der ideologischen Implikationen, der pathologisierten, betont schwachen Charaktere und der Narration von restlichen Third-Person-Shooter unterscheiden soll.
Gerade auch wenn ich es mit „Army of Two“ vergleiche – im Besonderen „The 40th Day“, den moralischen Entscheidungen darin.
Und es ist halt auch eine Joseph-Conrad-Adaption, wobei ich insofern schon nicht wüsste welche besondere Leistung oder gar Auszeichnung es sein soll so zu sein wie „Apocalypse Now“ – oder was das im konkreten Fall bringen soll, besser machen. Auch „Faust“ wurde in Slowenien Ende der Neunziger Jahre zu einem großen kommerziellen Videospiel. Senta Berger sprach dabei vorher für eine Umsetzung von Wagners „Ring“ ein. Und „Commando“ handelt von einem (Ex-)Militär der in den Sog urbaner Gewalt gezogen wird, Schwarzenegger ähnlich wie es Roddy Piper als Bauarbeiter bei Carpenter in „They Alive“ mit Außerirdischen zu tun bekam. Das ist so als würde ich „Stirb langsam“ mit „Johnny got his gun“ vergleichen, oder anders ausgedrückt: was soll das ideologisch beweisen, oder gar über die Ausdrucksform Videospiel sagen?
Drüben beim „Alltagswahnsinn“ wurde erst kürzlich die Frage aufgeworfen womit sich in Videospielen alles (schnell) zufrieden gegeben wird und egal, ob da nun etwas „lazy design“ ist oder nicht, für mich sind die unreflektierten Gegendarstellungen dieses Spiels – mindestens ebenso wie andere – jedenfalls auch nicht ausreichend, sogar mehr ärgerlich: zu behaupten dass das „Antikrieg“ sei nicht besser als zu unterstellen „Medal of Honor“ wäre dafür.
Im Gegenteil würde ich „Spec Ops: The Line“ seine Negativität dahingehend sogar jederzeit vorwerfen – oder wo bleibt da die (Selbst-)“Kritik“?

Der durchaus lesenswerte Artikel auf „Alltagswahnsinn“: „Kein Mensch ist eine Insel“
„Die Alm“ über das jüngste „Spec Ops“.

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