Warum scheint „Final Fantasy Versus XIII“ turned „XV“ wesentlich populärer…

… als die „XIII“-Trilogie zu sein? Weil die Videospielwelt halt prinzipiell sexistisch ist…

14. Juni, Kommentar bei IDG: ‚Ich glaube nicht, dass Molyneux damit unbedingt Konzepte wie „Mass Effect“ oder „Final Fantasy XIII“ gemeint hat, die standen bei der Messe gar nicht im Zentrum – von „Mass Effect“ war bislang sowieso überhaupt nichts zu spüren, geschweige denn Neues zu sehen: Molyneux meinte wohl weit eher Titel wie „Titanfall“ als Schlaglichter der diesjährigen E3. Und es ist auch aus meiner Sicht wirklich ein Armutszeugnis für die Industrie, derlei als Innovation(en) anbieten zu wollen – kurzum gab und gibt es viel zu wenige Leute und damit Spiele, wie Cage unlängst in New York gesagt hat, die Schiessereien nicht als alleinige Interaktivität verkaufen wollten, daran glaubten. Und dann auch noch große Budgets bekämen, wobei etwa Jane Jensen’s neues Spiel eine Produktion ist die einem dahingehend schon fast leid tun kann: die Kehrseite des Indie-Booms über die niemand spricht, weil das angeblich niemanden interessiert. Und Hauptsache beim Spiegel oder sonst wo kann dann im Nachhinein wieder gegen die Schiessereien in einem „BioShock Infinite“ polemisiert, gepöbelt werden – ohne dabei die eigenen (journalistischen) Defizite überhaupt betrachten zu müssen. Und die Schuld folglich immer nur auf andere geschoben wird.
Doch genau diese Logik bezweifle ich eben: bei „Versus“ das jetzt „XV“ heißt stellt sich schon die Frage, ob Square-Enix das rundenbasiert überhaupt gegreenlighted hätte. Kein Mensch scheint das (auch) hören zu wollen, aber wieso gestaltete sich „Mass Effect“ und vor allem „Final Fantasy XIII“ letzten Endes als so relativ unbeliebt – galten seine Story und Charaktere weitgehend nicht als „gut“ und „gelungen“. Waren sie jedenfalls über lange Jahre auch unbeliebter als das früh ankündigte „Versus“: ich glaube schon auch weil darin keine traditionellen (Männer-)Normrollen übernommen werden, oder sie dafür berühmt geworden sind (FemShep), wurden sie von einem traditionellen Videospielpublikum (zumindest hierzulande) deswegen nicht sonderlich gut angenommen.
Weil die Leute lieber Gott spielen (eine traditionelle Männerrolle) anstatt sich Schicksalen auszuliefern und am Ende dann noch enttäuscht darüber zu sein scheinen was dabei (alles nur) herausgekommen ist. Unbefriedigender oder sich selbst nicht (ausreichend) legitmierender Weise. Diese Industrie forciert schließlich auch, abgesehen aller Brutalitäten, Kontrolltypen – Typen für die aber wieder gerade ein Peter Molyneux ebenfalls seit jeher Pate stand. Nachtrag: und letztlich Typen die auch darüber bestimmen wollen wie Tier, Würfel, Mensch oder Außerirdische in Videospielen zu sein hätten, dargestellt werden sollen, und was mit denen letztlich zu spielen wäre – ob bei geometrischen Formen, „Frauen“ oder „Männern“.‘

Tecmo-Koei hat derweil aus wohl politischen Gründen auch auf der diesjährigen E3 leider kein drittes „Dead or Alive Xtreme“ angekündigt, obwohl sich die Xbox-One-Vorstellung dafür anbot.

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