Neue Standard-Kommentare

Familien werden in Tirol vor einer Assoziation mit „Porno“-Games geschützt: ‚Seit 2007 frequentiere ich fast tagtäglich den Game-Standard und jetzt hat es beinahe zehn Jahre gedauert, bis sichtbar wird dass diese einmalige Abzocke aus dem Tirolerland stammt – anscheinend ist es aber leider wirklich so: hier gibt es nur Platz für normierte Menschenbilder mit maßgeschneiderten Vorwürfen auf der einen Seite, und auf der anderen Artikel über solch ästhetischen Sondermüll, eher lächerlich technisiert, oder dessen Marketing. Und natürlich wird das gleich ins RONDO platziert.
Das erinnert mich an diese unsägliche arte-Serie damals, die zu dramatisieren suchte wie sehr doch das französische Biz (mit realen Akteuren) korrumpiert. Also da gab es zuletzt sogar bei den Tugendwächtern von Vice einen lesbareren Artikel… (…)

Das sieht seit Bestehen ungefähr gleich aus. Und dass sich nichts ändert liegt zum einen daran, dass die (mangelhafte) Konkurrenz das „Produkt“ vorgibt, zum anderen gibt das „Geschäftsmodell“ nicht mehr her. Ähnlich sind auch bei den wesentlich jüngeren Browserspielen bislang so gut wie keine Änderungen beim Niveau (sowohl im inhaltlichen Anspruch, als auch bei den Produktionswerten) feststellbar, das alles mehr oder weniger hoffnungslose Fälle.‘

Dabei wird auch über die soziale „Ächtung“ gesprochen, welche Kinder potentiell erfahren – wenn ihre Eltern in der Sexindustrie arbeiten: ‚Und was wird getan um diese zu verhindern: auf die „Doppelmoral“ der anderen geschimpft, anstatt die eigene Sozialität so in Frage zu stellen. Kinder aufklären, auch über Vorurteile, ist offensichtlich schon viel zu viel verlangt – zumal für diese Sexualität oft genug biologistisch auf Fortpflanzung allein* reduziert wird: was weder ihre Kenntnisse in diesbezüglich relevante Bereiche hinein erweitert, noch ihr Selbst vor den Interessen sie gefährdender Erwachsener schützt, oder dem Mobbing der Gleichaltrigen. Indem das Verbotene mystifiziert bleibt und weiterhin nicht erklärt wird, wird jedenfalls keine Menschenverachtung aus der Welt geschafft – soll sie demnach „sozial“ vermutlich auch gar nicht.‘

Sowie (einmal mehr) zum (vermeintlichen) Sinn und Unsinn von Computerspielen im allgemeinen (in der Vorweihnachtszeit): ‚Die Frage bleibt was, so oder so, dieses utilitaristische Denken dabei ständig soll: niemand fragt bei einem Medium etwa nach dem grundsätzlichen Nutzen oder Schaden von Büchern, aber immer wieder – speziell zur Weihnachtszeit, eigentlich jedes Jahr punktgenau – solche Artikel, in die eine oder andere Richtung: da wird immer und immer wieder nach der negativ gedachten Gefahr gesucht und wurde ein Generationenkonflikt nachweislich schon vor zwanzig, sogar dreißig Jahren bemüht – die Generationen von damals gibts gar nicht mehr. Anstatt vermeintlich „gute“ Bücher könnte die Stadt Wien etwa auch mal ein ebensolches Computerspiel verschenken – mit „Ori and the Blind Forest“ gäbe es heuer sogar einen Lokalmatador.‘

*oder gleich etwas ganz anderes, eine Emotion wie Liebe

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