Weiterer Kommentar zu „Mediengewalt“

In Ergänzung: ‚Das zeigt doch nur, dass er von der Materie inhaltlich keine Ahnung hat und ist so als würde er eine kurze Novelle mit einem langen Roman vergleichen. Wäre er Sprachlehrer wäre es beim lesen schon interessant wie lange er „Schüler“ dann Zeit für einen Stoff gäbe.
Auch „Alleinspieler“ ist nicht gleich Einzelspieler – bei dem Begriff kommt jedenfalls bei mir nur der Gedanke auf, dass jemand allein vorm Bildschirm sitzt. Eine Blüte ist ebenfalls, dass Attraktivität Suchtpotential hervorrufen würde – das noch dazu „wahrscheinlicher“ wäre: eben für seine Pathologisierungen. So als ob bei zwischenmenschlichen Beziehungen Attraktivität etwa auch gleich zur Liebeskrankheit führen würde.
Nicht einmal die angegebene Zuschreibung passt dort dazu, denn „gespielt – egal wie lange“ heißt doch keineswegs „besonders lang“, so wie er das anscheinend wie selbstverständlich (für seine Zwecke) interpretiert… Im Gegenteil ist das doch eine unbestimmte Angabe (!). Der sprechende Mensch wusste wohl nicht wie lange und gab das dann halt an. Also hier scheinen ja nicht nur analytische Mängel zu bestehen, sondern auch empirische Grundprinzipien völlig über den Haufen geworfen zu werden.
GTA und COD sind als Schießspiele formal auch kaum miteinander zu vergleichen. COD im Multiplayer wohl eher mit „World of Warcraft“, denn COD kann im für seine Zwecke schlimmsten Fall so wie ein MMO gespielt werden, also dass es praktisch endlos ist. Und damit die brutale „Gewaltsucht“ auch grenzenlos – während bei GTA der über die ganze Stadt verteilte Multiplayer bei IV nur ein Zusatz war, im fünften Teil kommend (separat veröffentlicht) aber auch eher in diese Richtung eines PVP-MMOs (mit In-Game-Käufen wie bei einem F2P) gehen soll. Ab einem gewissen Punkt steht das GTA-Sandkasteneinzelspiel auch immer eher so da, dass es nicht unbedingt zu einem Abschluss gebracht werden müsste, damit es sozusagen „attraktiv“ wäre. Gewissermaßen „schadet“ die „Studie“ damit auch ihren eigenen Zwecken und hätte er noch viel mehr Übel und Unheil zum „Jugendmedienschutz“ mitteilen können, wüsste er über die betreffenden Spiele besser Bescheid.
Dem Fass den Boden schlägt er schließlich (noch mal) aus, indem er bei den einen Grafiken ab Seite 4 so tut als ob 2008 und 2009 zwei verschiedene „GTA IV“-Spiele erschienen wären, so wie bei seinen Untersuchungen von „Modern Warfare 2“ 2010 und „Black Ops 2“ 2013…‘
Das zitierte Dokument von Dr. Rudolf H. Weiß –

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