„Killerspiele“ und Polizeigewalt

Kommentar im VDVC-Forum: ‚Hat der Lindemann etwa deshalb kürzlich beim Spiegel geschrieben http://www.spiegel.de/netzwelt/games/the-last-of-us-fuer-playstation-3-pro-und-contra-a-905729.html „Killerspiele“ zu spielen halte ich dabei im Übrigen sogar für sehr „vernünftig“…
Einerseits die moralische Gewalt eines Herrn Haneke bemühen, andererseits das vermeintlich Schlechte immer nur als noch schlechter verkaufen (wollen)
Doch wo bleibt die „Kritik“ eines solchen Kollektivs, oder auch nur der Verweis auf eine Ratio, wenn Leute die bloß mit Messern hantieren von der Polizei gleich tot geschossen werden http://www.welt.de/politik/deutschland/article117535523/Polizist-erschiesst-nackten-Mann-vor-Rotem-Rathaus.html Hier in Österreich gab es kürzlich leider auch so einen Fall… Diese ethische Verantwortung zu übernehmen kann ich in „Killerspielen“ bereits lernen! Und wenn ich mir etwa ältere Videos aus jugendfreien deutschen Videospielzeitschriften ansehe ist das dort sogar aus Jugendschutzgründen immer der (erzwungene) Standard gewesen: wenn schon, dann in Beine zu schießen um Bedrohungen „auszuschalten“. Dafür reden von „Gender-Irrsinn“ hierzulande auch wenigstens nur ausgewiesene Rechtsradikale -‚

Artikel „Berlin: Polizist erschießt nackten Mann vor Rotem Rathaus“
Artikel „Pure Vernunft darf niemals siegen“

Replik vom 1. Juli: ‚Ich gebe zu, dass mein Kommentar in Anbetracht mangelhafter (?) Ausbildung bei der Polizei vielleicht etwas polemisch war. Dennoch in Ergänzung zwei Punkte:
1. Woher stammt die Information, dass das Ziel (dermaßen) beweglich war. Oder: weshalb wird auf einem abgesperrten Platz überhaupt auf einen Menschen als „Ziel“ geschossen und, auch nach verordneten Warnschüssen, nicht etwa auf den Boden davor – um diesen gegebenenfalls nicht voll zu treffen, abzuschrecken etc. Weshalb dieses ganze Procedere: wegen welcher Querschläge… Insofern finde ich es überaus zynisch dabei noch von einem richtigen Verhalten, oder zumindest keinem „Fehlverhalten“, auszugehen. Weshalb also diese Ablenkung auf Vorschriften, wobei ich meine eigenen Überlegungen aus den Medien gar nicht genommen haben werde, wenn ich deren Fehlen dort doch eigentlich beanstandete, solche Überlegungen gerade dort anscheinend nicht hinpassen…
2. Wurde mein Kommentar zum Thema offenbar nicht verstanden: der Hinweis war nämlich keineswegs off-topic gemeint, sondern betrifft eben das eigentliche Thema einer Wahrnehmung von „Gewalt“. „Gewalt“ in Videospielen wird dabei denke ich, falls sie überhaupt mal erkannt wurde, immer annähernd gleich negativ angesehen. Auch weil sie von sich aus schonmal keine „Schönheit“ besäße, sondern erst über Kreative – da „unangemessen“ – „ästhetisiert“ werden würde. Das Erfreuliche und Gute in Videospielen betrifft dabei kaum die Gewalt, welche bestenfalls sowieso zumindest keinen „Spaß“ machen sollte. Immer vorausgesetzt, dass Videospiele genau das tun sollen – nur das Gewaltmonopol eines Staates betrifft das wie die gegebene Polizeigewalt allem Anschein nach noch am Allerwenigsten.‘

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