Neues zum „Ghostbusters“-Remake

Kommentar: ‚Unter Inklusion verstehe ich zumindest nicht, wenn Frauen Männer nachahmen. Diese Auftritte erinnern mich unangenehm an die „Hosenrollen“ vergangener Tage: ich dachte eigentlich darüber wären „wir“ längst hinweg, auf diese Möglichkeiten bräuchte niemand mehr aufmerksam machen.
Aus meiner Sicht entspricht das doch auch weit eher der neudeutsch „Trope“ einer „Ms. Male Character“, als irgendetwas sonst: konsequent müsste demnach auch der Bürgermeister wirklich weiblich sein und eine „Ms. Slimer“ oder „Slimette“ im Film stattdessen vorhanden. Was soll das?

Wieso können scheinbar nur sehr schwer neuen Ideen für Blockbuster mit Frauen umgesetzt werden? Sind die originelleren Filme von Feig etwa nicht erfolgreich genug gewesen?
Warum wird unter „starken Frauen“ so immer die Kraft und Gewalt der Männer verstanden? Kann Stärke nicht auch anderes bedeuten als Körper demonstrativ zu ersetzen und damit allein auf physische Präsenz zu bauen?

Hollywood-Filme wie „The Homesman“, „Mad Max – Fury Road“ oder das aktuelle „Star Wars“ zeigen wie das auch anders aussehen kann. Aber für jeden dieser Beiträge gibt es dann wieder so Sachen wie „Jane Got a Gun“ oder das hier. Sachen wo ich leider sagen möchte: Schwachsinn, wo – noch dazu stets biologistisch psychologisierend konnotiert – Frauenfiguren einfach in stereotype Männerrollen gesteckt werden. Egal ob das jetzt Geisterjäger à la Bill Murray, oder Westernhelden wie Gary Cooper waren: jede Zeit hat ihre Helden.

Weder kommentiert das ein Patriarchat, noch durchbricht es irgendwelche Normen: im Gegenteil tritt diese Einstellung als politische Referenz in Erscheinung und variiert oder überhaupt wiederholt das Althergebrachte, anstatt es zu verändern. Das sorgt weder für Vielfalt, noch Fortschritt.
Und die Vorbilder, siehe Murray an diesen Weihnachten mit seinen „familienfreundlichen“ Schalwitzen neben Miley Cyrus und George Clooney auf Netflix, sind gegenwärtig ohnehin schon peinlich und/oder lächerlich genug. Wieso denen noch nacheifern (wollen)?
Jedenfalls kann und will ich diesen Kommerz nicht glaubwürdig finden. Ob der fertige Filme vielleicht trotzdem gut ist, interessiert mich da gar nicht mehr – und das ist kein Vorurteil, sondern begründeter Protest.‘

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