Österreich ist frei!

Via dem Standard-Forum: die Blockade der unzensierten PC-Version von „Wolfenstein – The New Order“ wurde für Österreich auf Steam aufgehoben – Link spar ich mir, da Zitate nicht anonymisiert wurden -, das heißt Zenimax gibt mittlerweile zu, dass es hierzulande keine gesetzliche Grundlage für ein Verbot des grotesken Shooter-Melodrams „Wolfenstein – The New Order“ gibt. Ein sehr erfreulicher und auch überraschender Zug (nur halt nicht nach Hamburg…). Er zeugt davon, dass Proteste selbst in diesem sensiblen Bereich helfen können.
Eine Bestätigung findet sich in der Steam-Datenbank. Alleine Deutschland wird dort nunmehr blockiert

Update 24. Mai. Kolumne beim Standard – dankenswerter Weise (Nachtrag: anscheinend, heute habe ich sie nicht gefunden) auch für den Print – Kommentar: ‚Vielen
vielen Dank für diese Kolumne! „Eine Klarstellung der Rechtslage von Videospielen als Kunstform ist in jedem Fall überfällig.“
So ist es: nur ist das halt nicht so einfach – wie die Anerkennung von Computerspielen in den Reihen der großen Kulturverbände in Deutschland zeigt. Auch der dortige Computerspielpreis hat samt Förderungen nichts verhindert, wenn die Wahrnehmung als Kindermedium bestehen bleibt. Und um eine angestammte Verbotskultur geht es dabei ebenfalls nicht, denn auch die österreichische Positivprädikatisierung wird sich mit einem Fall wie „Wolfenstein“ so erst gar nicht beschäftigen – wovon auch dieser Artikel zeugt, schließlich ist von der für Computerspiele hierzulande zuständigen „Bundesstelle“ hier nicht einmal die Rede –‚
Ergänzung: ‚Tatsächlich gibt es in dem Fall nicht einmal Multiplayer, oder eine Situation wie sie etwa „Panzer Corps“ inkriminiert hat. Noch dazu handelt es sich um eine zwar inhaltlich
vielleicht gelungene, das heißt eine den Germanofaschismus nicht unbedingt verharmlosende, aber dennoch besonders drastische Form von „Entnazifizierung“.
Es gibt Beispiele wie das selbst deutsche „Velvet Assassin“, wo wirklich nur Kennzeichen nicht vorhanden sind, SS-Bezüge etc. sonst präsent.
Aber die Polemik, dass die Leute etwa nur mit „Hakenkreuzen“ spielen wollten, stimmt so ja gar nicht. Was früher die „Wölfe“ waren ist heute das „Regime“, wobei der einzige Vorteil in der Zensur sämtlicher völkischer Begriffe darin liegt, dass der Antifaschismus allgemein gültiger wird. Sogar der halbhistorisch deutsche, bürgerliche Widerstand namens „Kreisauer Kreis“, wurde von Roland Austinat und Co. in der Übertragung diesmal anscheinend getilgt.‘

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