Allgemeiner Rant zu angloamerikanischer Diskussionskultur über Geschlechtervorgaben

Nachtrag beim Standard: ‚Vor jetzt fast einem Vierteljahrhundert erschien genau in dem Land „Gender Trouble“. Und was machen die – werfen sich immer noch gegenseitig ihre angestammten Konstruktionen an den Kopf und begreifen das offenbar schon als „Fortschritt“. Da in dieser
Glitzer-Oberflächenwelt Hollywoods samt seinen ach so sozialen Entouragen ein „Mann“ Amok gelaufen ist. Erfinden Idiome als „tropes“ ständig bildlich neu, wissen meistens aber nicht einmal wovon sie da eigentlich reden tun.
Klar, wenn sie nicht einmal ihre eigenen Stereotype über „Männer“ und „Frauen“ erkennen, die welche sie mit ihrer Gesundheit, vermeintlichen Güte und Schönheit jeden Tag normativ (vor)leben. Die Diskussionskultur im angloamerikanischen damit wohl endgültig am Sand.
Da bin ich doch froh, dass das in meinem Vaterland nicht meine Muttersprache ist – auch wenn hierzulande leider viel davon übernommen wird, hausgemachte Probleme. Wo bis vor ein paar Jahren „Frauen“ immer noch mit dem Namen ihres WASP-„Mannes“ angeredet wurden‘
Replik: ‚Leider nein. Die diskutieren lieber wie sie „besser“ noch „viriler“ werden können, auf noch mehr „verzichten“ usw. usf. – Ein Täter, der auf vielleicht gerade diese ihre Bewegung mit Gewalt reagiert hat, passt da nicht ins Bild. Auf dieses Verbrechen
haben sie keine Antwort. Außer mit einer defensiven Reaktion, einer Abwehrhaltung welche sich in einem eigenen Hashtag ausdrückt.
Die Folge ist eine zunehmende Entzweiung und keineswegs mehr Verständnis. Zum Teil liegt dies jedoch daran, dass die „Frauen“ auch lieber unter sich geblieben sind und nichts als Zustimmung für ihre eigenen Anliegen hören wollen. Sie haben das Patriarchat den „Männern“ nämlich nicht erklärt. Und viele „Männer“ verstehen allein schon die Rede davon deshalb als Angriff auf ihr Selbstverständnis. Deshalb der ganze misogyne Antifeminismus. Ebenfalls da etwa Sexismus einseitig bloß Frauen beträfe. Dass sie selbst, also die Männer, es sind, die mitunter sehr unter dem Patriarchat leiden, merken sie (weiterhin) nicht –‚

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