„Metal Gear“: Frage zu Sexualität in „The Phantom Pain“

Als Kommentar: ‚Hideo Kojima sollte sich „für seine Gedanken und Taten in der Tat“ schämen, ist ihm ein solcher narrativer Komplett-Schwachsinn nur wegen der gegenwärtigen politischen Gegebenheiten und sexualfeindlichen Situation eingefallen: alle „Metal Gear Solid“-Spiele seit „Sons of Liberty“ wiesen aus männlicher Sicht heterosexuelle Elemente auf, immerhin konnten bis jetzt auch nur Männer darin verkörpert werden – abgesehen vom Multiplayer, und egal ob jetzt eine Olga, die voyeuristische Kamera in „Snake Eater“, die Sirenen aus „Guns of the Patriots“ oder (Abzieh-)Bilder mit Paz in „Peace Walker“, alle Inhalte waren eindeutig bis explizit.
Und auf einmal soll das nicht mehr möglich sein? Mit einiger Begründung ist die Figur Raiden (bis herauf zu „Rising“) auch immer dermaßen homoerotisch gewesen. Ich habe es ja noch nicht gespielt, aber soll das etwa heißen dass es sonst keine Sexualität in dem Spiel gibt?‘

Standard – wieder zu Eurogamer (7. September): ‚Autoexklusion? Und weshalb wird Autosexualität zumindest dermaßen gering geschätzt – was „mehr“ sein? Ganz abgesehen von einseitigen Gender-Zuschreibungen: warum ist „Erotik“ in Videospielen bei „Euch“ scheinbar nur dann mehr als „ok“, das heißt wird

nicht bloß toleriert, wenn zwei oder mehr Körper mit ähnlichen Fähigkeiten und „Funktionen“ (dafür) vorhanden sind? Als Quasi-„Nutzen“.
Wieso wird ein „This War of Mine“ von AutorInnen, egal woher, nicht mit Headlines versehen wie: „soll nicht mehr als Betroffenheit auslösen“? Ist dort Empathie als Phrase praktisch vorgegeben, während hier ständig der Drang zu einer Rechtfertigung tendenziell unerwünschter Inhalte vorgestellt wird. Dabei ist besagtes andere Spiel inhaltlich wirklich kaum „mehr“ als ein historisches „Die Sims“, etwa während der Belagerung von Sarajevo – so um 1995 –
Wer ist nur immer dieses „wir“ das da was „nicht tun“ soll und wieso kommen Kreative überhaupt auf solch hanebüchene Erklärungen, wegen welcher Werte und Normen?‘

Replik: ‚Ich finde es schon bemerkenswert, dass diese Kleidung gar einfach so – wie selbstverständlich – als „Nacktheit“ gilt, akzeptiert wird, auch von jenen welche diese journalistische Politik nicht einmal unterstützen werden

wollen. Allein das ist aus meiner Sicht nichts anderes als ein eklatanter Rückfall in die tiefsten Fünfziger Jahre.
Oder wo sollen da Brüste zu sehen sein, mit welcher Fantasie: „Voyeurismus“ gabs vielleicht in „Snake Eater“, aber wie soll der bei einer Standardbekleidung überhaupt möglich sein, usw. usf. Eine zerrissene Strumpfhose und ein Bra gelten heutzutage (wieder) als skandalisierungs“würdige“ Nacktheit, weil die Uniformen der Männer etwa nicht als sexuell wahrgenommen werden. Heteronormativität gepaart mit patriarchalen Verhüllungsgeboten: stattdessen würde die genormte Autorin noch physische Verrenkungen als „Einweihungen“ fördern.
Wer nicht über bestimmte Skills verfügt wird einfach ausgegrenzt. Andere Sexualität höchstens „ok“…‘

Update 10. September: mittlerweile ist zumindest bekannt geworden, dass es – ähnlich zu den Vorgängern – diesbezüglich noch einen versteckten Inhalt (siehe oben) gibt.

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