Almrauschen #14 Anita oder Michael #3

Zu bedenken gebe ich noch, dass die Auswahl der Filme welche ich bei Sarkeesian da mal durchlaufen ließ, von ihr scheinbar so hingestellt werden soll, als würden sich diese an ein heterosexuell-männliches Publikum wenden. Das einzige Beispiel was mir dazu einfiel war eben „Manhattan“ (1979), mit Mariel Hemingway.
So hätte ich mir freiwillig etwa kaum einen dieser Filme wohl angesehen, welche „Männer“ angeblich sagen wie sie mit diesen Feenwesen (eigentlich als Maschinen?) besser „funktionieren“ könnten. Weder könnte ich mich vermutlich auch nur ansatzweise mit den dort dargestellten Leben(sweisen) identifizieren, noch sagen mir deren Inhalte auch nur das Geringste: es geht anscheinend immer nur, und das scheint ihr beständiger Ausgang zu sein, um ein „funktionierendes“ Leben normierter Körper – zusammen mit einem fest angenommenen Geschlechterdualismus. „Frauen“ dürften demnach nicht „inspirieren“ und „Männer“ nicht von ihnen inspiriert werden – zumal die Darstellungsweisen von Körpern in diesen ja eher „nur“ auf einer abstrakten, das heißt nicht-inkriminierten Ebene erfolgen, wo der sonstige Vorwurf einer „Objektifizierung“ nicht zieht. Doch die Grundlage für einen anders häufig vorgebrachten Vorwurf kann darüber sehr wohl deutlich werden, denn wenn Frauen schon nicht „inspirieren“ dürften, dann ist auch klar dass sexueller Ausdruck nicht akzeptiert wird und analog dafür lieber gleich von einer „Sexualisierung“ ausgegangen wird. Ich bezweifle jedoch zugegebenermaßen ebenfalls, dass ich für diese Filme womöglich zu wenig sexuell betroffener „Mann“ bin, sondern glaube viel mehr, dass es sich um stereotype „Frauenfilme“ handelte: das würde die Einseitigkeit der Idee von Sarkeesian und dem Autor, auf welchen diese Vorstellung wiederum basiert, auch erklären.

Denn erneut scheint hier von der eigenen Sozialisation auf „Unvorstellbares“ geschlossen zu werden, so wie bei der in meinem Video auch vorkommenden Hollywood-„Expertin“ von promiflash.de
Und diesbezüglich möchte ich schließlich noch auf einen weiteren Text aus dem Boulevard-Bereich verweisen: Ende 2012 erschien beim Schweizer Tages-Anzeiger ein Artikel, den ich vor kurzem entdeckte und der mich auch immer noch beschäftigt. Er handelt von einer siebenjährigen (!) US-Amerikanerin, trug den Titel „die Schlagzeilenschleuder“ und sollte formal ein „Porträt“ desselben Kindes darstellen. Mit ganz ähnlichen Mitteln werden dort Gefühlswelten durch den Kakao sozialer Klassen geschleudert, nur in dem Fall halt bei realen Personen – allein der Umstand, dass diese mittels Reality-TV (von anderen) medial instrumentalisiert werden, scheint zu verhindern, dass dabei Bedenken wegen derer Persönlichkeitsrechte auch nur aufkämen.
Wobei es von der Autorin, einer gewissen Simone Meier, in der Onlineausgabe der Zeitung noch andere, ähnlich gelagerte Artikel zu finden geben soll, die anscheinend mit einer vergleichbaren Sprache operieren und die so auch viel Zustimmung dort erhalten haben. Doch für welche Markenzeichen? Offenbar dafür wie jemand bloßgestellt, in Zweifel gezogen, körperlich, politisch und ästhetischen Beschimpfungen ausgesetzt wird, wobei sich scheinbar (auch) damit gerechtfertigt werden soll, dass ja nur der Umgang anderer Medien mit diesen Menschen, wie im Fall der „Schlagzeilenschleuder“, zur „Kritik“ an deren Vorstellungswelt und der Beschaffenheit von ihrem sozialen Umfeld geführt hat. Selbst dann, wenn in der Darstellung am Ende allein der Klassismus um ein Kind übrig blieb, der vom Leben des Kindes im Zusammenhang mit (medialen) „Perversionen“ spricht, aber etwa keine Anstalten macht es daraus zu „befreien“.

