KundInnen am Gängelband eines alten Firmen-Rechtsstreits?

Über Weihnachten bietet GOG.com statt eines über den gesamten Store verteilten Angebots einen Bethesda-Sale an, anders als etwa Valve – deren ursprünglicher, alljährlicher Sale nur Stunden entfernt sein dürfte. Doch staunte ich gestern nicht schlecht, als mir dabei auffiel, dass ich über die alten „Fallout“-Spiele laut GOG.com angeblich nicht verfügen würde: wusste ich doch, dass sie sich auf meinem GOG-Konto befinden.
Die Klärung dieser Behauptung erforderte erst einiges an Recherche: so war mir zwar bekannt, dass es zwischenzeitlich mal kein „Fallout“ auf GOG.com gab und Bethesda/ZeniMax auch damit erst im Laufe dieses Jahres zurückkehrte (Die Alm berichtete), die genaueren Umstände den Umgang mit „Fallout“ betreffend wurden mir allerdings erst jetzt bewusst: so durfte Interplay ab Ende 2013 kein „Fallout“ mehr verkaufen, das heißt die gesamte Franchise befindet sich nunmehr in der Hand von Bethesda. Die Folge für die alten GOG-Veröffentlichungen war, dass sie umgetauft wurden – sie heißen jetzt „Classics“ am Ende -, aber auch dass nach Rückkehr von Bethesda im Rahmen der neuen Angebote bis auf die Handbücher fast sämtliche Extras wegfielen: so beinhalteten die alten Interplay-Releases historische Kostbarkeiten wie die berühmte „Fallout-Bibel“ von Chris Avellone. Die Bibel befindet sich zwar immer noch auf meinem Konto als alten Interplay-Kunden, NeukundInnen haben davon aber nichts.
Begründbar ist die Situation, da zusammen mit dem Ende des Verkaufs durch Interplay auch der Support von GOG.com geendet haben dürfte – es also im Rahmen ihres Service keine fallweisen Updates für diese alten Veröffentlichungen mehr geben wird. Und diesbezüglich könnte auch der Galaxy-Client die alten „Fallout“-Releases von Interplay auf GOG.com nicht mehr erkennen – verifizieren konnte ich das bislang aber nicht – was einen zusätzlichen Neukauf (als Bethesda-Release) wiederum rechtfertigen würde. Theoretisch…

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