Zu Valve, „Firewatch“ und Microsoft

Beim Standard: ‚Der „Tabubruch“ war letztes Jahr eher „Hatred“. Das hätte als von der ESRB AO-eingestufter Titel den eigenen Regeln von Valve zu Folge nicht auf Steam erscheinen dürfen. Und warum es dort trotzdem verkauft wird kann ich mir deshalb nur über den auto=
kratischen Führungsstil von Herrn Newell erklären, dessen nicht-öffentliche Firma sich demnach nicht einmal an ihre eigenen Regeln halten braucht ^^
Hier gelte es vielmehr zwischen PR/Marketing, politisch erwünschter Repräsentation und dem eigentlichen Inhalt zu unterscheiden: nicht jede sexuelle Handlung wird von der ESRB als AO sanktioniert, manche Steam-Sexspiele sind von Haus aus schon unzensiert und Nacktheit ist auf Steam prinzipiell nicht untersagt – im Unterschied zu japanischen Konsolenmarktplätzen, man denke aktuell nur an „Firewatch“. Zuletzt ist das Spiel japanisch, also wird es schonmal nicht eindeutig (EU-)“pornografisch“ sein – was die hiesige Presse aber nicht daran hindert „Onechanbara“ und Co. genau darunter zu verorten…‘

Bei Webedia. 1.: ‚Die Betonung liegt auf „kann“. Das Spiel ist doch überhaupt nicht darauf ausgelegt, in so kurzer Zeit erlebt zu werden. Ähnlich wie „Gone Home“ oder „SOMA“ lädt es doch gerade dazu ein, erst in der Interaktion mit seiner Spielumgebung erlebt zu werden. Ich habe mich etwa allein bis zum ersten Aufwachen im Turm (an der Schreibmaschine) schon über eine Stunde damit beschäftigt…
Solchen Spielen sollte zweifellos viel vorgeworfen werden, aber sicher nicht ihr Umfang – bitte ein bisschen mehr Kreativität bei „Kritik“. Und wer eine umfangreiche Simulation sucht „kann“ sich gerade hier, bei dem Fall, an das ästhetisch sehr ähnliche „The Long Dark“ halten.‘

2.: ‚ (…) immer schön das Marketing-Sprech des Herrn Spencer wiederholen, „Videospiele für alle“ und so… Von wegen.
Microsoft nutzt damit vielmehr seine marktstrategische Position aus, ähnlich wie es EA mit Origin tut. Zusammen mit dem aggressiven DRM von Ubisoft soll der neue Store eine vierte große Plattform am PC sein (GOG nicht mitgerechnet), wobei sie zusätzlich zum Umstieg auf das neue OS zwingen – ähnlich wie es seit Jahren nun auch schon (mehr oder weniger) die Politik von Apple ist. Und letzten Endes ist das wettbewerbsverzerrend, sowie sorgt diese „Mehrzahl“ keineswegs unbedingt dafür, dass nur „mehr“ Menschen spielen – im Gegenteil wird somit an eine (neue) Plattform gebunden: sie schaffen dadurch künstlich eine zusätzliche Exklusivität. „Quantum Break“ wird jetzt ein Versuchsballon werden, aber der User hat schon ganz recht: „Halo, Gears, Forza are next.“ Microsoft tat das mit „Halo 2“, und später dem ersten „Gears of War“, ja schon einmal http://www.eurogamer.net/articles/2016-02-15-no-quantum-break-wont-launch-on-steam

2. März: ‚Ich fürchte dass Microsoft an einer modularen Lösung arbeitet, ähnlich den Steam Machines. Die Xbox One könnte damit die letzte klassische Konsole des Konzerns gewesen sein: bei Windows scheint ein besonders lukratives Geschäft gewittert zu werden…
Wobei analog zu Apple dafür allgemein auch teurere Geräte angeboten werden sollen – das ist schon seit der Einführung des Surface zu beobachten gewesen.
Und ein Umstieg hätte hier den Vorteil, dass die 500-Euro-Grenze für Konsolen praktisch aufgehoben werden könnte. Auch die bereits bekannten Preise für VR sprechen dafür
Ebenfalls die Argumentation nicht nachvollziehbar, einfach „falsch“ und leicht zu „widerlegen“: 2001 kostete die teuerste Grafiklösung unter 500 Euro. Von der ersten bis zur dritten PS hinkte der Markt keineswegs nach
Das bedeutet, dass High-End-Gaming eine zunehmend elitäre Angelegenheit wird. Und damit hätte die Verbreiterung des Marktes über Mobil und Co. letztendlich tatsächlich zu nichts anderem als Klassismus geführt.‘

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