Weitere Kommentare zu schwulen Optionen bei Nintendo

Anlässlich von „Tomodachi Life“. In den letzten Tagen beim Standard: ‚Das ist mal wieder typisch. Gerade indem sie solche Sachen unmöglich machen geben sie einen heteronormativen Kommentar ab. Und dabei wäre das hier wirklich eine Möglichkeit gewesen sich einmal leicht anders zu profilieren –
(…)
Es ist in vielen Spielen nicht schwierig Transgender-Personen zu schaffen, auch wenn die Möglichkeiten politisch eher absolut unbeabsichtigt sein dürften. Größere Probleme sah ich bislang eigentlich nur bei Microsoft und seinem Avatar-System, das mir als „Mann“ partout „Frauenkleider“ verweigert – da wollen sie nicht einmal mein Geld haben, also die kann ich nicht mal kaufen. Die Geschlechtersegregation ist bei Generatoren ansonsten jedoch sehr dezent. Ein Ausschlussgrund vor allem normierte Körperbehaarung, aber das betrifft ja nicht nur Transgender –
(…)
Ich verlange von Nintendo keineswegs eine Anpassung an westliche politische Konzepte, Normen und andere Abgrenzungen wie etwa „gay rights“. Ganz im Gegenteil: der fantasiefeindliche Westen könnte in Sachen Sexualität und individueller Identität von Japan sogar noch sehr viel lernen (…)
Nur ist etwa auch Disney ein sehr konservatives Medienhaus, dennoch fällt es diesbezüglich, das heißt auch allgemein in Gender-Fragen, heutzutage längst nicht mehr so oft auf wie Big N – denn letztlich verlängern diese Einschränkungen vor allem auch Stereotypien über die jeweiligen Einstellungen der Menschen in Japan -‚
Sowie heute: ‚Schon schlimm wenn solchem PR-Müll geglaubt wird: die japanische Version haben sie schließlich gepatcht gerade weil diese Einschränkung versehentlich nicht enthalten war. Also der Herr Marini wird hoffentlich nicht so naiv sein.
Aber das stereotype Bild stimmt anscheinend wirklich: im Journalismus wird am nächsten Tag nicht mehr gewusst was ein Kollege in der Redaktion vor drei Tagen erst geschrieben hat. Nunja: ein stimmiges Bild ergibt das jedenfalls nicht. Und auch der politischen Sache ist es wohl eher abträglich -‚
Und: ‚“Tomodachi Life“ ist wie der Artikel schon richtig sagt ein Beziehungsspiel. Als solches weist es jedoch keine
spezifisch heterosexuelle Identität auf, wie etwa ein außerhalb Japans verbotenes Verführungsspiel wie „Sexy Beach“, das im Westen gern analog zu „Killerspielen“ als „Vergewaltigungssimulation“ diffamiert wird.
Es ist sexuell auch nicht explizit – was seine Normen noch subtiler durchsetzen lässt. Nein, „Tomodachi Life“ ist mit oder trotz seines skurrilen Humors gerade das typische Beispiel eines „Videospiels für alle“. Es stellt den Anspruch auch möglichst zugänglich zu sein, wobei es in dem Fall weit eher darum geht was Nintendo einem aufzwingt das dahingehend (nicht) „normal“ wäre.
Entweder man schränkt die Menschen dabei ein oder man umgeht die Möglichkeit auch, wie Nintendo etwa bei „Animal Crossing“. Das sind prinzipiell zwei Optionen.‘
Der ursprüngliche Standard-Artikel vom 6. Mai

Update 11. Mai: im Standardforum sind mittlerweile vier zitierte Kommentare aus einem nicht weiter genannten Nintendoforum aufgetaucht, welche behaupten, dass der angebliche „Fehler“ in der japanischen Version von „Tomodachi Life“ angeblich wieder mal auf eine mangelhafte Übersetzung zurückzuführen sei. Gepatcht sollen dabei ganz andere Dinge worden sein. Anders als erfahrungsgemäß Microsoft (siehe meinen zweiten Kommentar oben) würde Nintendo nämlich Cross-Dressing bei Mii-Charakteren erlauben.
Gemeint ist anscheinend der ntower: darunter wird weiters IGN unterstellt die ganze Sache politisch aufgebauscht zu haben, wobei im Hintergrund Electronic Arts vermutet wird. Electronic Arts kritisierte ich diesbezüglich bereits früher (Sexualität als reale Waffe) –

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