Kommentar zu Eurogamer über das deutsche „Wolfenstein“

Beim Standard: ‚“They can happen.“ Und was soll der Ausspruch beim explodierenden Kopf? Dieses oberflächliche Video gibt bloß all jenen Nahrung die behaupten die Unterschiede bestünden vor allem in einem Mangel an Hakenkreuzen. Sich danach über die Gewaltdarstellung
in beiden Fassungen empören können. Doch nein: Das ist ganz einfach unwahr. Die meiste Kreativität floss in sämtliche Texte des Spiels, nicht bloß den Dialogen. Und noch eine Information ist schlichtweg falsch: bereits „Return to Castle Wolfenstein“ (2001) und „Wolfenstein“ (2009) wurden entsprechend übertragen, wobei auch „The New Order“ darauf aufbaut. Meine Negativmeinung über die arrogante „Branchenseite“ bessert das alles jedenfalls nicht. Auch finden sich daraus wieder Hinweise auf jene ominöse „Wölfe“-Sekte als ideologische Grundlage für „das Regime“ – was in dem Video mit dem „Starfox“-Logo nur angedeutet wird. Allein die zu Beginn (1946) unsinnigen Mondplakate überall gleich sein, weil dieselben Assets wie später verwendet werden -‚
Ergänzung: ‚Doch doch, wird schon behauptet. Der Trivialisierungsdiskurs besteht spätestens seit jener Fernsehserie aus den Siebzigern, zu der etwa behauptet wurde sie mache den Holocaust zu einer „Seifenoper“. Weil die Gegenstände, Dramaturgien
aus Computerspielen, Fernsehserien, ja sogar Kinofilmen, einfach als minderwertig angesehen werden. Elie Wiesel: http://www.zeit.de/1979/04/eine-beleidigung-der-opfer Ein Stance wird gewissen Ausdrucksformen, neben Shootern auch grotesken Sexfilmen, einfach nicht abgekauft werden. Nur das Gesinge aus Opern wie „Anne Frank“ betrifft das scheinbar nicht.
Auch „Krieg“ als Thema zählt keineswegs, da der Holocaust dort der „Elefant“ im Raum wäre.
Selbst einem Film wie „Schindlers Liste“ wurde und wird das immer wieder vorgeworfen – gerade von einer Literalität in Europa. Und schon davor gab es mit dem Film von Claude Lanzmann (1985) eine dezidiert bilderfeindliche Gegenbewegung. Spike Lee warf zuletzt Ähnliches auch Tarantino’s „Django“-Film vor‘

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