Humorvolle Repliken zum (traurigen) „Stand der Wissenschaft“

Auf „Stigma Videospiele“: (…) Mir geht es nur auch um die Frage inwieweit „Gefahr“ im Ausdruck Anderer zugelassen wird, oder eben gar erwünscht ist. Ich finde es zwar legitim zu sagen: nein, wer weiß wie etwas aufgefasst wird oder eben negativ wirkt – diese Inhalte sollen zum Wohl Vieler besser sein gelassen werden – nur kann das aus meiner Sicht halt auch sehr einschränkend sein, wobei eine Unterdrückung im Einzelnen ungeahnte gesellschaftliche Auswirkungen haben kann. Folgen die heutzutage womöglich noch gar keine Empirie untersuchen könnte.
Ich bin in meinem Denken halt auch sehr durch Nietzsche und Freud geprägt. Und im Allgemeinen geht es dabei um Tabus und die Frage wie diese entweder aufgebrochen oder zementiert werden (sollen).
(…)
Bevor ich mich mit dem „Stand der Wissenschaft“ befassen würde, täte ich erstmal nach deren Theorie fragen. Etwa nach Paradigmen (Kuhn) oder was „Normalwissenschaft“ ist, denn genau das ist hier wohl gefragt. Lange bevor ich mich einer Ontologie (Fakten) oder der Episteme (Erkenntnistheorie) widme: (…) geht es da auch weniger um „Beweise“ sondern vielmehr „Nachweise“. Wobei der Unterschied zwischen „Cornetto“ und „Call of Duty“ der ist, dass im Eis keine Gewalt wahrgenommen und demnach kritisiert wird: weshalb ich so Äußerungen wie „Amokläufer aßen auch Brot“ immer einigermaßen dumm finde – selbst dann wenn sie als politische Slogans taugen sollten.
Ansonsten wäre ich aber eher vorsichtig der Meinung anderer Dummheit oder Ähnliches zu unterstellen: denn dumme Menschen gibt es für mich schonmal gar nicht und politische Einstellungen bestimmen aus meiner Sicht praktisch sämtliche Zugänge in dieser Sache. Wie vielleicht (…) indirekt schon gesagt (…): wer welche Präferenzen hat.
Grundsätzlich möchte ich jedoch noch anmerken, dass es sicherlich große Mühe erfordert in den auch sehr umfangreichen „Studien“ eines KFN und Co. Fehler und Unzulänglichkeiten auszumachen – und diesbezüglich einfach was negativ daherzusagen hat mich persönlich noch nie überzeugt.

Was schließlich in der Interpretation des BPB-Chats mündet: dort hat nämlich NICHT Kleimann „ja“ gesagt auf die Glaubenfrage, sondern der Nicht-KFNler Mertens. Weil wenn dann das KFN ja eher ein Problem mit absoluten Werten und einem Relativismus hat – eigentlich und hoffentlich Selbstverständlichkeiten im 21. Jahrhundert. Und spätestens seit Heisenberg selbst auch in Naturwissenschaften wie der Physik.
Aber dass präpotenten, aggressiv-chauvinistischen Marktschreiern wie Jim Sterling, die praktisch alles andere das anders ist als sie selbst aus meiner Sicht bloß verachten, beschimpfen und in ihren Lästerungen verhöhnen, mehr Legitimität zugestanden wird als Einrichtungen wie dem KFN, spricht in der Debatte auch für sich denke ich -‚

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