„Wolfenstein“ und „Quake“-Sequels kamen bei GOG.com hinzu

Für Bethesda wurden neben „Return to Castle Wolfenstein“ (2001) drei Pakete geschnürt: „Wolfenstein 3D“ samt „Spear of Destiny“, „Quake II – Quad Damage“ (eine Kompilation aus dem Hauptspiel, den beiden Add-Ons und der offizialisierten Modsammlung „Netpack I – Extremities“, „deflowered from the Quake community“)  und ein „Quake 3 Gold“ getaufter Release, der, wie schon von Steam her bekannt, „Arena“ und „Team Arena“ zusammenfasst – das allerdings zu einem gesalzenen regulären Preis von an die 20 Euro (!).

Das deutsch(sprachig?)e GOG.com schweigt sich über diese Veröffentlichungen jedoch völlig aus: erwartungsgemäß wird es das alles mit deutscher IP nicht geben. Das erste „Quake“ ist zwar nicht mehr indiziert, das gilt für die hiervon betroffenen Fortsetzungen allerdings nicht. Und erst recht nicht für „Wolfenstein“.

Hier in Österreich ist bei einer auf deutsch eingestellten Seite deshalb zwar die Werbung für die „FPS IMMORTALS“ zu sehen, können die „unsterblichen“ Titel erworben werden – analog zu vergleichbaren Veröffentlichungen auf Steam -, die dazugehörige News-Meldung wurde jedoch nicht übersetzt und auch nicht im Original auf der Seite angebracht. Soviel zur Selbstzensur und Lokalisierungen des massiv kuratierten polnisch-zypriotischen (DRM-freien) Angebots (mit Kontenbindung). Alternativ kann immerhin der Client „Galaxy“ bemüht werden, der zumindest im Betastatus am Mac nicht auf das deutsche GOG verweist.

Auf den Konsolenmarktplätzen ging Bethesda mittlerweile ja sogar dazu über, ein „Wolfenstein 3D“ auch in Österreich erst gar nicht mehr anzubieten (was Activision als vormaliger Id-Verwalter tat und wofür ich dem Konzern heute noch dankbar bin). Dafür wird „Quake“ – wie man auch an dieser Preispolitik deutlich sehen kann – als Cashcow verwendet: vor einiger Zeit gab es hierzulande sogar einen unzensierten Re-Release von „Quake 4“, etwa für die Xbox 360 – was bei Konsolenspielen bislang völlig unbekannt war: zum Konsolenstart 2005 gab es auch in Österreich nur eine stark zensierte deutsche Version.

Dass die „Quake“-Marke einen Reboot oder neuen Ableger spendiert bekommt, steht trotz allem noch immer in den Sternen: „Quake Wars“, das Multiplayer-Crossover mit dem „Wolfenstein“-Derivat „Enemy Territory“, erschien als letztes kommerzielles Outing der Marke in den Jahren 2007/08. Dazwischen gab es bloß ein äußerst unglückliches 360-Remake (oder doch nur einen Port?) von „Quake III“ durch den legendären Produzenten Kenn Hoekstra (Ende 2010). Dafür wird „Doom“ nächstes Jahr bekanntlich ein großes Revival feiern.

Beim Kauf eines jeden Titels aus dem zu Zenimax gehörenden Konzern gibt es jetzt übrigens die Studio-Klassiker „Arena“ und „Daggerfall“, also die ersten beiden „Elder Scrolls“-Spiele, zusätzlich. Schließlich gibt es dieses Wochenende auch einen Activision-Sale, mit zahlreichen Sierra-Titeln: dieses Angebot gilt für alle.

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