Update – ergänzender weiterer Versuch eines Kommentar: ‚Wurden wirklich Spiele „kritisiert“? Und wo findet eine Umkehrung von Opfern statt? Für gewöhnlich sollen doch „Tropes“ als Idiome von Figuren einer sich wie auch immer vorgestellten „Realität“ gegenübergestellt werden, deren
Eigenschaften in letzter Konsequenz aber immer verschwiegen werden.
Es heißt nur, dass etwa Frauen auch Menschen sind – mit Stärken und Schwächen, Talenten und Leistungen etc. Aus meiner Sicht ist das jedoch keine „Kritik“, sondern eine Feststellung – wie auch immer da Frauen performativ oder biologisch konstruiert werden sollen.
Und die Kritik an Geschlechterrollen, welche so trotzdem vorhanden wäre, wandert auch immer schnell gleich in den Bereich der Sexualität ab. Wobei ich diesen ähnlich wie Religion sehen würde: da gibt es dann eine vermeintlich reale Gruppe, ein „wir“, für das gesprochen wird, und zwar gegen dezidierte Feindbilder, also den Fantasien als „Tropes“ – ob diese nun „pornografisch“ seien oder „Manic Pixie Dream Girls“.‘

Zweites Update. Zusammenfassung im VDVC-Forum, auf die Frage woran der Erfolg von Sarkeesian eigentlich liegt: ‚Am Drang sich abzugrenzen. Siehe hier: http://derstandard.at/2000004924402/Sexisten-und-Hater-sind-die-Spielverderber Da werden in einer Tour alle beschimpft die anders sind, denken, fühlen, lieben oder auch nur leben wollen. Aber immer so, dass alle Vorwürfe in ihr Gegenteil verkehrt werden, immer sie selbst die „Inklusion“ wollten, die „Aufgeschlossenen“ welche entweder „selbstkritisch“ wären oder die andere „Kritik“ akzeptierten. Die „Andersdenkenden“ seien immer nur jene die sie selbst unterstützen, also der Bestand auf das Eigene wird quasi durch die Erfindung eines Fremden erreicht.
Und immer mit den gleichen „Argumenten“, der gleichen Grundlage einer eigenen Sozialisation, Erfahrungen, Einstellungen usw. Da sind immer dieselben Merkmale präsent. Dass Sarkeesian technikfremd ist spielt auch keine Rolle mehr denke ich, sondern es geht um Erfolg in der Businesswelt. Und da sind sie alle dabei: die zustimmenden PR-Leute, der affirmative Sarkeesian-Journalismus und jene „selbstkritischen“ Gamer die nicht „traurig“ wären, sondern irgendwo anscheinend „zufrieden“ sind, das heißt etwa nicht „frustriert“, sondern „reif“, „reflexiv“, „erwachsen“ und sich „Frauen“ gegenüber (deshalb) „solidarisch“ zeigen, obwohl sie vielleicht als Hetero-„Männer“ die Auslöser (pathologisierend der „Trigger“) und strukturelle Ursachen für deren Leid wären. Diese geben sich sozusagen betroffen – betroffen gegenüber ihren Geschlechtsgenossen, denen sie in ihrer Geschäftswelt normierter Körper scheinbar nur mit Abscheu oder Unverständnis begegnen könnten.
Der Sarkeesian-Feminismus ist zudem keiner der diese Macht der Männer, ihre Sache(n) – selbst im Ansatz – in Frage gestellt. Das geschieht wenn dann nur zum Schein, sondern er bestätigt sie im Gegenteil sogar und stellt in der Folge „Frauen“ (wie Sarkeesian) vor, die nach dieser Macht (der „Männer“) streben. Und zwar mit den Mitteln der Männer: Auftreten, Verhalten usw. Er (der Feminismus) sagt ihnen also insgeheim, dass sie (die „Männer“) das Zeug hätten die Welt zu verändern. Und genau das dürfte diesen Leuten so sehr gefallen, dass sie sie (und ihre Sache, also die von der Sarkeesian jetzt) dermaßen massiv unterstützen. Die Aussicht, dass sie dadurch noch mehr in eine bessere Welt passen, eine noch bessere Welt als jene die sie sich ohnehin schon geschaffen haben.

