Zu Nintendo und Fortschritt

Kommentar: ‚Was bei der Strategie von Nintendo oft nicht berücksichtigt wird, ist glaub ich dass sie mit ihren Hardware-Konzepten auch darauf setzen, dass ihre eigene Software mehr oder weniger originell bleibt – das heißt selbst dann wenn sie die „besondere“ Hardware sogar selbst nur unzureichend nutzen sollten: es macht keinen Sinn Nintendo woanders zu kopieren – was glaub ich auch immer noch an vermeintlichen Kleinigkeiten wie dem unnachahmlichen Steuerkreuz liegt, weshalb ich an eine komplette (und damit austauschbare) Touch-Steuerung für die NX auch nicht so recht glauben mag.
Und sicher hat sich die Wii-Hardware gut verkauft, die Konsole wurde aber auch für ihre Shovelware berüchtigt und die Software-Verkäufe waren insgesamt eher mäßig: jedoch hebt das alles den ideellen Wert der Marke Nintendo, es schätzt Nintendo auf Nintendo – wobei erste Hinweise darauf, wie die Öffnung in den (sonstigen) mobilen Sektor nun erfolgen soll, schon darauf hindeuten dass sich daran ebenfalls nichts ändern soll. Auf absehbare Zeit bleibt Nintendo deshalb vermutlich genau so wie es momentan ist erhalten, und wird glücklicher Weise kein Schicksal von SEGA teilen.
Dennoch hat die Wii zwar zu einer (auch eher nur kurzfristigen) Verbreiterung des Publikums (auf Konsolen) geführt, aber keineswegs zu einer Verbesserung von Videospielen allgemein – wie überhaupt keine der Bewegungssteuerungen, wozu ich auch die iPhone-Revolution, und alles was im mobilen Bereich seit 2007 darauf folgte, zählen würde. Ähnlich wie die „Indie“-Welle (spätestens seit „Braid“ 2008) eher zu einer Explosion der Quantität von Videospielen, als zu einer wirklichen Erhöhung von deren Qualität etwas beigetragen hätte – trotz einer Vielzahl damit einhergehender, ideologisch eingebildeter „Alternativen“: Videospiele die Eindruck schinden und auf eine eingeschworene Fanbase zählen können, lassen sich seitdem im Verhältnis wesentlich günstiger herstellen als früher – leider bedeutet das aber auch umso mehr Verheißungen und Illusionen für hoffnungsvolle Videospielmacher: nur von den Fehlschlägen, Niederlagen und Scheiterungen spricht niemand: dafür gibt es keine Öffentlichkeit oder Presse (egal welche), vielleicht höchstens eine Randnotiz nachdem ein existenzbedrohendes Übel bereits einsetzte.‘

Anfang 2007 zitiert Jobs Alan Kay im Rahmen seiner iPhone-Ankündigung

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