Kommentar zu neueren Sprechweisen in Europa

Auf „Stigma Videospiele“: ‚Tatsächlich kann auch aus meiner Sicht nur ein ideologischer Kollektivismus einen solchen Neologismus gebären: eine Ideologie welche Wehrlosigkeit propagiert und sich (gerade damit) gegen Eigenverantwortung stellt, die Inhalten mit nichts anderem als Voreingenommenheit sowie überaus einseitigen Interpretationen begegnet, und die neben einer moralischen Überlegenheit der eigenen Gruppe nichts anderes mehr gelten lässt. Allem das von außen dieser Gruppe (zumindest scheinbar) widerstrebig entgegenläuft, wie etwa die Ego-Shooter-Videospiele. Wo „denken“ oder (wie ich unlängst in einer Rezension las) „lesen“ (sic) etwa zwei mit „schießen“ nicht oder nur wenig vereinbare Tätigkeiten wären, das heißt wo zum Beispiel so getan wird als ob nicht jedem Schuss auch ein Gedanke vorausgehen würde: schießen würden dabei nur jene die des Denkens jedenfalls nicht ausreichend (vorher) mächtig (gewesen) wären – was dem eigenen Chauvinismus zufolge wiederum schade sein würde. Große DenkerInnen hätten damit jedenfalls nicht „geschossen“, wodurch die Vorstellung einer eigenen Friedfertigkeit belegt werden soll. Und erwünscht ist so nur jenes Andere das den eigenen Vorstellungen (zumindest vorgeblich) entspricht, also im Grunde genommen und eigentlich gar nichts anderes. Wo Unterdrückung eine vielleicht höchstens geleugnete Selbstverständlichkeit (wieder geworden) ist. Dass ein solches Denken letztlich vor allem Lippenbekenntnisse und schöne Fassaden befördert, welche im Endeffekt dann sowieso nichts wert sind, das heißt nicht einmal für die eigenen „Werte“ und Normen, und eine allgemeine Unehrlichkeit sowie ethische Hypokrisie in ein öffentliches Zentrum stellt, versteht sich dabei von selbst glaub ich –
Problematischer als aus Deutschland kommend ist das für den Rest Europas momentan aber glaub ich bei der Politik welche David Cameron in Großbritannien fährt: etwa wenn ich beobachte wie dort gerade ein Begriff wie „Anstand“ verwendet wird. Zumal dann wenn ich mir das Bild ansehe welches der nächste junge, kräftige, gesunde Monarch in der Thronfolge abgibt – da kann mir schon schwummrig werden und das kann ich bereits bedrohlich für meine Vorstellung von „Freiheit“ und (Über-)Lebenschancen finden. Auch wir hier in Österreich haben Probleme damit, wenn ich da an manche äußerst zweifelhaften Äußerungen unseres sozialdemokratischen Bundespräsidenten denke, aber bei George Orwell war unanständig zu sein noch etwa das Sinnbild eines jeden Widerstandes in dessen Dystopie aus „1984“: hier, in diesem Europa des 21. Jahrhundert, wird das langsam aber sicher (wieder) komplett umgekehrt…‘

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