Was erzählt denn Steven Spielberg da?

Kommentar bei IDG: ‚Ich wüsste beim besten Willen nicht was bei meinem Parade-(Anti-)Videospiel „The Graveyard“ Sport sein soll. Aber vielleicht bin ich auch einfach nur herzlos –
Im Übrigen kann ich es nur absurd finden was er da über „Boom Blox“ behauptet: es war doch von Anfang an klar, dass seine Kooperation mit Electronic Arts damals mehrere Spiele umfassen sollte. Und das narrative von dem er da spricht war garantiert nicht „Boom Blox“, sondern eben das gecancelte „LMNO“ http://kotaku.com/5661479/ea-cancels-steven-spielberg-game Der bringt dort doch alles durcheinander und da sieht man mal wieder dass er damals nur seinen (guten?) Namen hergegeben hat – Show-Auftritt mit Louis Castle (…) inklusive.
Die Geschichte von Spielberg und der Videospielindustrie ist übrigens wesentlich älter: mit Dreamworks Interactive war er Ende der Neunziger sogar selbst wirklich Teil davon, hob etwa die „Medal of Honor“-Marke aus etc. Und in „Trespasser“ hat sogar sein Sohn einen Credit…‘

Nachtrag: als Folge dieses Artikels wird mir ehrlich gesagt doch immer sympathischer worüber Alejandro Jodorowsky unlängst in München berichtet hat

Update: glücklicher Weise stammte das Interview jedoch wenigstens nur von einer Satire-Seite
Der humoristische Artikel mit George Lucas dürfte im Kontext der jüngsten „Implosionsrede“ der beiden zur Filmindustrie entstanden sein. Dessen dezente Aufmachung samt Controller-Logik und entsprechendem Verständnis von einer „Sozialwissenschaft des Herzens“ dürfte zumindest für die deutsche Videospielpresse aber immerhin bereits Grund genug gewesen sein, um dem Text glauben zu schenken (siehe etwa auch playm) – obwohl er offensichtlich zum Bild einer ungenannten Veranstaltung mit Spielberg und Lucas arbeitet.

Replik bei IDG: ‚@Mysticdragon
Wie Musou Tensei schon hinwies, steckt hinter dem Ganzen glücklicher Weise nicht mehr Realität als es diese Artikel suggerieren.
Also ganz blöd ist der vielbeschäftigte Mann demnach dann (noch) doch nicht geworden… Es ist dafür schon bezeichnend, dass Menschen, also nicht nur ich, solchen Meldungen Glauben schenken. Die Äußerungen sind schließlich nicht so weit weg von jenen des verstorbenen Roger Ebert, welche in den USA für Furore gesorgt haben

Das gefakte Interview dürfte übrigens wegen dem hier entstanden sein http://www.guardian.co.uk/film/2013/jun/13/steven-spielberg-george-lucas-film-industry Als eine Art Retourkutsche sozusagen -‚

Die Spielberg/Lucas-Äußerungen zur Filmindustrie im Juni hat hierzulande derweil übrigens auch der Kurier aufgenommen. Während in der Zeitmaschine daneben Paul Schrader aus dem 11er-Jahr referriert: „Hollywood bricht zusammen“

2. Update: mittlerweile hat zumindest IDG den Spielberg/Games-Artikel wieder sang und klanglos entfernt.

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