Peach springt mit! Ersteindruck „Super Mario 3D World“

Spät aber doch ist bei Nintendo Gleichberechtigung eingekehrt, denn erstmals wird die Prinzessin als handelnder Charakter nicht in ein eigenes, gefühlsbetontes DS-Abenteuer abgeschoben, oder unter ferner liefen in der „Smash Brothers“(sic!)-Franchise vermarktet. Die gegenüber den anderen „Super Mario“-Spielen erneut abweichende Freigabe in Deutschland habe ich bereits bemerkt, ebenso wie dass das Spiel doch wesentlich mehr ist als es die E3-Demo als Port/Sequel des 3DS-„Land“ von 2011 noch vermuten ließ, aber wie spielt sich der jüngste „Super Mario“-Teil?

Insgesamt wirkt das Spiel wie eine Mischung aus „Super Mario 3D Land“ und den beiden Wii-Ausgaben von „New Super Mario Bros.“. Neben Peach und Mario ist jedoch etwa auch Luigi schon im Hauptspiel anwählbar.
Zunächst fallen dabei die erstmals frei begehbaren Oberwelten auf: einen mythologisch übergeordneten Hintergrund wie in „Sunshine“ oder „Galaxy“ stellen diese allerdings nicht dar, wobei das Spiel mit „3D Land“ vor allem die Ästhetik mit ihren kräftigen Primärfarben eint. „3D Land“ war 2011 für den 3DS ein äußerst konzentrierter Mario-Titel, dessen Kampagne teilweise wie ein Minispiel aus dem späteren „New Super Mario Bros. 2“ gewesen ist. Auf solche Zusatzmodi verzichtet „3D World“ übrigens weitgehend und fügt sie wenn dann, eben über die neue Struktur der Oberwelten, in die (Koop-)Kampagne ein. Ebenso wie wohl erwähnenswert ist, dass trotz des „3D“ im Titel keinerlei stereoskopische Bildausgaben unterstützt werden.
Und da Peach diesmal nicht entführt wurde, müssen andere, ätherische Prinzessinnen herhalten und wie gehabt aus Schlössern befreit werden. Diese verbinden daraufhin die an die „New Super Mario Bros.“-Titel erinnernden Themenwelten. Eine insgesamt doch eher abstrakte Angelegenheit, die aber einige lustige Einfälle hat und über die hübschen Kostüme wieder abgeschwächt wird.
Sogar auf Zitate scheint Nintendo diesmal zu setzen: so wirkt der erste Kampf mit Bowser als Endgegner stark an Dr. Eggman aus der Sonic-Franchise. Plessie, eine wesentlich niedlichere, riesige Ausgabe des Plesiosauriers Dorrie, welche auch schon in der ersten Welt im Rahmen eines Wasserlevels (unten) auftaucht, wiederum an „Lupi“ aus „Conker’s Bad Für Day“, dem dort auf Kosten des Eichhörnchens ein besonders perfides Schicksal ereilte.
Diese Innovationen und/oder Ungewöhnlichkeiten werden Nintendo-typisch jedoch nur sporadisch, das heißt sehr dosiert eingesetzt. Ansonsten setzt das Spiel weiterhin auf das altbewährte Gameplay und den schon von sämtlichen „Super Mario“-Spielen zuletzt her bekannten, flexiblen Kostümwechsel. Es fällt mir daher doch schwer diesem viel gelobten Titel vorerst besonders viel abzugewinnen.

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