Neuer Kommentar zu „Mediengewalt“

Auf „Stigma Videospiele“: ‚Ich denke die Probleme wurden da schön zusammengefasst und sehr gut analysiert. Vielen Dank!
Würde bei der Forschung ja schon fragen in welchen Bereich diese Statistik grob überhaupt fallen soll. Ist das nun Soziologie? Weiß ist afaik kein Soziologe. Oder soll das etwa doch ein Anflug von Massenpsychologie sein? Weiß hat dahingehend früher schon von „Faschismus“ gesprochen, also liegt nahe, dass er meint er würde damit konzentrierte Gewalt und irgendeine Form von Vorbereitung, der Indoktrination und Mobilisierung, untersuchen – im Sinne von Canetti. Also dass etwa der Imperialismus da irgendetwas plant – siehe auch die entsprechenden Verbindungen zum Schiffer-Institut. Und dazu schwirren ja auch immer entsprechende Vokabeln der „Übung“ durch den Raum, der „Ein-“ und „Ausübung“, des „Trainings“ von „Gewalt“. Doch ist, abgesehen vom Unterschied zwischen „Online“ und „Multiplayer“, dabei gar bekannt wie groß die Anzahl der Menschen ist welche weltweit „Call of Duty“ spielen, woher die alle kommen und wie unterschiedlich diese gegebenenfalls auch sind etc. Wieso werden überhaupt Minderjährige untersucht, usw. usf.
Massenpsychologie würde dabei eigentlich doch große Ansammlungen von Menschen betreffen, während es hier um die Freizeit von Kindern (und Jugendlichen) geht. Dass auch diese eine Privatsphäre haben, über die zwar ihre Erziehungsberechtigten mitbestimmen, aber welche dennoch intakt vorhanden sein sollte, scheint mir da sowieso nur mit aller ureigensten Brutalität drübergefahren zu werden – siehe auch die fortschreitenden Ideen den Nachmittag zu verschulen, damit die Minderjährigen erst gar nicht auf so „dumme“ Gedanken wie „Call of Duty“ kommen, in Vorbereitung auf die restliche Disziplinargesellschaft welche ihre Lebenswege weiter bestimmen soll noch besser kontrolliert werden können.
Und so dürfte halt immer wieder vor allem nur versucht werden die mindestens ebenso unliebsamen wie unerwünschten Gewaltdarstellungen in ein möglichst schlechtes Licht zu rücken. Mit dem Jugendschutzgedanken und sonstigen Bedenken zu verbinden, wobei das was halt (alles) schlecht wäre bereits von Vornherein schon längst feststeht – keinen Deut in Frage gestellt wird. Alles praktisch das glatte Gegenteil von sonorer Wissenschaft und damit bloße Ideologie. Und genau diese Gedankengänge bestimmen dann nicht nur was gefragt wird, sondern auch was mit Fragen für die Auswertung letztlich verbunden alles dasteht.
Ich würde ja vorschlagen, dass besser offen zugegeben wird was da eigentlich betrieben wird, nämlich simple Politik. Denn auch dass Videospiele etwa unschädlich oder nicht gefährlich wären, wie es in manchen Teilen der Industrie vielleicht doch immer noch fantasiert ist, ist meiner Ansicht nach mindestens derselbe Blödsinn – nur leider sind ähnliche Ressentiments auch in etablierter(er) Forschung vorhanden, wenn sie dort auch Ergebnisse nicht auf dermaßen durchsichtige Weise bestimmen. Viele wünschen sich, dass es „Call of Duty“ & Co. besser nicht mehr geben würde. Ich würde das als regelrechtes bürgerliches Anliegen bezeichnen, links wie rechts in einem politischen Spektrum der vermeintlich friedfertigen und erfolgreichen Mitte – siehe auch den Schimmer jüngst bei den Freien Wählern, oder entsprechende Wahlkampfäußerungen von Hans-Peter Friedrich. Und deshalb wird der Verein so weitermachen wie bisher – leider.‘

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