Quasi „make love, not Warcraft“ – wieder mal: Gaming-Klischees reloaded. Neuer Kommentar zur „Hatred“-Perzeption

Beim Standard: ‚“Björn Borg“ bezieht sich auf FPS und das soll nicht einmal einer werden… Ein Grad der Gewaltdarstellung weiter kaum ne Grundlage dafür, weshalb Valve den Titel nicht zulässt, sondern der Kontext in welchem da Handlungen gestellt werden. Ebenso wie
der Björn-Borg-Spot, welcher daneben ganz allgemeine Gamer- und FPS-Stereotype bedient, kaum als Begründung für diesen weiteren Clickbaiting-Artikel ausreicht: vielmehr wird es da schon einmal mehr um dieses griffige Zitat gegangen sein, in dem das eigene Werk in eine lange Reihe der Industrie gestellt werden soll – selbst dann, wenn mir in kommerzieller Ähnlichkeit so nur das nicht genannte „Carmageddon“ einfallen würde. Aber was tut Journalismus nicht alles um letztlich noch viel mehr Games als „Mörderspiele“ und „Hass“(-Verschwörung) diffamieren zu können.
Viel näher liegt bei Valve auch, dass die ESRB derlei nicht mit einem M-Rating absegnen würde, sich insgesamt dort einzig und allein daran orientiert wird. Und keinem potentiellen AO.‘ Nachlese.

Nachtrag: ‚Angesichts von durchaus
erfolgreichen Titeln wie „This War of Mine“ finde ich es mehr als beleidigend in welchen Kategorien und mit was für Vorurteilen Einrichtungen wie Unicef anscheinend noch immer über Videospiele als populäre „Spiele“ denken. Allein der manipulative Präsentator als Parodie üblichen Games-Marketings tut eben so als ob das alles was er sagt dort auch erwartet werden würde. Und der Topos des „Überlebens“ wird sogar noch in dem Artikel hier mit übernommen.
Die unkritische Zustimmung zu dieser Games und ihr (potentielles) Publikum nichts als verhöhnenden Aktion kann ich deshalb auch nur bedenklich nennen, dass am Ende noch doch positiv um Unterstützung geworben wird, das heißt auch in diesem offenbar angenommenen Auditorium, wiegt das nicht mehr auf…‘

Update 17. Dezember: mittlerweile wurde die Entscheidung von Valve revidiert, das Hassspiel in ihrem Community Choice-Programm nicht zuzulassen. Der Chef höchstpersönlich sprach offenbar ein Machtwort für das anscheinend misanthrop gedachte Spiel und wünschte seiner Produktion viel Erfolg.
Zwar hätten sich die Verantwortlichen bei Valve eine Präjudizierung schon sparen können, das heißt gemäß ihren Statuten noch vor einem etwaigen ESRB-Urteil, Newell eine Entschuldigung dafür aber auch. So sieht alles nach einer konzertierten Marketingaktion aus, an der dann halt auch Valve nicht ganz unbeteiligt gewesen wäre.
Und angesichts mittlerweile mehrerer zensierter VNs dort gewinnt diese Heuchelei auch zunehmend an Brisanz, zumal demnach ebenfalls andere Werke zweifelhaft „unabhängiger“ Ideologie, abseits dieses unsäglichen Titels, theoretisch zugelassen werden müssten, wobei die Vorwürfe welche dem Spiel eine Nähe zur rassistischen White Supremacy-„Bewegung“ zur Last legten (siehe Kommentare hier), trotz Lippenbekenntnisse aus meiner Sicht keineswegs aus der Welt geschafft werden konnten. Es immer noch gut möglich ist, dass der vor sich hergetragene Nihilismus des Spiels nur eine Charade für noch wesentlich finsterere Zwecke darstellt.
Man beachte weiterhin auch wie beim Standard aus dem „Mörderspiel“ von gestern heute ein „Amokspiel“ wurde. Wie sich dort etwas variiert. Es sind kleine Fortschritte.

Replik: ‚Weniger kommerzielle „Hass“spiele gibt es viele. Irgendwie, wohl mit Hilfe entsprechender Banken (wenn schon nicht staatlicher Medienfonds), haben die es jedoch geschafft damit an die breite Öffentlichkeit und den Rand der Industrie zu gelangen. Denn
meistens wird „Sinnlosigkeit“ Spielen so ja nur unterstellt. In dem Fall ist sie aber das (einzige?) ausdrückliche Programm
Gewissermaßen unterstellt das Spiel auf seine perfide Weise vielen anderen genau so zu sein wie es selbst vorgibt, dass es als angeblich „Hass“ wäre. Nämlich eben das Porträt „sinnloser“ Gewalt. Versteht das womöglich noch unter „Selbstkritik“ oder Ehrlichkeit
Es referiert praktisch sämtliche Vorurteile gegen Games und dass diese Rechtfertigung hier noch verteidigt wird wirft wahrlich kein gutes Licht auf diese Branche mit all ihren neuerlichen Abgrenzungen (egal ob Gender, Race usw.), die zwischen „Spaß“ und „Ernst“ kein Rezept dagegen zu haben scheint. Ich weigere mich deshalb ja schon auch nur den Trailer anzusehen.‘

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