Die Notbremse: Microsoft nimmt Xbox-One-DRM-Maßnahmen wieder weitgehend zurück

Der Chef Don Mattrick informiert höchstpersönlich, nur ankommen wird die neue alte Message vom Heutigen, doch besseren, halt auch erst müssen: und bloß bei der Systemeinrichtung verlangt die Konsole demnach eine Internetverbindung, höchstwahrscheinlich zur Registrierung des Betriebssystems – seit Vista 2007 ja bereits bekannt. Kommentar: ‚“After a one-time system set-up with a new Xbox One, you can play any disc based game without ever connecting online again.” (…) Das ist sicher der Windows-Kernel welcher zumindest eine einmalige Registrierung erfordert. Die sind demnach (lizenz)technisch gar nicht in der Lage alle DRM-Maßnahmen wieder zurückzunehmen. Dennoch ein sicherlich beeindruckender Zug – da muss ja der Notstand in Redmond ausgebrochen sein…‘
Auch kein Wort verliert Mattrick über die gegenwärtig freiwilligen, in Hinkunft aber weiterhin vorhandenen Zwangsinstallationen. Dafür dürften sämtliche angeblich zukunftsträchtigen Benefits, vom Family Sharing angefangen, mit einem Schlag wieder dahin sein – das Publikum wollte es so. Also ebenfalls, dass die Discs sich für nichts und wieder nichts im Laufwerk befinden? Denn Spiele davon zu starten, dazu düfte das Gerät demnach ganz einfach gar nicht in der Lage sein…
Beim Standard: ‚Ich finde ja vor allem die Installationen problematisch: das erinnert mich an frühere Windows/Mac-Zeiten, wo zwar der ganze Krempel auf Festplatten geschaufelt werden musste, eine Disc aber trotzdem nicht aus dem Laufwerk genommen werden durfte.
Und irgendwie führen sie mit dieser Teil-DRM-Rücknahme jetzt wieder ihr ganzes neues System auch noch ad absurdum, denn der freie Zugang zu einer Spielesammlung im Haushalt ist so gleich wenig gewährleistet wie heutzutage, wenn dafür jedes Mal die Discs gewechselt werden müssen. Wie die Trotzreaktion eines kleinen Kindes: nur wegen den Vorbestelldaten – „ätsch, dann kriegst halt gar nichts von dem was wir uns für Dich ausgedacht haben!“ Nein, wieso: sie hätten das doch lieber von Vornherein bedenken können und alles optionalisieren, bevor sie damit jetzt auf den Status Quo mit Zwang zurück ausweichen, denn die haben ja nicht einmal versucht ihre Vorhaben zu kommunizieren. Also irgendwas muss in deren PR-Abteilungen gewaltig schief laufen…‘

Offen-geheimnisvoll wird demnach vorerst bleiben was da hinter den Kulissen eigentlich (alles) geschehen ist, das heißt welcher Wettbewerbsvorteil etwa einem GameStop im Rahmen eines potentiell lizenzierten Handels mit Xbox-One-Gebrauchtware daraus einmal hätte erwachsen sollen – man wird es so nun vielleicht nie erfahren…

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