Zu Sexualität in „Star Wars“

Kommentar: ‚Genau das ist das Problem von Repräsentation. Und macht sie zur Illusion.
Zu PR-Zwecken einfach eine Integration behaupten, deren Fehlen als „Mangel“ oder Benachteiligung, wenn schon nicht gleich Opfer-Hypothese, nicht einmal ersichtlich ist: letztlich bemüht und wiederholt die Behauptung nichts anders als dieselbe heteronormative Idee, welche sie vorgibt „bekämpfen“ zu wollen – oder woher soll ich wissen wer in „Star Wars“ nicht homosexuell ist. Das einzige Hetero-Paar das mir aus „Star Wars“ spontan einfällt sind neben den Skywalker-Eltern, der Tante und dem Onkel, Leia sowie Han Solo.
Wieso wird deren Fehlen überhaupt als Verlust begriffen, oder mit Hemmungen zusammen gebracht – genauso gut kann jene Heterosexualität welche es in „Star Wars“ sichtbar gibt als biologische Bürde begriffen werden: Nachkommenschaft zu erzeugen, Verantwortung für Kinder zu übernehmen usw. Also etwa alles dem ich persönlich in meinem Leben schon etwa nicht nachkommen möchte: warum also dieses Normdenken, dass „alle“ so leben wollten?

Nur weil ich die Bücher von Zahn gelesen habe, weiß ich dass Luke darin Mara Jade „hatte“. Auch da ging es um Nachkommen. Wer was mit wem sonst wo noch veranstaltet hat, blieb dafür der Fantasie überlassen.
Und wie soll Sexualität so überhaupt bestimmt werden? Wird sie plakativ inszeniert, gilt sie ohnehin wieder als „stereotyp“ und wird ebenso abgelehnt, oder gleich wieder als Konsens und „Besitz“ in Frage gestellt. Da das erweiterte Universum für die Filme aber doch nicht zählt, kann Luke Skywalker immer noch stramm schwul sein – Leia küsste er schließlich auch nur „brüderlich“.
Und sexuelle Handlungen sind aufgrund der Freigabepolitik, der (relativen) Kinder- und (großen) Familienfreundlichkeit ohnehin nicht vorgesehen. Letztlich wird deshalb auch Homosexualität nur auf die Emotion der Liebe reduziert werden, welche damit bürgerlich-ideologisch verbunden wird, also triebbefreit – was auch immer dann von jeglicher Sexualität eigentlich noch übrig bleibt…‘

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