Neuer Kommentar zur Konsolentechnik

Letzte Woche bei „Stigma Videospiele“: ‚(…)
Die ganze Problematik betrifft nicht nur DRM sondern eine VerPCisierung der Konsolenwelt welche BEIDE, Sony und Microsoft, betreiben. Einzig Nintendo und der gesamte, durch iOS und Android bereits massiv geschrumpfte Handheld-Markt sind davon bislang auszunehmen, wobei es mittlerweile bereits höchstwahrscheinlich ist dass zumindest Sony gar keinen neuen Handheld mehr vorstellen wird. Also der Markt ist nun schon mehr oder weniger tot, oder auf Nintendo-Produkte beschränkt: und da kommen jetzt Sony und Microsoft mit ihren beiden neuen Online-Konzepten ins Spiel.
Beide setzen (diesmal) architektonisch auf interne Hardware aus dem Windows-Bereich. Microsoft hat seiner neuen Xbox zudem einen Windows-Kernel „spendiert“, für mich das mit weitem Abstand allergrößte Unding. Sony hat Gaikai gekauft und versucht erstmal über Nordamerika damit die Welt zu erobern, während Microsoft etwa einen HDMI-Eingang hat – den sie aus welchen Gründen auch immer gar nicht kommunizieren, auch jetzt in den USA nicht – und ihre Cloud-Basis gleich von Anfang an in ein Pflicht-Zentrum rücken. Beide werden jedoch auf Installationen setzen, wobei Sony mit den Mandatory Installs, als Teilinstallationen, aufgrund ihres Festplatten-Vorteils schon bei der PS3 begonnen hat. Installationen waren bei Microsoft bislang immer freiwillig, wurden aber so oder so auch dort massiv forciert – zusammen mit der jetzig bestehenden DRM-Forderung dafür die Disc im Laufwerk zu lassen.
Und das ist der eigentlich springende Punkt für die VerPCisierung: wie das DRM mit diesen Installationen umgeht – derlei DRM-Maßnahmen am PC, vorgeblich wegen Raubkopien, zu etablieren, war nämlich insofern leicht weil auf dem PC Installationen seit einem Vierteljahrhundert nun schon Gang und Gäbe sind. Die PC-User haben sich noch vor allem heutigem DRM damit einverstanden erklärt ihre gekauften Discs, egal welche Disketten – ob optisch oder beim Floppy-Jonglieren -, nach der Installation nicht mehr zu brauchen.
Und das war aus meiner Sicht die Ursünde in diesem Bereich – das worauf Steam, Uplay am PC, Origin etc. Alle aufbauen konnten.

Ich habe vor fünf Jahren deshalb und wegen der Windows-Organisation dem PC weitgehend den Rücken gekehrt, sowie weil ich eine Maussteuerung für mich kaum je optimal gefunden habe. Deshalb unterstütze ich bei der Konsolentechnik heute nur alles was konservativ ist: ich hoffe sehr, dass Sony jedenfalls weiterhin nur auf Teilinstallationen setzt (Game Data). Eine Mausbewegung empfinde ich als ziemlich unnatürliche Sache, zudem schlief mir bei längerer Betätigung irgendwann immer die Hand ein, aber das sind eben persönliche und Glaubensfragen. Für mich kommt eine Rückkehr zum PC deshalb nicht in Frage, zumal es die DRM-Gängeleien dort ja schon gibt und gerade die Xbox One im Prinzip nur eine etwas moderatere Mischung aus uPlay und Steam am PC ist: Faktum ist jedoch, dass Sony – bis auf Gaikai – ein Oldschool-Konzept verfolgt. Während Microsoft, auch wegen Smartglass, für kommende Entwicklungen im Tablet- und Online-Bereich mit ihrem Konzept und damit die Zukunft zweifellos wesentlich besser gerüstet sein mag, auch wenn mir diese keineswegs gefällt.‘

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