Neuer Kommentar zur Ästhetik

Vor allem zu einem schon älteren Krawall-Artikel. Im VDVC-Forum: ‚Sehr schön. Dazu ist jedoch zu sagen, dass es auch eine Tradition der Antiästhetik gibt http://de.wiktionary.org/wiki/Antiästhetik Etwa im Wiener Aktionismus wurde viel damit gearbeitet.
Dabei wurden allerdings diverse Fetische, wie zum Beispiel die Nekrophilie, ausgeklammert bis für einen „normalen“ Menschen negiert, auch weil aus meiner Sicht gegen die bürgerliche Ordnung nur mit den Mitteln derselben rebelliert wurde. Die kannten gar nichts anderes als eben diese Welt und Ordnung, sowie sämtliches Auflehnen dagegen entsprach letztlich auch diesen eigenen Ursprüngen.
Videospiele gehen da schon wesentlich weiter indem sie als Fiktionen auch eigene Wertesysteme entwickelt haben könnten. Systeme die unabhängig vom Rest der Welt existieren. Und da wird dann der Spieler, die Spielerin, damit so konfrontiert wie etwa manche Menschen indem sie in ferne Länder reisen.

Soll heißen: die Problematik um die Ästhetik von Gewalt, oder halt (dann meist negativ konnotiert) eine Ästhetisierung von Gewalt, ist nur eine Seite und „Faszination“ somit auch eine – in meinen Augen bisweilen eklatante – Verkürzung.
Und dazu kann sich halt, was oft geleugnet wird, auch Abscheu gesellen.
Ich nehme an, dass das bei Videospielen deshalb nicht genannt wird weil es da schon das (Vor-)Urteil (noch tiefer verankert) gibt, wonach Unterhaltung immer Freude bereiten soll.‘

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