Kommentar zur E3-(Nicht-)Gewalt

Beim Standard: ‚Wieso sollen ältere Menschen keine Gewaltdarstellungen mögen wollen? Der Flammenwerfer in „Alien – Isolation“ hat mir auch deshalb nicht gefallen, weil er eine Waffe war – trotz anderslautender Berichterstattung wie hier dass keine solchen im Spiel
vorkommen würden -, sondern da ich dessen Feuereffekt einfach furchtbar schlecht umgesetzt fand. Und „Waffen“ gab es schließlich auch für „Yoshi’s Woolly World“ zu sehen, denn trotz antiamerikanistischer Behauptungen dass vornehmlich „weiße Männer“ diese zugewiesen bekommen würden, verfügen ebenfalls japanische Dinosaurier über Zungen
Und dass das revolutionäre Frankreich kein Kindergeburtstag gewesen ist, auf dem Friedensweihnacht gefeiert wurde, soviel kann ich auch als Historiker schon sagen. Selbst ein Opernregisseur wie Patrice Chéreau selig sah sich wohl nicht in der Lage, die „Bartholomäusnacht“ filmisch anders umzusetzen als mit „Gewalt“
Streiten würd ich darum allein jedenfalls eher deswegen, wie repräsentativ derlei Vorurteile sind‘

Replik: ‚Im Film gibt es ganze Genres welche aufgrund ihrer Gewaltkomposition in Videospielen praktisch undenkbar wären. Und ich rede nicht von Pseudo-
Genres wie dem gern als „Pornografie“ verunglimpften Folterhorror, sondern alles in dem Täter so in ein Zentrum gerückt werden, dass ihre Taten wie Nummernrevues erscheinen. Das betraf schon Hitchcock’s Zeiten. Aber vor allem im Slasher-Genre: Filme wie „Halloween“ wären als Spiele immer noch praktisch undenkbar, wenn selbst jüngere Horrorspiele wie „Slender Man“ vom Ausweichen handeln
Lara Croft kann in ihrer jüngsten Inkarnation zwar im Sinne eines Dave Grossman als Massenmörderin (und damit gewissermaßen auch Soldatin – nachweislich nicht im Grossmanschen Sinne) beschimpft werden, sie ist aber eigentlich noch immer weitgehend Opfer von (Männer-)Gewalt. Auch „Manhunt“-Charaktere betraf das
Anderes lediglich Ausnahmen, Figuren wie „Lucius“‚

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