Masturbation und „hohe Kunst“

Der Sprache dieser Gesellschaft bin ich hoffentlich wirklich nicht mächtig, ob grammatikalisch oder nicht: ‚Dafür würde es etwa „Sinn“ machen, diesen Film als „übel sexistisch“ zu bezeichnen? Wieso?
Etwa weil er „Abfall“ ist? Was für eine Begründung ist das?
Wovon da etwas der Müll sein soll schreiben Sie ja auch nicht, denn vielleicht ja gerade von der „hohen Kunst“. Weil es für Sie anscheinend auch nur „Sinn“ macht, den Film herabwürdigend auf die Sexualität anderer zu beziehen. So wie für den Autor – versetzt mit „Humor“.

Doch weshalb sollte sich bei Masturbation gar ein schlechtes Gewissen einstellen, nach dem Befehl von welcher Sexualmoral? Oder überhaupt jemand glauben dass etwas dafür „hohe Kunst“ sein bräuchte?
Wie die Vorwürfe in diesem Text anders zu verstehen wären, als dass eben misogyn „über die Körper fremder Menschen als Frauen zu bestimmen“ gedacht wird, weiß ich dabei noch immer nicht. Aber wahrscheinlich sind hier derlei Kategorisierungen von Menschen und Tabus bereits dermaßen verinnerlicht worden, dass ein anderes Denken darüber scheinbar tatsächlich nicht mehr möglich ist.‘

Eine Replik. Ganz zu schweigen von jener unglaublich hasserfüllten Mail, welche ich vor einigen Tagen über diese Seite erhielt –

Nachtrag: ich kann mich natürlich auch über einen beliebigen Film von Bruce LaBruce als „sexistisch“ beschweren, dass „Männer“ und „Frauen“ darin nicht „gleichbehandelt“ werden – ob humorvoll oder weniger -, denn genau darauf laufen diese Zugänge doch ständig hinaus. Nur würde das meine „Kritik“ nicht weniger homophob, fremdenfeindlich und menschenverachtend machen.
Bloß bei heterosexuellen Werken ist genau das demzufolge gang und gäbe, und ich wüsste noch immer nicht weshalb sonst als dass es diesen Zugängen halt weiterhin um ein Aufrechterhalten patriarchaler Muster, einem überaus einseitigen „Frauenbild“ samt Zucht und Ordnung, und damit nichts anderem als eine ebensolche Normativität ginge. Nur alles das was diese Welt und deren „Familienleben“ nicht bedroht, wird gönnerInnenhaft und mit einer gewissen Noblesse in Ruhe gelassen.

Über pyri

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