„Kavaliersdelikt“ Videospiel: Kommentar zu „Hotline Miami 2“ beim Standard

Als Replik auf einen Tweet von Jonathan McIntosh. Bei einer neuen Rezension von Rainer Sigl: ‚Ist es „gut“ weil es eher abstrakt ist, oder halt abstrakt da es als „gut“ auffallen möchte? Vom „Stil“ ganz zu schweigen, denn was jeweilig unter „dummen“ Videospielen verstanden wird, also jenen mutmaßlich ohne „Hirn“, dann sowieso klar…
(…)
Wer soll
das schreiben? Dafür müssten wahrscheinlich erstmal Begriffe wie „Trash“, „Stil“, „Güte“ usw. geklärt werden: positive Berichte über „Hotline Miami“ und Co. haben hier Feigenblatt-Charakter. Und „Hotline Miami“ dürfte nur deshalb nicht als „pornographisch“ usw. interpretiert werden, da es einen wenigstens visuell abstrakten Charakter aufweist und in der Tradition etablierter elektronischer Musik schwimmt. Der Autor dieses Textes ist aus meiner Sicht auch weit eher Musikkritiker, der Visualisierungen und dementsprechende Fantasien vielfach ablehnt. Nebenan wurde mir etwa vorhin schon ein Hinweis auf den hiesig ignoranten Umgang mit der „Austrian Gaming Industry“, also Glücksspiel, allein als einfacher User-Kommentar nicht freigeschaltet.‘

