Neue Replik im VDVC-Forum

Als persönliche Stellungnahme: ‚Weshalb sollte ich mich überhaupt mit dem „Ergebnis“ von etwas beschäftigen, dessen Herangehensweise ich schon keineswegs bereit bin zu akzeptieren? Ich überhaupt nicht verantworten könnte.
Dass meine Beiträge hier nicht erwünscht sind, dessen bin ich mir sehr wohl bewusst. Trotzdem braucht meiner Existenz, die in dieser heilen Welt sozusagen „widernatürlich“ erscheint, nicht dermaßen negativ begegnet werden, denke ich. Vielleicht wäre es deshalb noch besser, mich weiterhin einfach zu ignorieren…

Und ich kenne genügend „Studien“ die „Gewalt“ so bipolar interpretieren, dass – etwa über zwei Kontrollgruppen – ein Spiel wie ein x-beliebiger Shooter „gewalthaltig“, eines wie „Die Sims“ aber nicht wäre. Und dafür kann ich – als allen Unkenrufen zum Trotz akademisch anerkannt Sprechender – gewissenhaft nunmal kein Verständnis aufbringen.
Da wird sich vielleicht über einzelne Spielzeugsoldaten in Kinderzimmern moniert, aber wenn Barbiepuppen reihenweise die Köpfe abgebissen werden, nicht. Und das mag einem Michael Schulze von Glaßer als Unterscheidungsmerkmal in seinem antimilitaristischen Antiimperialismus affirmativ gereichen, mir jedoch sicher nicht.
Geschweige denn wissenschaftstheoretisch. Da werden oberflächliche, ästhetische Analysen vollzogen, oder gleich ausgelassen, dafür ausschließlich Ideen transportiert, die bestimmten Affektorientierungen ständig den Vorzug im Rahmen ihrer (letztlich negativ sein sollenden) Wahrnehmung geben.
Ja, Hauptsache irgendwelche Zahlen können (am Ende dann, diesbezüglich) vorgelegt werden. Und das nenne ich höchst manipulativ, zumal auch bei der Motivation für das Spielen etwa oft genug eine „Faszination für Gewalt“ vorkommt. Und das nenne ich bei Fiktionen an sich wiederum schon eine sehr untergriffige, persönliche Unterstellung (gegen einzelne ProbantInnen die etwa vielleicht bloß gesagt haben: „boah ey, geile Gewalt“, damit aber keine Enthauptungen von JournalistInnen meinten, ihnen aber genau so ausgelegt werden soll).
Warum wird zum Beispiel nicht nach einer Fähigkeit gefragt, zwischen „Realität“ und Fiktion unterscheiden zu können. In der Entwicklungspsychologie wird zwar davon ausgegangen, dass diese ab einem gewissen Alter sowieso gegeben sei, dennoch wird dieser Umstand in der Nutzungsforschung – aus scheinbar politischen Gründen – häufig in kein Zentrum gestellt, außer bei so Sachen wie Kutner/Olsen, die dann auch diese Politik kritisieren, aber denen im Umkehrschluss gleich wieder vorgehalten wird im Interesse der Industrie zu „wirken“.

Welche Medienrezeption von PolitikerInnen empirisch untersucht werden würden, wüsste ich zudem nicht. Da könnte ich auch fragen wo „der Zusammenhang mit dem Thema hier“ wäre.
Da werden dann auch so Zitate wie diese Morddrohungen gegen Spitzer in den Raum gestellt, aber weiter wird nicht gefragt. Ja darf anscheinend nicht einmal mehr gedacht werden? Die „Gamer“ sind so „böse“. Das ist „die Wahrheit“… Vielleicht sollte stattdessen jedoch lieber mal damit begonnen werden seinen Spitzer ordentlich zu zitieren, wenn dieser hier schon als Gewährsmann auftreten soll.
Ich fragte danach warum ausgerechnet die „Gamer“ es sein sollen, welche davon überhaupt betroffen wären, doch genau das scheint ja nicht diskutiert werden zu wollen… Also da wird aus meiner Sicht dem Sündenbock noch vorgehalten, dass er der Sündenbock wäre. Vielleicht sogar die „Sünde“ selbst.
Dennoch würde ich dabei noch nicht von „Pseudowissenschaft“ sprechen wollen, sondern das – wie schon gesagt wurde – weit eher auf Esoterisches allein, oder besonders aufdringlich ideologisierte Inhalte, begrenzen wollen. Bei zum Beispiel den – auf den ersten Blick imposanten – KFN-Sachen gibt es aber auch die stete Grundidee eines „Nutzen“ für die Leistungsgesellschaft (zum Beispiel über die Institution der „Schule“ und des Phänomens eines „Lernens“ dort). Da wird zum Beispiel nicht gefragt, um bei ökonomischen Kosten/Nutzen-Rechnungen sogar mal zu bleiben, ob ein solches, erkenntnisleitendes Interesse nicht längerfristig sogar „volkswirtschaftlich“ eher einen „Schaden“ mit sich bringt, weil sich die Leute darüber (und damit) „krank“ arbeiten usw.‘

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