E3 2015: Microsoft

Eines wurde schnell klar: die langjährige Kooperation mit Activision endete wirklich. Gut möglich, dass während der gesamten anderthalb Stunden Präsentation „Call of Duty“ kein einziges Mal auch nur erwähnt wurde.
Bleibt abzuwarten wieviel Raum dann später Sony der Franchise zur Verfügung stellen wird, denn dass mit dem neuesten Treyarch-Titel „Black Ops III“ nun ein Exklusivdeal bei der Konkurrenz abgeschlossen wurde – was schon im April durchsickerte – kann demnach als gewiss gelten. Zumal schon „Destiny“ letztes Jahr Sony wie eine First-Party-Franchise behandelt wissen wollte: erstmals schien Microsoft solche Third-Party-Deals aber auch überhaupt nicht mehr nötig zu haben – dermaßen gut aufeinander eingespielt traten die diversen hauseigenen Studios auf. EA und ihr Exklusiv-Service, der bis zum Spätsommer ihr gesamtes letztjähriges Sortiment umfassen wird (inklusive „Dragon Age – Inquisition“ und ab sofort auch mit dem so oder so sehr erwartbaren „Titanfall“, nachdem schon der DLC gratis gemacht wurde) und damit einen immensen Wert aufweist, ist da nur eine Zugabe. Lena Headey schaffte es sogar, „Fable Legends“ sympathisch erscheinen zu lassen. Bemerkenswert auch der progressive neue Tonfall des vierten „Gears“, dass den Zusatz „of War“ endlich fallen lassen wird. Ebenfalls der „Driveclub“ rivalisierende Schnee im neuen „Tomb Raider“ und die Wellen in einem neuen Rare-Titel: weiters verdichteten sich die Vorzeichen, dass „Forza Motorsport 6“ technisch tatsächlich keine Chance gegen „Project CARS“ haben dürfte und die ganze Veranstaltung im Schatten von Windows 10 ablief. Eine indirekte Werbung für den PC. Dazu gehörte neben Microsoft’s hauseigenem Early Access (dankenswerter Weise inklusive Trial-Option) gewissermaßen auch andere Hardware: HoloLens überzeugte sogar als passive Angelegenheit im Sinne einer Nachfolge traditioneller Second Screens, wobei praktisch kein Hehl daraus gemacht wurde, dass die Xbox One nicht direkt VR-fähig ist und die Rift nur über einen PC Xbox-Spiele streamt. Mal abwarten was Sony dahingehend zu Morpheus und ihrer Konsole in der Nacht noch sagen wird.
Mit Ausnahme von „Halo 5“ als Einstiegstitel, der eher peinlich rüberkam und keine einzige nicht vermutete Neuigkeit brachte, und dass das „Gears of War“-Remaster nur den ersten Teil umfasst – wobei zwischen den Zeilen immer wieder herauszuhören war, dass 1080p/60fps auf der Xbox One halt kaum erreicht werden. Trotzdem Note A+
Herausstachen taten dabei vor allem zwei Titel: „Beyond Eyes“, ein Titel im Stile von „Never Alone“ in Wasserfarben. Und „Cuphead“, das schon letztes Jahr sehr interessant aussah, nun aber zügellos erst Richtung Eindruck machen konnte:

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