Lustig, interessant und cool zugleich: Linda Breitlauch nachträglich über das Fernsehen

Blog über Sendung. Volle Zustimmung und vielen Dank, auch wenn mir angesichts dieser bildschirmmedienfeindlichen Situation das Lachen oft genug im Halse stecken bleibt.
Dank ebenfalls an Rey Alp für den Hinweis im VDVC-Forum, dennoch eine offene Ergänzung: ‚Ich finde Ihr schöner Schlusssatz widerspricht sich mit Teilen des im Text Vorangegangenen. Denn das was den „Kritikern“ in Videospielen doch meistens fehlt, sind, abgesehen von einem Verständnis für ihre Nützlichkeit, drei Dinge, nämlich Sinn, Werte und für sie ansprechende Inhalte. Das zeigt sich bei Frau Schiffer etwa anhand ihres Applauses für „Papers Please“, weil das Spiel offenbar ihren ideologischen Nerv traf.
Ein Christian Pfeiffer, aber auch seine Schwester, scheinen dabei sowieso problematisch-interessante Beziehungen zu Fiktionen an sich einzunehmen. Verhältnisse die es erst einmal kritisch zu befragen gelte, aber wohin es im Diskurs so wohl noch ein langer Weg ist: für Pfeiffer positiv sind etwa seine „Diabetes“-Videospiele, weil diese entsprechend nützlich wären.
Worauf ich hinaus will: warum verweisen Sie ebenfalls auf diese angebliche Empirie, auf solche Wirkungen etc. Die Empirie kann doch keinen Wert von Videospielen erklären, Inhalte näher bringen, womöglich erst verständlich machen usw. Sie kann Videospiele nicht gegenüber zum Beispiel Büchern emanzipieren und letztlich für deren Anerkennung sorgen. Auf ihre Wirtschaftsleistung hinzuweisen ist des Weiteren eine Sache, eine andere ist es sie deswegen als kommerzielle Gefahr zu betrachten. Zu sagen, dass viele Steuern in der Branche schon gezahlt werden, kann deshalb Ressentiments öffentlich auch erst verstärken – weil die Industrie dann umso mehr als kommerzielle Bedrohung der Kinderzimmer betrachtet wird.
Und Videospiele sind eben nicht nur wie Brettspiele, sondern können auch Elemente anderer narrativer Medien integriert haben. Das wissen Sie als Dramaturgie-Expertin aber natürlich ebenfalls. Anmerken könnte man noch, dass selbst die Bücher der Bildschirm“kritiker“ wie Spitzer als E-Books veröffentlicht werden.‘

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