Kommentar zum „Grenzfall“ Edathy und „Jugendschutz“ in Deutschland

Im VDVC-Forum: ‚Vor etwa zwanzig Jahren hat die Bundesprüfstelle eine Reihe von inländischen „FKK“-Magazinen für „jugendgefährdend“ erklärt, die offensichtlich an Pädophile gerichtet waren. Und wie es bei „Jugendgefährdung“ immer ist, sofern damit nicht auch eine strafrechtliche Relevanz festgestellt wird, wurde damit ebenfalls ein Freibrief für pädophile Erwachsene erteilt: nur darüber wird bezeichnender Weise eben nicht berichtet.
Also das Material blieb vorerst „legal“. Ungeachtet dessen ob es da noch „härteres“ gab. Denn perfider Weise würden darüber nur Minderjährige, Kinder und Jugendliche, negativ beeinflusst werden, also bei der Betrachtung nackter Gleichaltriger, und wurde das damals damit jedenfalls abgestraft. Die Öffentlichkeit damals war schon beruhigt, dass die Bilder „indiziert“ wurden – noch heute weiß sie oft nicht was das eigentlich bedeutet (hat). Und im Glauben dass das noch immer gilt hat Edathy, der „verbarrikadierte Mensch“, bei dem was er zugegeben hat anscheinend naiv gehandelt. Denn was damals fürs Inland galt, wird, wenn bis heute solche Sachen tatsächlich noch im Ausland produziert wurden, weiterhin gelten. Und selbst wenn das eindeutig verboten schon war, wussten findige Geschäftsleute unter dem Stichwort „Family Nudism“ noch immer ihre perversen Geschäfte zu machen, denn da wurden weiterhin nackte Kinder für Pädophile zur Schau gestellt – was unter dem Beisein von Erwachsenen und dem Diktum eines „Naturismus“ nur ebenfalls noch „legal“ war.
Die Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen, von Letzteren auch etwa in „Mode“zeitschriften, ist – ob sexuell motiviert oder oberflächlich betrachtet weniger – zudem eine Sache, eine andere ist die damit verbundene Sexualisierung nackter Kinder. Wer vor dreißig Jahren irgendwo nackte Kinder spielen sah, wird noch nicht unbedingt an ein Verbrechen gedacht haben, heute ist das gänzlich anders. Ein zweifelhafter Fortschritt in der „Aufmerksamkeit“, nämlich dahingehend dass dieser in erster Linie die Kinder selbst einschränkt. Und die Öffentlichkeit will mit ihrer Bekenntnislogik natürlich Reue, auch damit diese ihre eigenen Verfehlungen und die Welt welche sie selbst damit ureigentlich geschaffen, für Kinder hinterlassen hat, also die Rechtschaffenen, moralisch Integren und sexuell Anständigen, weiter unter dem Blumenteppich behalten kann und immer wieder allein mit Empörung auf solche Sachen reagieren. Denn wie Frau Monssen-Engberding schonmal gesagt hat: Empörung könne sie „generell immer verstehen“ – http://www.dvd-magazin.de/?pageID=210 ‚ Mit Bezug auf eine Berichterstattung bei der ZEIT.

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