Repliken vom 13. März: ‚“Welche genau?“ Als „Kadaver“ kann ich das schon sagen: alle die mit normabweichender Sexualität zusammenhingen, zum Beispiel. Sämtliche in denen negative Emotionen/
Situationen/Darstellungen mit „Pornographie“ assoziiert wurden, Hilfe als „Gehorsam“ abgelehnt wurde – „Call of Duty“ mit „Pubertät“ zusammen zu bringen gehört da aber wahrscheinlich bereits zu diesem Gedankengut über Körper, soziale Leben und Menschen(bilder) zu bestimmen – die ich als Betroffener, der seine Existenz nicht als Manko empfindet, etwa nur höchst behindertenfeindlich nennen möchte, jedenfalls gewissenhaft nicht verharmlosen mag.
Und ich brauche keinen „Hut“ aufsetzenablegen, den Sie mir in einer Ihrer Diffamierungen/Unterstellungen/Denunziationen erst aufgesetzt haben. Wenn ich an GamerGate und der Vermutung denke, dass sich hinter jedem Hashtag eine „soziale Bewegung“ verbirgt, sind Verschwörungstheorien auch eher Ihre Sache…
(…)
Eine „Dolchstoßlegende“ ist vielmehr (auch) so gern zu behaupten, dass Sarkeesian angeblich keine „Verbote“ gefordert hätte – ohne sich natürlich zu fragen welche „Verbote“ selbst ein Thompson schon gemeint haben könnte: was soll denn bitte die
Ablehnung von Bildern sonst bezwecken, als dass zumindest weniger davon produziert werden sollten? Sie verwechseln nur einmal mehr „Kritik“ mit Beschimpfungen – im verfeinert stolzen Glauben, Dekonstruktion als Vorwurf zu gebrauchen: ihre Alternative ließ sich zudem in einer Minute Video zusammenfassen, und sicher sind im großen Rest auch einige konstruktive Beiträge – etwa zum familiär reaktionären Nintendo -, das meiste ist und bleibt jedoch andere Sexualität verachtend, geprägt von Verhüllungsgeboten etc.
Doch was „relevant“ ist scheint ohnehin Ihre „Reife“ zu bestimmen, genau so wie Ihre eigene, von Fremdzuschreibungen dominierte Sprache sicher auch kein „Hass“ wäre, wie aggressiv-brutal ich derlei Ausdrucksweisen auch immer einschätze.
(…)
„Was. Ist.
Dann. Ein Verbot?“ Um mich schon Ihrer gekünstelten Sprache anzunähern.
Selbst das deutsche Gewaltdarstellungsverbot erlaubt Kauf und Besitz, während etwa Thompson Regelungen (wie damals über Schwarzenegger) gemeint haben wird, die im Nachbarland Gang und Gäbe sind. Ansonsten wäre man schon wieder bei dem Beckstein-Vergleich von der „Größenordnung“ der „Killerspiele“ und Kinderpornografie…
Nur Fremdzuschreibungen brauchen keine Gänsefüßchen, doch ich verfüge über kein „Schminktascherl“. Die Geschminkten sind weit eher jene die Sie hier relativieren/verniedlichen. Und wenn Sie wenigstens lesen würden was ich so schreibe, würden Sie wissen dass ich deren eigene Körperbilder mitunter deshalb sogar vorwerfe.
Schon eine Zustimmung. Natürlich..
(…)
Da ich „Kadaver“ nicht wie Sie und andere Personen als vermeintliche „Kritik“ fremd zuschrieb, mich vielleicht noch darüber amüsierte, mich dieser in meinen Augen nichts anderes als menschenverachtenden Ausdrucksweise anschloss, wäre „Selbsthass“ natürlich „eine Erklärung“ für meine Vorwürfe, weil ich selbst demnach dazu „neige“ mich ja schon als „Kadaver“ abwertend wahrzunehmen.
Doch diese Abwertungen, Herabwürdigungen, haben, eben ganz ohne „Gänsefüßchen“, immer noch andere vorgenommen: wer soll, wenn schon nicht ich, sonst gemeint sein – wie nehmen Sie sich etwa wahr, wenn Sie als Bezeichnender bei anderen derlei Zuschreibungen vornehmen, ohne überhaupt auch nur annähernd wissen zu können wer damit nun eigentlich gemeint sein könnte??
(…)
Behinderung ist nunmal nicht nur ein (biologisches) Defizit, sondern auch eine weitere konstruierte Kategorie wie Geschlecht oder Hautfarbe. Doch nur solange kein bestimmtes, „vollwertiges“ Bild von „Normalität“ gesehen wird, „erschließt“ sich das…
Und ich habe jetzt allein hier in der Folge schon 2x geschrieben, dass ich etwa Ihre Zuschreibungen von „Pornographie“ meine, egal ob bei „Rache“ oder sonst was. Und Sie behaupten immer noch Sie verstünden mich nicht…
Geben vor Sie wüssten nicht was ich konkret meinen könnte: dann sagen Sie mir vielleicht, wen sie da bei Unreife , „Pubertät“ usw. meinen. Woher Ihre sozialen Normen rühren?
Wollen Sie wirklich nur Kinder, vielleicht Ihre „eigenen“, vor „Call of Duty“ schützen? Da Jugenschutz mir etwa bei dieser Rezension kein großes Thema zu sein scheint, sondern dass Sie – zusammen mit Sarkeesian et al – irgendwelche konstruierten Feindbilder geistig zurückgebliebener, „kranker“ Menschen im Keller meinen, solche „Elemente“ und deren Körper
(…)
Ein Gegenüber in vermeintlicher Anonymität auszulachen, diese menschenverachtende Respektlosigkeit ist im Übrigen wesentlicher Bestandteil dessen wovon ich schrieb, weil es ja für „normal“ gehalten wird und sich „Respekt“ angeblich erst „verdient“ werden bräuchte…
(…)
Zu Sex und Gewalt, nur von Ihrem
Blog: http://videogametourism.at/content/zur-faszination-virtueller-gewalt http://videogametourism.at/content/sex-and-ultraviolence-gamer-und-kritik Von „Reife“ sprechen Sie persönlich dort zwar nicht, außer indirekt hier http://videogametourism.at/content/small-beautiful , aber von „pubertär“ – was ungefähr aufs Gleiche hinausläuft. Ihre Äußerungen über die GamerGate-Konstruktion spare ich mir, wie oft sollte ich mich auch noch wiederholen – Sie werden meine Vorwürfe doch immer abstreiten: allein vorhin zu „Call of Duty“, wie Sie jetzt zwischen „Krankheit“ und „Behinderung“ unterscheiden – wen meinen Sie denn nun mit den Menschen, deren „Geschmack“ sie dermaßen „kritisieren“. Was ist mit diesen „Verleumdungen“? Alles nur so dahin gesagt?
(…)
Und ich habe Sie „durch die Blume“ gar nichts genannt, was ich
sagen möchte formuliere ich direkt, und das Pasolini-Video, welches sie anscheinend auch nicht „verstanden“ haben, keineswegs zum ersten Mal gebracht. Das beschreibt vielmehr eine Gesamtsituation in der gesprochen wird.
Ein einziges Zugeständnis noch: allein „Waffen“, „Unfall“ usw. mit „Pornografie“ zu verbinden mag vielleicht nicht gerade Ihr Steckenpferd sein, deshalb nur zu „Revenge“ – zumindest der Begriff blieb mir bei Ihnen nämlich schon in Erinnerung http://videogametourism.at/content/gamesnpolitics-watchdogs-ueberwachung-sexismus Aber über Menschen im Keller – nicht Pröll-Seidl: http://videogametourism.at/content/arschlochgamer Zu „Vollwertigkeit“ und normabweichendem Humor: http://videogametourism.at/content/re-sieg-hain usw. usf.‘

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