Neuer Kommentar zum Realismus des Roten Kreuzes

Auf „Stigma Videospiele“: ‚Ich weiß jetzt nicht genau wie sich die „ARMA“-Reihe entwickelt hat, aber als ich das letzte Mal nachgesehen hatte war auch das kein „Kriegsspiel“ im eigentlichen Sinne des Wortes. Schon zu „Operation Flashpoint“-Zeiten wurden schließlich alle möglichen fiktionalen Finten geschlagen um einen möglichst „ungestörten“ militärischen „Spielplatz“ herzustellen – in der Narration etwa ganze Inseln evakuiert, nur damit dort später dann das Militär darauf antanzen kann.
Auch andere Spiele taten das – am prominentesten vielleicht „Far Cry 2“, was Christian Schmidt damals als einer der ersten kritisiert hat.
Und „Spec Ops“, gemeint ist wohl „The Line“, war auch alles andere als eine Simulation: dafür um Ernst ins Spiel zu bringen bräuchte es das eben auch überhaupt nicht, sondern da ging es gerade im Gegenteil vielmehr darum (auch ziviles) Leid darzustellen und sogar besonders Kriegsverbrechen (!) zu integrieren.
Sicher würde es bei Simulationen die von egalitären Parteien ausgehen viel Sinn machen auch „Kriegsrecht“ zu zeigen. Nur müsste es dafür halt auch eine KI oder andere Gamer geben die sich dafür ergeben wollen würden, welche etwa Verletzungen aufweisen, wo eben nicht bis zum Tod gekämpft wird und wo es dann zur Kriegsgefangenenschaft oder Flucht usw. kommt. Auch müssten dafür vielleicht überhaupt mal „Völker“ integriert werden. Vorerst sehe ich das jedoch eher nur bei indirekten Spielen wie der „Total War“-Franchise wo Flucht sogar den „Schlachten“alltag bestimmen kann – zumindest dann wenn ich spiele…
Ansonsten ist es aus meiner Sicht eher eine Frage ob es „Gerechtigkeit“ oder sogar „Recht“ im Krieg gar geben kann, nicht unähnlich zu anderen Dingen welche mit internationalem Recht zusammenhängen und dort dahingehend auch von verschiedensten NGOs und AutorInnen in den letzten Jahrzehnten immer wieder scharf kritisiert wurden, von Galtung bis Lyotard, bis hin zu sogar den „Menschenrechten“ selbst als etwa chauvinistisch usw. Und ob das nicht schon alles Beschönigungen oder Verharmlosungen von „Krieg“ sind – zusammen mit einer bestimmten Sicht auf Videospiele als Ausdrucksform, welche Negatives in diesen Medien praktisch immer ausblenden will, weil sie es grundsätzlich stets affirmativ interpretiert. Als gewissermaßen „gedankenloses“ Schwelgen im „Unrecht“ -‚

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