Weihnachten zu Ostern

Egal ob ein kürzerer Rock für Kasumi, oder Momiji oben ohne: die ersten Sexup-Mods für die nach fast zwanzig Jahren allererste PC-Version von „Dead or Alive“ waren teilweise noch vor Release erhältlich: so färbten die auf (geschmackvollere) Nudemods spezialisierten, Sexspiel-Aspirationen von „lustful illumination“ Momiji’s am PC mitgeliefertes Halloween-Kostüm kurzerhand in Richtung letztjähriges Weihnachtskostüm um, verschoben die Bandagen obenrum nur ein wenig, und voilà: die entblößten Oberkörper der „Dead or Alive“-Männer haben schon Konkurrenz bekommen.
Ein anderer User ging derweil noch dezenter vor und kürzte die auch auf Konsolen „Last Round“ beigelegte Uniform von Kasumi auf „Schulmädchenreport“-Länge: für sämtliche bislang bekannten Mods ist allerdings ein Zusatzprogramm wie „uMod“ erforderlich. Und währendessen mehren sich in einschlägigen Foren schon Berichte, wonach viele Kostüme gar nicht so einfach veränderbar seien: öfters wird das südostasiatische MMO „TERA Online“ (The Exile Real of Arborea) als Referenz genannt, wo das schonmal so gewesen sein soll.
Ob dahinter allerdings Sicherheitsvorkehrungen stecken, in Zusammenhang mit einem bereits im Vorfeld gestarteten Moralaufruf von Seiten Koei-Tecmo mit Team Ninja, oder eine einfache technische Limitierung, lässt sich dabei so ohne Weiteres vermutlich genauso wenig sagen wie ob der Aufruf angesichts ohnehin beinahe entblößter Figuren keine Doppelmoral war, oder es für die öffentliche Wahrnehmung von Videospielen doch besser gewesen wäre, auf eine ungleich leichter zu manipulierende PC-Version von „Dead or Alive“ zu verzichten.

Der Steam-Port von „Dead or Alive 5 – Last Round“ ist exklusiv digital erhältlich und basiert, als Mischung aus den Current- und Last Gen-Konsolenversionen, auf dem Arcade-Automaten (Intel-Core-i3). Der MehrspielerInnenmodus soll im nächsten Quartal nachgeliefert werden, wobei die angegebenen Systemanforderungen des DirectX 9-Titels völlig übertrieben sind.
Vorab: die Portierung macht in 4k einen erstaunlich guten Eindruck auf mich – was bei einem so alten Spiel (das Grundgerüst stammt immerhin schon von 2012) doch bemerkenswert ist. Grundsätzlich erinnert sie an das erste „Street Fighter IV“ am PC, also ich hatte – im krassen Unterschied zur Xbox One mit Internetverbindung – etwa noch keinen einzigen Absturz verzeichnet. Kleiner Tipp zum Schluss: der zertifizierte Reseller Greenmangaming bietet das Spiel inklusive aller Rabattierungen wohl noch auf absehbare Zeit für deutlich unter 27 Euro an. Und damit wird ethisch auch garantiert kein üblicher Key-Handel gefördert.

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