Ergänzungen zu Sarkeesian beim Standard

Erneut naturgemäß völlig unkritische Berichterstattung: ‚Und weshalb sollte diese sexuelle Denunziation etwa keine herablassende „Beschimpfung“ darstellen? Oder warum wird an diesen überaus formellen Agitationen gegen Videospiele als sexuellen Ausdruck hier niemals „Kritik“ geübt.
Mit welchen Bildernormen über Familien, Sexualität oder gar Leben selbst. Welchem Wissenschaftsverständnis?
Das frage ich gerade auch als betroffener Mensch mit Behinderung. Wie soll das Subjekt/Objekt-Verhältnis sonst aufgelöst werden, ein Eros sich anders konstituieren?
Frauen sind keine Minderheit und auch Sarkeesian wird mit Gleichgesinnten über diese einseitigen Geschlechterkonstruktionen samt entsprechender Körperbilder letztlich nicht bestimmen können. Antifeministischer, misogyner Hass bestätigt dies alles nicht
(…)
Die Illustration soll wohl Gewalt gegen Frauen symbolisieren, wobei diese Situation der Figur aber schonmal insofern unpassend gewählt ist, weil sie nicht hintergründig dekorativ dargestellt wird, sondern vordergründiges Opfer eines männlichen Gewalttäters wurde. Wobei ähnliche Szenen aus Videospielen wohl auch mit beliebig anderen Gruppen vorstellbar sind, welche ein Journalismus politisch gern viktimisiert. Videos wie sie Sarkeesian fabriziert sind prinzipiell ja auch mit Menschen dunkler Hautfarbe vorstellbar, großen oder kleinen Leuten, Über- und Untergewichtigen etc.
(…)
Ich behaupte mal es ging diesen Leuten immer darum Blicke einzuschränken. Gebe aber weiterhin zu bedenken, dass sie mit dieser menschenverachtenden Sexualpoltiik höchstens in ihrer Einbildung für die feministische Bewegung als solches sprechen können.
Und als Behinderter wäre ich demnach wohl Opfer von Dauervergewaltigungen, pikanter Weise vor allem über (andere) Schutzbefohlene, aber wahrscheinlich zähle ich nicht weil ich kein Lustobjekt sein kann das es demnach zu schützen gelte, das heißt es zeugt eher davon wie eklatant dort reale Gewalt verharmlost wird.
Nur frage ich mich weshalb die Frau welche dieses Schild hält genauso aussieht wie Sarkeesian. Ist das ein Einheitsoutfit jener Sozialität?
(…)
Ich wüsste mal gern weshalb es „richtig“ sein soll, dass die sexuelle Selbstbestimmung heterosexueller „Männer“ im Ausdruck für „Frauen“ eingeschränkt werden soll? Und wie das wäre wenn es um ebensolchen von „Frauen“ ginge.
Denn ich lese wenn dann immer nur Zustimmung, aber keinerlei Begründung dafür. Meistens wird in der Presse sowieso bloß wiedergegeben was gesagt wurde und entweder Applaus erwartet, oder – wohl wesentlich eher – ein erneuter misogyner Tumult in den Kommentaren, welcher die Vorwürfe dann wiederum bestätigen soll.
(…)
Das Schönheitsideal ist glaub ich sogar ähnlich. Es drückt sich vielleicht nur nicht in Flanellhemden und diesen adrett ordentlichen Frisuren aus. Schließlich geht es in beiden Fällen auch vielfach um Biologie und Referenz dafür sind oft anatomisch korrekte Brustkörbe, deren Überkompensation auf Kosten von ansonsten mit geforderter „Normalität“ nur dem Verhüllungsgebot geschuldet ist. Man sehe sich zum Beispiel aktuell den bereits absurden Bruce Lee in „UFC“ an – im Verhältnis zum historischen.
Und das Verhüllungsgebot bestimmte schließlich schon in „Mass Effect“, dass „Sex“ im angezogenen Zustand gehabt wird. Das einzige was dort vielleicht noch drin war ist ebenfalls ein enthüllter männlicher Oberkörper.‘

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