Neue Feststellung zu tendenziöser Informationspolitik aus der Schweiz

Auf SB.com: ‚Ich habe mich schon damals im News-Artikel dazu bewusst nicht geäußert. Diesen fand ich bereits überaus fragwürdig formuliert, allein schon was „Pumuckl“ betrifft – welcher in der Serie bekanntlich öfters seinen Hintern herzeigte. Der wäre laut Euch nämlich schon weniger davon betroffen, was aber dieser Berichterstattung zufolge eben nicht (mehr) sein kann – da dieser demnach durchaus auch schon als Minderjähriger angesehen werden könnte (also ebenfalls als Fantasiegestalt) und die Darstellung selbst als „wirklichkeitsnah“ oder sonst was welches dort gern gesagt wird. Also irgendwann werdet Ihr Euch schon festlegen müssen: entweder es herrscht dort dann die totale Willkür, oder halt weiterhin eher (doch) nicht.
Im Prinzip ist das ja auch nichts anderes als bei Gewaltdarstellungen in Deutschland, wo es bei „menschenähnlichen Wesen“ auch solche Begriffe gibt – dort kritisiert Ihr diese aber für gewöhnlich nicht und meint bloß „Informationen“ weiter zu geben, hier bei der Schweiz wird dann jedoch so ein Bedrohungsszenarien aufbauendes Kauderwelsch erzählt. Dann las ich jetzt noch besonders unglückliche Kommentare in dem Artikel, wonach es völlig egal wäre ob ein Charakter als Ü-18 festgelegt wird, wenn in der Strafverfolgung dennoch Minderjährige gesehen werden. Trotz allem sieht der Kommentator „Leon Willkes“ nur eine Handvoll Titel aus angeblich „harmlos“eren Medien gefährdet – sorry, aber das ist der totale Widerspruch. Absurder geht es kaum mehr. Oder woran soll eine Volljährigkeit von Charakteren dann festgemacht werden, wenn nicht anhand von Alterszuschreibungen: daran welchen Brustumfang Frauenfiguren etwa hätten? Was für eine Diskriminierung von Frauen mit kleineren Brüsten soll das wieder sein?
Da wird mit irgendwelchen Gesetzestexten oder Interpretationen von JuristInnen um sich geworfen, wo am Ende – aus meiner kulturwissenschaftlichen Warte betrachtet – nur mehr Halbwahrheiten übrig bleiben (können!). Ich habe ja in all den Jahren wo ich mich professionell mit Verfolgungen fiktional geistiger Medien in unseren drei primär deutschsprachigen Staaten beschäftigte, nur zu einem nie einen handfesten Zugang erhalten, nämlich zu der Schweiz. Ich habe von dort immer nur die schlimmsten Raubersgeschichten gehört, von Verfolgungen noch und nöcher – bloß konnte ich nie etwas wirklich schlimmes aus der Schweiz in Erfahrung bringen. Demnach müsste es dort von Geheimgefängnissen mit RezipientInnen nur so wimmeln, wenn ich schon so Sachen lese wie „Literaturprozesse“ der Staatsanwaltschaft Zürich. Beispiel Pasolini in Zürich: dessen letzter Film hätte vor ein paar Jahren dort auch nicht aufgeführt werden dürfen, doch am Ende hat sich dennoch alles in Wohlgefallen aufgelöst. Wobei sich afaik für „Dead or Alive – Dimensions“ in Skandinavien sogar die Polizei selbst eingesetzt hat, obwohl es dort in vorauseilendem Gehorsam unter eine ähnliche Jurisdiktion wie sie da für die Schweiz aufgebauscht wird gefallen wäre: auch bei diesem Referendum wieder sollen Nicht-SchweizerInnen offenbar völlig ausgegrenzt werden. Und wenn ich nachfrage hab ich aus dem Land bislang noch niemals eine Antwort erhalten – wahrscheinlich weil sie nicht einmal meine Fragen verstehen, aber sonst groß rumtönen tun. Es tut mir leid, aber solange ich nicht eine bessere Informationspolitik aus dem Land sehe kann ich die „Eidgenossen“ gleich wenig einschätzen wie inkriminierte Gamer in Venezuela. Es ist anscheinend schlimm was dort alles geschieht und/oder theoretisch möglich wäre, aber für den Rest der Welt auch nicht wirklich kalkulierbar. Wobei ich nur daran erinnere, dass „Killerspiele“ dort ja auch schon seit Jahren jetzt offiziell „verboten“ sein sollen – bloß sind sie es dann irgendwie doch nie geworden, weil es an der Ausarbeitung entsprechender Gesetze letztlich mangelte.‘

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