Denn es ist auch massiv. Allein bei der einen Zeitung konnte das in den letzten Tagen etwa täglich beobachtet werden. Samstag gab es den obigen Artikel.
Gestern dann diesen hier, die Sarkeesian-Unterstützung aus dem „Saint’s Row“-Lager: http://derstandard.at/2000005007874/Saints-Row-Entwickler-kritisiert-Sexismus-in-Games-Nur-traurige-Maenner Heute schließlich jenen Offenen Brief: http://derstandard.at/2000005046020/Ueber-1000-Spielentwickler-sprechen-sich-gegen-Angriffe-auf-Kritiker-aus

Und dass sie (selbst) dadurch mittlerweile (auch) reich geworden ist, glaube ich schon, denn da wurde jetzt doch sehr viel Geld gesammelt. Wobei es mittlerweile zwar viele Stunden an Vorwürfen in Videoform gibt, aber gerade einmal etwas mehr als eine einzige Minute an konstruktiver Alternativideen in Form dieses einen Videos namens „The Legend of the Last Princess“, das vielleicht auch nur entstand weil sie (oder ihre Gruppe halt) voriges Jahr dafür noch zusätzliche Unterstützung aus der Branche erhielt – in Form von etwa Jennifer Hale als Sprecherin. Und immer wird alles in letzter Konsequenz auf die extremst mögliche, reale Gewalt bezogen, reduziert: Vergewaltigungen, Mord.
Das erinnert mich an Penn & Teller damals, als ein Waffenfan gegen Videospiele hetzte: dem reichte nicht sich wie Dave Grossman „nur“ gegen „Mordsimulatoren“ zu stellen, er meinte schon von „Massenmordsimulatoren“ sprechen zu müssen… Die „Kritik“ ist scheinbar nie genug, Sarkeesian zu „kritisieren“ wird zunehmend unmöglicher, da so jemand sofort in die Nähe der potentiellen Mörder gerückt wird, der ihr misogyn Drohenden, des Antifeminismus, der Hass immer nur einseitig auf die Drohungen gegen sie umgelegt, das „Opfer“ ausschließlich bei den „Medienkritikern“ ausgemacht, und die „Täter“ eine weitgehend anonyme Masse „Trauriger“, wobei ich mittlerweile auch von einer „Gier“ danach sprechen möchte. Einer „Gier“ nach „Kritik“.
Sowie der Spiegel, Heise und Co. über viele Videospiele ohnehin schon nicht (mehr) berichten, aber die Zeitung aus meinem Beispiel, welche eine eher umfassende Branchenberichterstattung betreibt müsste diese demnach doch umgehend einstellen (trotz des Offenen Briefs mit den 1000 Stimmen) – weil ja alles als „sexistisch“ und die Morddrohungen unterstützend interpretiert werden könnte, das sonst (also nicht im Sinne von Sarkeesian) produziert wird und demnach Gegenstand ihres Dogmatismus werden könnte. Auch große Seiten der Videospielpresse, wie Eurogamer und vermutlich 4players in Deutschland, die ihr positiv begegnen, müssten ihre Arbeit umgehend auf vielleicht ein paar abstrakte „Indies“ begrenzen, da sie sonst ja Gefahr laufen nur die Morddrohungen zu begünstigen und den „Hatern“, „Sexisten“ sozusagen ihr Futter bewerben.
Ich glaube ja zudem, dass deshalb nicht einmal noch begonnen wurde der Sarkeesian überhaupt zuzuhören, denn auch BioWare dürfte dann keine Prostitution mehr integrieren, nicht nur Rockstar und Co. Es müsste jeder Bezug zu Sexualität aus Videospielen praktisch gestrichen werden, zumindest dann wenn sie keiner beidseitig „funktionierenden“ Umarmung in einer Welt „gleicher“ Körper und Identitäten entspricht.
„Frauen“ dürften „Männern“ auch nicht mehr „helfen“ bestimmte Ziele zu erreichen, sondern jeder müsste das irgendwie selbst schaffen. Von sich aus. Und wer auf Hilfe angewiesen ist dürfte somit gleich nur mehr verachtet mehren. Die Menschenverachtung ist bei Sarkeesian aus meiner Sicht wirklich umfassend und kann sehr viele betreffen, das heißt praktisch alles was nicht als „Realität“ akzeptiert wird und Fantasie negativ hingestellt. Dennoch wird lediglich das als etwa „frauenverachtend“ konstruiert, was gegen Sarkeesian spricht.‘

