Viacom stellt „Killer Is Dead“ (unter anderem) als angeblich entwürdigendes Spiel für „pervertierte Widerlinge“ vor

Erwartungsgemäßes, aber inhaltlich doch irgendwie verschärftes GT-Review. Und weiterer Ausdruck dafür wie nunmehr auch in den USA auf Biegen und Brechen „Videospiele für alle“ faschisierend durchgesetzt werden sollen. Das als „Kritik“ verstanden wird.
Bezeichnend und bedenklicher Weise noch gelobt wird vom Rezensenten dabei die stilisierte Gewaltdarstellung aus Japan: zunächst wird sich nur über eine weibliche Nebenfigur beschwert, die zwar etwas zu zeigefreudig gekleidet wäre um noch als „normal“ durchzugehen, dann aber auch eine Körperwandlung mitmachen würde die das ganz sicher nicht mehr wäre. Erst ganz am Ende kommen die Sätze zum Sex-Anteil des Titels, wobei Sexualität (in Videospielen) offenbar als „Eleganz“ normiert werden möchte. Im Gegenteil wäre „Killer Is Dead“ dahingehend nicht nur „geschmacklos“, sondern auch entwürdigend: beim Spielen könnte sich nur wie ein „pervertierter Widerling“ gefühlt werden. „Just know you’ll feel like a perverted creep the entire time“ heißt es im Text: „The perpetual nonsense in the story isn’t remotely cohesive and the gigolo missions are nothing more than degrading distractions.“ Dabei frage ich mich: Ablenkungen wovon? Von den ansonsten wunderbar akzeptierten Gewalthandlungen im Spiel?

Doch entwürdigend, sage ich, ist für mich wenn dann immer noch dieses Games-Derivat von MTV. Kommentar: ‚So sexuality should be just „elegant“, or what?
Whatever THAT means…
I already know that you let your written reviews read with the impression that the guy who always speaks also wrote them. No, he has NOT. This is no „Ben Moore“. BUT this review is really as discriminating as it gets, GT… Thank goodness I’m not „normal“ enough to understand your „degrading“ judgment.
Greetings, yours sincerely, just one „perverted creep“ -‚

Ergänzende Nachlese zum Kolumnisten Marcus Beer. Artikel mit Versatzstücken über Beer auf Kotaku, der sicherlich unfreiwillig (eine entsprechende, für mich schlicht menschenverachtende Geisteshaltung ist ansonsten schließlich gelegentlich auch bei Kotaku präsent) eindrucksvoll belegt welches Feindbild Masturbation dort eigentlich darstellt – ob bei „wankers“ oder, wohl aus Wales stammend, den britischen „tosspots“. Alles noch vorgetragen unter dem Eindruck dabei eine moralisch richtige Seite zu vertreten. Vermeintliche Gleichheit die nicht einmal im Ansatz berücksichtigt, wen sie durch ihre Akzeptanz sozial eigentlich alles ausgrenzt.
Nur Obacht vor der Täter-Opfer-Umkehrung, wenn anderen ihr Hass und ihre (sexuellen wie ästhetischen und interpretativen) Abgrenzungen nahegelegt werden – wie ich letzte Woche am eigenen Leib feststellen durfte… Und wo die begriffliche Bestimmungsgewalt tags darauf den „Krieg“ in „Battlefield“ etwa gleich zu einem erklärte, „der Spaß machen soll„. Das ginge irgendwie ja noch, jedenfalls anscheinend – der Schaden den unzählige solcher einen negativen Eindruck rechtfertigend zustimmender Artikel in einer Öffentlichkeit bereits angerichtet haben sei mal ausgeblendet… Doch die Logik der Verleumdung kann auch (gleich) ganz anders: eine Freude über Darstellungen, einen positiven Zugang zur Integration von Themen in Videospielen, etwa zu Befürwortungen von bis hin von Vergewaltigungen verdrehen… Abseits von „Kriegen“ die „Spaß“ machen, so als ob in „Kriegen“ etwa (auch 1, 2) keine Vergewaltigungen vorkämen.
Der entsprechende journalistische „Standard“ ist schließlich bereits (ebenfalls) vorgegeben

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