(Windows-)Demo von „Tesla Effect“ veröffentlicht

Auf Steam. Still ist es um die Mac-Version geworden, welche zumindest dort noch immer angekündigt wird. Eine angepriesene Mac-Demo funktioniert vorerst jedenfalls nicht wirklich.
Zudem sind nur die Windows-Systemanforderungen scheinbar finalisiert worden, während GOG.com gleich gar keinen Mac-Release mehr nennt. Erscheinen soll das ganze Spiel am 22. April.

Ende Februar wurde zudem bekannt, dass gemäß dem historischen Erbe der Franchise der beste aktuelle Standard nicht gut genug ist für ein neues Future-Noir-Abenteuer von „Tex Murphy“. Und so wird „Tesla Effect“ das erste Videospiel mit vorberechneten 2K-Sequenzen sein:

Folglich bringt der stolze Download immerhin 15GB auf die Waage. Das letzte „Tex Murphy“-Spiel erschien Anfang 1998: „Overseer“ war ein Remake des allerersten Krimis um den retrofuturistischen Humphrey-Bogart-Verschnitt im San Francisco des Jahres 2050, „Mean Streets“ (1989), und hatte Michael York (Logan’s Run) als Gegenspieler von Chris Jones. Als einer der ersten Titel unterstützte es Grafikkarten mit dem damals revolutionären AGP-Bussystem (für Intel Pentium II-Prozessoren), welcher auf der PC-Plattform erstmals größere Texturmengen verarbeiten konnte. Später erschien auch eine DVD-Variante (Videospiele wurden zu der Zeit für gewöhnlich auf CD-ROMs veröffentlicht), die Fassung welche heutzutage dankenswerter Weise auf GOG.com vertrieben wird. „Tex Murphy“ war dabei technisch schon immer revolutionär: bereits „Mean Streets“ setzte Ende der Achtziger auf 256 Farben und digitalisierten Ton (mittels des krächzenden internen PC-Lautsprechers, Soundkarten konnten das zu der Zeit noch gar nicht). Zusammen mit dem ersten „Akte X“-Spiel, dem Erotikdrama „Tender Loving Care – Die Versuchung“ mit John Hurt, sowie dem letzten von drei Videospielen mit Dennis Hopper, „Black Dahlia“ (ausgeliefert auf immer noch rekordhaltenden acht optischen Discs), war „Overseer“ ein Schwanengesang für das kurzlebige und vielgehasste Adventure-Subgenre des „interaktiven Films“, billig produzierte Titel welche Mitte der Neunziger (ausgehend von Multimedia-Konsolensystemen wie dem 3DO und Philips CD-i) mit minderwertigem und oft ebenso oberflächlichem Gameplay den Markt überschwemmten – meist zusammen mit abgehalfterten Hollywoodstars und jeder Menge Greenscreen-Technik.
So scheiterte später auch die Adaption des Mark-Hamill-Comics „The Black Pearl“ – was beim heutigen Label des Kickstarter-finanzierten „Tesla Effect“ nachgelesen werden kann. Neben seiner Rolle als Privatdetektiv vollbrachte Chris Jones bei Access Software, das später an Microsoft verkauft wurde, Ruhmestaten im Sportbereichvor allem in Sachen Golf.

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