Ersteindruck „DuckTales Remastered“ (2013)

„DuckTales“ ist keine große Kindheitserinnerung von mir. Als Konsolen- und Cartoonbanause bis zum Young Adult kannte ich von meinem Amiga höchstens das sehr mäßige „The Quest for Gold“. Und da zwischen Nintendo und Disney anscheinend ein Vertrag auslief, mittlerweile selbst „The Lion King“ wieder von der Virtual Console genommen wurde, freue ich mich umso mehr darüber, dass die alten Spiele welche ich damals verpasst habe auf anderen Wegen wieder neu erscheinen – noch in opulenterer und modernisierter Weise: so wie dieses „DuckTales“ und bald auch der Genesis/Mega Drive-Klassiker „Castle of Illusion“. Und „DuckTales“ macht auf den ersten Blick wirklich alles richtig was das ästhetisch ähnliche 3DS-Mickey-Mouse-Spiel (The Power of Illusion) letztes Jahr falsch tat: oder wer sollte es wem auch übel nehmen, wenn im Überschwang die alten Originalsprecher aus den Achtzigern bekommen zu haben ein paar Zwischensequenzen mehr vertont wurden? „DuckTales“ ist ansonsten kompakt, mit Extras versehen und an den richtigen Stellen erweitert worden. Die Steuerung eingängig an die neuen Verhältnisse angepasst, auch auf der bei solchen Multiplattform-Titeln wegen dem Pad-Bonus jetzt immer Konsole meiner Wahl, der Wii U. Leider gibt es dort außer demselben Bild auf dem zweiten Bildschirm keine Besonderheiten.
Dafür ist die HD-Ausgabe gestochen scharf und das Gameplay eingänglich, wenn auch der kantige Levelaufbau nur dezent erweitert wurde, ansonsten aber aus den Achtzigern praktisch unverändert erhalten blieb: Onkel Dagobert verwendet als Waffe immer noch seinen Springstock. Die Plattformlogik ist damit oft nicht sonderlich elegant – wofür die Musik mit ihrer Ohrwurmqualität entschädigt. Und aufgrund der vorzüglichen Sprachausgabe kann das neue „DuckTales“ auch dazu verwendet werden um sich mit den Originalnamen der Disneyenten vertraut zu machen, welche sich von den Eindeutschungen teils erheblich unterscheiden.
Mit Titeln wie „Contra 4“ oder Lizenzen wie zum „Thor“-Kinofilm und „Aliens – Infestation“ haben die auf Sidescroller aller Art spezialisierten WayForward Technologies zum ersten Mal seit „Bloodrayne – Betrayal“ 2011 wieder gezeigt, dass sie nicht nur auf Handhelds wie dem DS wesentliche Spiele beitragen können, sondern auch mit Multiplattform-Entwicklungen darauf aufmerksam machen, dass 2-D auch jenseits des „Indie“-Booms noch längst nicht tot ist –

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