Markt und Wahrnehmung

Im VDVC-Forum: ‚(…)
EA ist da in den letzten Jahren ziemlich liberal geworden. Rigoros bleibt dafür ein 2K, nicht nur was Server anbelangt: bei „NBA“ werden seit einiger Zeit sogar virtuelle Juwelen verhökert, ohne dass solche Abzocke die Presse oder irgendwen zu kümmern scheint. Das hat etwa erstens mit dem Gameplay nichts zu tun, und zweitens wird da nicht einmal etwas als Spende ausgewiesen – das könnte endlich skandalisiert werden: zum Beispiel dass überprüft wird, ob es diese Praxis noch immer gibt und ob da Änderungen feststellbar sind (wenn auch vielleicht nur in negativer Hinsicht).

P.S.: vll. täuschen die Politiken bei GOG auch, denn die nahmen in der Vergangenheit Firmen häufiger aus dem Angebot – nur um sie irgendwann mit viel Werbung wieder an Bord „willkommen“ zu heißen, unter Umständen mit nur ein paar Spielen mehr. Zuletzt etwa Bethesda.‘

Replik: ‚Die Konsolenmarktplätze sind bis auf jene von Nintendo mittlerweile alle im WWW zugänglich. Nur zu einzelnen Produkten dort zu verlinken würde ich nicht raten, wegen Re-Directs.
Microsoft: http://marketplace.xbox.com (in der URL kann auf einzelne Länder direkt zugegriffen werden) Sony: http://store.playstation.com (hierfür sind bei Bedarf mehrerer Länder entweder verschiedene IPs, oder andere Konten gefragt)
Am PC ist GOG bekannt. Der Steam-Store ist auch öffentlich einsehbar http://store.steampowered.com

Weshalb sollte sich da wer wegen was an wen noch wenden (wollen): Praktiken können öffentlich entweder gelobt, ignoriert oder kritisiert werden. Wenn im Sinne des Verbraucherschutzes von Verbandsseite Stellungnahmen eingeholt werden möchten, werden die jeweiligen Presse/Marketing-Leute von Industrieverbänden oder einzelner (konkret betroffener) Firmen/Konzerne vermutlich die ersten Anlaufstellen sein.
Eine positive Erwartungshaltung diesbezüglich könnte ich allerdings nicht nachvollziehen: viel mehr als Standardantworten werden von dort nicht zu bekommen sein, falls überhaupt diese getätigt werden. Schon die Community Manager, etwa von Sony, äußern sich bei Beschwerden höchstens ausweichend – wie ich jede Woche etwa im PlayStation Blog vernehme http://blog.eu.playstation.com Da gibt es sprachlich und territorial verschiedene, die Regionen jeweils zusammenfassen.

Bevor die Methode einer Frage gewählt wird, werden jedoch spezifische Kenntnisse über den Markt eingeholt werden und ein diesbezüglich fundiertes Wissen bestehen – das konkrete Fragen (und Problemstellungen), Freude über, oder Schwierigkeiten mit Entwicklungen erst evoziert. Hier habe ich dafür den Eindruck, dass zwar irgendwelche Erkenntnisse erhoben werden wollen – aber keine Ahnung vorhanden wäre was eigentlich los ist, sich vom Markt sonst entfernt und abgeschottet höchstens nebulös vom Hörensagen sich irgendwas darüber zusammengereimt, falls sich überhaupt mal näher mit Gegenständen – von öffentlichen Veranstaltungen abgesehen – beschäftigt worden war. Da fehlt mir nicht nur jegliches Verständnis für Sinn, sondern auch für die Interessen welche die Frage gar evoziert hätten – wie in einer schlechten Farce.
Auch was meine Diamantengeschichte anbelangt: erstmal kann empirisch etwa verifiziert werden – wie ich schon schrieb – was verkauft wird, und wem einem das dann nicht gefällt kann die Praxis angeprangert werden. Was soll eine Fragerei dabei bringen?

EA hat was die Server-Politik anbelangt wohl noch immer ihre relativ transparente 1%-Regel, welche besagt, dass wenn der User-Anteil (wahrscheinlich ist immer nur eine Plattform gemeint – wo bei Konsolen unter Umständen dann auch nur ein Gerätetyp betroffen wäre) von einem Gesamtanteil unter 1% fällt, wird abgeschaltet. Und erfahrungsgemäß machen die das auch nicht einzeln, sondern reihenweise alle paar Jahre mal. Das alles kann leicht recherchiert werden.
Ich erinnere mich jedoch an einen Protest bei 2K, als letztes Jahr nach nur einem Jahr die Server von „NBA 2K14“ abgeschaltet werden sollten – wie es bei denen immer üblich war, wenn das nächstjährige Spiel rauskam. Diese Beschwerden waren zumindest kurzfristig erfolgreich wie ich hörte, ob die Server allerdings noch immer online sind müsste überprüft werden: nur diese Verifizierungen sind ohne Zugänge zur gegenwärtigen Spielepraxis halt schwierig, das geht auch über das WWW kaum, zumal in der Presse nur selten über solche Sachen berichtet wird. Wenn Informationen benötigt werden sind für Selbsthilfe nur Foren erfahrungsgemäß hilfreich Etwa http://www.neogaf.com/forum/ Auch die OGDB oder andere Datenbanken wie jene zu Steam kommen da weniger in Frage, weil diese entweder kryptisch und lückenhaft sind, oder weite Teile des Marktes gar nicht abdecken (wie etwa nur wenig digital und vor allem den Retail). Foren bleiben da die erste Wahl: ganz einfach weil Betroffene oft sehr selten sind. Nur wird man vorher halt wissen müssen, welche Informationen überhaupt benötigt werden – und dafür ein entsprechendes Interesse erstmal bestehen…
Alles andere kann ich nur höchst unseriös nennen. Das erinnert eher an die Unmengen polemischer Rezensionen, welche heutzutage zu jedem Release Händler wie Amazon überschwemmen – von der Meinungsmache auf YouTube und Co. ganz zu schweigen.‘

Standard 10. September: ‚Diese „Videospiele für alle“-Ideologie, welche Ihr ständig reitet, nimmt doch groteske Züge an: das ist so als zu behaupten, dass Salzburg oder die Bregenzer Festspiele gefährdet wären,

wenn Leute ins Zeltfest oder zum Schlagerkonzert mit Freibier gingen. Es hat, angesichts dieser einseitigen Wahrnehmung andauernd, schon seinen Grund weshalb die Technik- und Kulturressorts überall noch immer getrennt sind – solange nicht anders über Games berichtet wird, als unter diesen nur angeblich egalitären Vorzeichen.
Bei Apple so ist schonmal überhaupt niemand bereit 60 Euro für ein Spiel auszugeben – außer irgendwelche pathologisch Angesuchtete die jahrelang einem einzigen Titel verfallen sind – da sind die 15 von SQUARE ENIX bereits übertrieben. Aber Ihr habt ja auch mal über „Monument Valley“ als „Vollpreis“ berichtet… Nintendo ist es mit der Wii kurzfristig gelungen da einzubrechen, aber diese Zeiten sind längst wieder vorbei.‘ Nachlese

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