Drittes Update – Replik bei IDG: ‚Ich habe über Zoe Quinn nicht einmal einen einzigen Artikel gefunden und glaube, dass ich sogar auf sehr vielen Seiten unterwegs bin. Also wüsste ich schonmal nicht, welche Misogynität da nun wieder konstruiert werden sollte: während das was Sarkeesian tut, ist, sich in erster Linie gegen Fantasien zu wenden.
Zunächst sogar unabhängig von Geschlechterkonstruktionen. Und zwar mit einer Vorgabe von „Realität“.
Mit Sexualität hätte das deshalb zunächst auch nichts zu tun, sondern das ist es nur worauf ihre „Kritik“ ständig hinausläuft: „Gamer“ sind zudem keine Subkultur, wovon schließlich auch Sarkeesian selber zeugt, da sie zumindest teilweise doch als Teil des „Gamings“ wahrgenommen werden soll. Und davon dann noch als Subkultur zu sprechen, wie etwa die Hasspostings und Gewaltandrohungen bis hin zu Mord/Vergewaltigung auf eine darüber „hasserfüllte“ Truppe zu schieben, eine soziologische Erfindung.
Vielmehr ist es so etwas wie eine säkulare Religion – sind „Gamer“ weit eher wie die „Autofahrer“, wo auch niemand genau sagen kann wie wichtig sie ihre Autos nehmen, das heißt manche pflegen auch eine erotische Beziehung zu diesen Gegenständen, manche sind nur nach dem Taufschein religiös, weil sie vielleicht ein Kreuz irgendwo in der Wohnung hängen haben und Beiträge zahlen. Und wenn jetzt jemand mit der Idee daherkommt, dass das ganze Medium sozusagen „für alle“ da sein soll, also es keine Inhalte mehr geben soll die sich spezifisch an eine Gruppe richten, noch dazu im sehr persönlichen sexuellen Bereich, dann ist das nicht nur „Kritik“ sondern weder zu verharmlosen und alles ernst zu nehmen, also auch die Verantwortung welche damit verbunden ist und diese nicht nur einseitig auf eine Gruppe Hassender schieben, sondern es sollte auch betrachtet werden was ursprünglich gesagt wurde – denn wenn die inkriminierten Inhalte in den Spielen (nicht die Hasspostings) tatsächlich entfernt werden würden, dann soll alles nur mehr für alle gelten und nichts mehr für niemand. Dann gibt es nur noch autoritäre Normen.

Und ich denke es sollte ihr deshalb einmal überhaupt begonnen werden zuzuhören und sich gefragt worüber sie da eigentlich alles spricht und wie etwa die Videospielindustrie aussehen würde, hätte sie ihr nichts mehr vorzuwerfen. Stattdessen wird nur über die Drohungen gegen sie berichtet, welche letztlich – so schlimm, verabscheuungswürdig und zu verurteilen diese sind – nichts anderes tun als ihre Vorwürfe zu bestätigen, denn letztlich laufen diese immer auf den Vorwurf der Gewalt gegen Frauen, der Bestimmung über diese imaginierte Gruppe hinaus, diese „Realität“. Bevor also eine Opfer-Umkehrung nach den Drohungen kritisiert wird, könnte sich deshalb auch mal gefragt werden welche Umkehrung da nicht schon lange vorher stattgefunden hat, als überhaupt damit begonnen wurde Inhalte zu „kritisieren“ und was etwa eine vollständige Ignoranz diesbezüglich alles „verharmlost“.‘

Update 3. September. Weiterer Kommentar: ‚Keine Ahnung auf welcher Definition diese Behauptungen beruhen sollen, aber ich verstehe unter „Sexismus“ analog zu anderen Diskriminierungsformen, wie (anderen) Rassismen, eine Ungleichbehandlung zwischen – in dem Fall – Geschlechter(konstruktione)n. Zum Beispiel wenn in „Die Siedler“ die „Männer“ arbeiten gehen und man sich die „Frauen“ vielleicht auch nur dazu denken darf, dass sie in den Häusern der „Siedler“ versteckt „gehalten“ werden usw.
Also etwa stereotype Eigenschaften (wie Empathie oder Stärke) zu betonen macht deshalb noch lange keinen „Sexismus“ aus – genau so wenig wie allein bestimmte Darstellungen zu kritisieren. Sexismus ergibt sich immer erst aus einer Interaktion zwischen Menschen, Situationen oder Figuren, zumal mit dem Wort eigentlich schon eine Handlung, ein Vorgang, beschrieben wird, gemeint ist.
Da würde ich im Gegenteil eher fragen ob es nicht vielmehr „sexistisch“ ist ständig nur einseitig ein normiertes „Frauenbild“ zu beklagen, also diese Handlung und damit vorschreiben zu wollen wie ausdrücklich Frauen dargestellt werden dürften, Darstellungen sonst (egal von wem oder was) aber für sich stehen bleiben könnten. Und die Beiträge richten sich nicht nur gegen Videospiele, sondern mit einer wie auch immer angenommenen „Realität“ gegen Fantasien allgemein. Siehe etwa die Ausführungen zum „Manic Pixie Dream Girl“ in diversen Filmen.‘

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