Anscheinend doch Eilindizierung von „Dead Rising 3“, auch „Evil Dead“ (2013) am Index. Und „Nymphomaniac“ soll gleich durch den kapitalistischen Systemwolf gedreht worden sein…

Genau eine Woche nach dem weltweiten Launch der Xbox One ist dessen außerhalb Deutschlands offiziell veröffentlichter Starttitel nun offenbar noch nachträglich im Eilverfahren auf dem Index gelandet und von der zuständigen Behörde für in Deutschland strafrechtlich relevant erklärt worden. Etwa Amazon.de hat das Spiel jedoch noch immer nicht aus seinem Sortiment genommen (IDG).
Auch der besonders populäre Film „Evil Dead“ (2013) wurde in Form einer kanadischen Blu-ray indiziert. Da bei Trägermedien, sofern nicht „inhaltsgleich“, davon immer nur einzelne Fassungen betroffen sind, dürften die meisten der hiesig verwendeten aber noch mindestens einen Monat länger in Deutschland frei zu haben sein. Amazon.de verkauft auch in dem Fall etwa weiterhin die von der Juristenkommission der Deutschen Filmwirtschaft geprüften Discs.
Unterdessen wird behauptet, dass „Nymphomaniac“ um anderthalb Stunden gekürzt werden würde. Lars von Trier hätte dafür das Handtuch geworfen und sich dem Markt gebeugt, auch wäre eine „Softcore“-Variante damit vom Tisch – was sich gewissermaßen aber schon widerspricht (Hollywood Reporter via SB.com), denn um explizite Szenen wird es so nicht gegangen sein – eher um eine fünfeinhalbstündige Rohfassung. Ebenfalls wird erst seit kurzem bei „Nymphomaniac“ von einem Film geredet. Bereits im April 2012 hieß es schließlich, dass es sich um einen Zweiteiler handeln wird – meiner Erinnerung nach wurde das bereits sogar mindestens ein Jahr davor schon so gesagt. Zumindest eine Premiere in Cannes dürfte damit 2014 jedoch mit Gewissheit nicht mehr erfolgen.
„Nymphomaniac“ entstand mit Mitteln der deutschen Filmförderung (1,2 Millionen Euro aus Nordrhein-Westfalen). Vor kurzem erschien ein erster offizieller, integraler Trailer mit Musik von Rammstein

Update – Replik zu „Dead Rising“, bei IDG: ‚@acuntex
GTA entspricht, spätestens seit Teil IV, zumindest im Ansatz etablierter Literalität. Ist jedenfalls eher „kritisch“ oder „schöngeistig“ als „Dead Rising“. Siehe auch entsprechende Rezensionen bei Spiegel und Co. Deren ästhetische Gewalt.
Und da gabs sogar mal einen US-Richter der das wegen Romero auch so gesehen hat. Leider ist das so eben das kulturell normierte Programm…‘
Seit einer späteren Rezeption des originalen „The Evil Dead“ von 1982 schützt das deutsche Strafrecht Zombies als „menschenähnliche Wesen“ mittels „Menschenwürde“ – nachzulesen etwa in meiner Dissertation (74)

Update 30. November – weitere Replik: ‚@TheTrueMortuary
Spannend wird werden wie Microsoft da etwaige IP-Sperren handelt, also ob sie nach dem 3. Dezember etwa nachträglich dort irgendwo was draufhauen, aber Konten werden auf der One nicht mehr an einzelne Shops gebunden. Auch dafür eigene Konten zu erstellen ist damit völlig hinfällig geworden.
Sämtliche Sprach- und Ländereinstellungen erfolgen nun über die Konsole selbst. Also wer englische Anzeigen haben will muss auch einen englischsprachigen Shop auswählen. Soll heißen: es wird darauf ankommen wie sicher sich deren Rechtsabteilungen dabei fühlen. Und im schlimmsten Fall führen sie in solchen Fällen dann eigene Schwarzlisten. Möglicherweise spielen im Hintergrund Adressangaben und Zahlungsmittel noch immer eine Rolle, auf den ersten Blick aber sicher nicht mehr um überhaupt Zugang zu den ersehnten Geschäften zu haben.
Und anders als Sony, etwa auch über das WWW wo sich gegenwärtig die PS4-Plus-Spiele auch ohne PS4 verknüpfen lassen, führt die One vorerst überhaupt keine Download-Listen mehr. Das Microsoft Billing führt sowieso nur Transaktionen, bei denen Geld im Spiel war. Alles das irgendwo heruntergeladen wird, wird nach Löschung lediglich in der Cloud nach hinten gereiht. Wo etwas einmal heruntergeladen wurde lässt sich so nicht mehr sagen, höchstens dann wenn es nach seiner Entfernung und Änderung der Spracheinstellung nicht mehr in der Cloud erscheint. Ein Spielstand-Management gibt es, ähnlich wie anfangs auf 3DS und Vita, ebenfalls nicht mehr. Wobei es mir nach über einer Woche immer noch unklar ist, ob diese (selbst für Gold-Member) überhaupt in der Cloud (mit)gespeichert werden – also bei Titel wie „FIFA 14“ bezweifle ich das stark.
Und als ich letzte Nacht zum ersten Mal einen Artikel auf der One per Geld-Transaktion erworben habe ist mir aufgefallen, dass Microsoft das Download-Spiel anders als eines von der 360 nicht als „Kauf“, sondern lediglich als „Gebühr“ verbucht hat. Ein Umstand der für mich auf eine enorm starke Stellung der Cloud im Unternehmen hindeutet –

Wie diffizil die Ländereinstellungen sind zeigt auch der Umgang mit Kinect: so gibt es hier in Österreich noch keine Spracheingabe darüber, obwohl diese das Betriebssystem in seiner Hilfe zu den Shops etc. sogar (weiterhin) vorschlägt. Mittlerweile bin ich draufgekommen, dass ein Titel wie „FIFA 14“ mit aktiviertem deutschen Dialekt nicht von einer „österreichisch“ eingestellten Konsole startet usw.
Zumindest dann, wenn einmal die Spracheinstellung schon am Gerät geändert wurde‘

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